In der letzten Phase des 2. Weltkrieges hat ein Trupp amerikanischer Soldaten in den Ardennen nicht nur mit dem hartnäckigen Feind zu kämpfen, sondern auch mit internen Querelen. Einer der Vorgesetzten, Hauptmann Cooney (Eddie Albert), macht seinen Untergebenen mehr als einmal mit seiner Inkompetenz zu schaffen. Im Krieg bedeutet das natürlich Opfer. Mit der Zeit hat die Truppe schliesslich genug davon und will dafür sorgen, dass die oberen Kader eingreifen. Doch auch der Colonel Clyde Bartlett (Lee Marvin) kann nicht so einfach für eine Abkommandierung sorgen, denn die Beziehungen des Angeschuldigten erschweren das. Allzu lange bleibt ohnehin nicht Zeit, um sich damit zu beschäftigen, denn die Nazi-Truppen rücken vor, wenn sie nicht aufgehalten werden. Dies soll in einem mittlerweile fast zerbombten Dorf geschehen. Auf Befehl von Cooney geht die Truppe unter Leutnant Joe Costa (Jack Palance) dort hin. Als sie sich in einem Häuschen verschanzen, merken sie bald, dass sie zu wenig gut ausgerüstet sind, um sich erfolgreich wehren zu können. Ausserdem benötigen sie dringend Verstärkung, die ihnen Cooney aber nicht geben will.
Die bei Aldrich übliche Zeitangabe zum Filmanfang hat es hier sogar zum deutschen Filmtitel gebracht. Im Original heisst er schlicht "Attack" (United Artists, 1956), was aber kaum darauf schliessen lässt, dass es sich um einen der sehenswertesten Kriegsfilme überhaupt handelt. Die Darstellung der Männer kommt authentisch rüber, die Geschichte macht einen glaubhaften Eindruck und wird besonders in der 2. Hälfte dramatisch. Kritische Untertöne, die andere Filme höchstens streifen, sind hier zentral. Sehenswert sind die überzeugend agierenden Darsteller, von denen Aldrich später einige wieder in seinen Filmen mitwirken liess, namentlich Lee Marvin, Jack Palance und Eddie Albert. Wer mit Kriegsfilmen etwas anfangen kann, kommt kaum ernsthaft um dieses Werk herum.
Die bereits erwähnte inhaltliche Grösse des Films steht im Widerspruch zu seiner äusserlichen Schlichtheit mit dem 4:3-Format in schwarz-weiss. So wird der Film aber in seiner 103 Minuten langen Laufzeit auf DVD gezeigt. Schlicht ist auch die DVD-Ausstattung, die beim Bonusmaterial nicht mehr als den Trailer bietet, was definitiv schade ist und Punkteabzug einbringt. Immerhin gibt es Tonspur und Untertitel in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Untertitel kommen noch auf Niederländisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch und Portugiesisch dazu. Das ist keine überragende Ausstattung, aber eine brauchbare. Dafür gibt es drei von fünf Meldeformularen. Abtreten!