139 von 144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
ein Spielzeug für Tecchies, 8. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Archos 9 Pctablet 22,6 cm (8,9 Zoll) Tablet-PC (Intel Atom Z515 1.2GHz, 1GB RAM, 60GB HDD, Intel GMA500, Win 7 Starter) (Personal Computers)
Pinzipiell tut das Teil das, was es verspricht.
Surfen geht über WLAN und das Streamen von Medien vom Homeserver funktioniert auch einwandfrei.
Damit könnte man eigentlich zufrieden sein...
...wenn denn alles erst einmal eingerichtet ist. Und da kommt der Teil, der für einen Laien nicht mehr oder kaum selbst durchführbar ist.
Das Problem besteht darin, dass der Archos 9 im Auslieferungszustand extrem langsam ist.
Sprich, man muss ihm erst Beine machen durch ein BIOS upgrade und das Aufspielen diverser neuer Treiber.
Dabei kommt man selbst als PC-Fachmann ins Schwitzen:
- einige Vorkehrungen müssen getroffen werden wie z.B. das Bereithalten eines USB-Hubs mit USB Maus und USB Tastatur (sonst steht man plötzlich da und nix geht mehr!)
- die Fenstergröße der Treiber ist nicht angepasst auf die Anzeigegröße des Bildschirms, wodurch die Buttons für "Next" und "Cancel" im nicht-sichtbaren Bereich liegen. Dadurch werden einige Setup-Schritte zum Blindflug
- usw. .... das sind nur eine der netten Überraschungen ;-)
- Ein weiterer Punkt den man noch einplanen sollte ist Zeit. Ein Update einzuspielen dauert manchmal eine Ewigkeit, da die CPU damit total überfordert ist.
Und da sind wir auch schon an den Kern-Kritik-Punkten:
- Man sollte sich davon verabschieden, mit einem Atom Single Core Prozessor so arbeiten zu wollen, wie auf dem Desktop. Mehr als 2-3 Anwendungen parallel ist reine Selbst-quälerei. Also benutzt das Teil für das was es gedacht ist: Surfen mit dem Finger.
- Die Surf-Erfahrung im InternetExplorer lässt zu wünschen übrig, da Windows 7 Starter-Edition die Tablet-PC Eigenschaften nicht unterstützt. D.h. kein bequemes Scrollen mit dem Finger in Seiten. Der Touch-Screen funktioniert also lediglich als Maus-Ersatz und man muss über die Scrollbalken auf der Seite mit dem Finger nach unten scrollen, was übel ist, da diese recht schmal sind. Abhilfe schafft die Installation von FireFox mit dem Add-On "Grab and Drag". Damit lässt es sich bequem surfen, so wie ich das eigentlich out of the box erwartet hätte!
- Lange Ladezeiten beim Surfen sind auch auf die unterdimensionierte CPU zurückzuführen. Das lässt sich weitestgehend mit einem Adblocker beheben.
- Was dann auch nervt, sind die ständigen Doppelklicks mit dem Finger (da nur Mausersatz). Das lässt sich zum Glück im Explorer umstellen auf Einfachklick.
- On-Screen-Tastatur: eignet sich nur für das rudimentäre Eintippen von URLs oder Suchbegriffen. Längere Emails eintippen kann man damit vergessen. Ggf. kann man über die Anschaffung einer Bluetooth-Tastatur nachdenken....doch wenn man arbeiten will, sollte man lieber gleich zu einem Office Laptop greifen.
- Das Starten von Windows 7 und das Laden von Anwendungen dauert langer. Wenn sie dann jedoch mal geladen sind, lässt sich flott damit arbeiten. Es empfiehlt sich also, das Teil nicht jedes Mal herunter zu fahren, sondern in den Schlafmodus zu schicken.
- Der versprochene Zugriff auf zig tausende Podcast erwies sich bei mir als eine leere Versprechung. Der Desktop-Link auf die Internet-Seite existiert so nicht mehr :(. Statt dessen muss man sich nach anderen Quellen bemühen.
Fazit:
Nach den oben genannten Änderungen und neusten Treibern macht das Gerät auf der Wohnzimmercouch einen soliden Eindruck. Ob abrufen von Mails, Einsehen der elektronischen Fernsehzeitschrift oder Abrufen der neuesten News und Podcasts - all das schafft das Gerät mühelos.
Für PC-Anfänger gibt es jedoch eine hohe Einstiegshürde und so kann leicht mehr Frust statt Lust entstehen. Ich hätte mir ein Gerät gewünscht, dass bereits so ausgeliefert wird, dass alles aus der Packung heraus funktioniert.
Empfehlen kann ich es nur für Technik-Begeisterte Windows-Fans, die sich nie und nimmer ein IPad kaufen würden....oder eben Personen, die nicht so anspruchsvoll sind und eine höhere Toleranzgrenze haben im Punkto Zeit beim Surfen.
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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Netbook ohne Tastatur, 24. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Archos 9 Pctablet 22,6 cm (8,9 Zoll) Tablet-PC (Intel Atom Z515 1.2GHz, 1GB RAM, 60GB HDD, Intel GMA500, Win 7 Starter) (Personal Computers)
Trotz vieler Kritiken habe ich habe das Gerät vor 3 Wochen für meine Frau gekauft und um zu sehen, ob es unsere Erwartungen erfüllt. - Um es kurz zu machen, wir sind nicht enttäuscht worden!
Allerdings sollte jedem Käufer vorab klar sein, dass das Archos 9 kein Gerät zum "Einschalten und Loslegen" ist. Wer das erwartet, wird eine Menge Potential verschenken.
Auch finde ich den Vergleich mit dem iPad Unzweckmäßig. Das iPad ist ein großes iPhone ohne Phone, das Archos 9 dagegen ein Netbook ohne Tastatur. Und wer es als solches einsetzt wird eine Menge Spaß damit haben. - Dazu sollte man aber zuerst ein vollwertiges Windows 7 (am Besten einen aktiven Hub, USB-Maus und -Tastatur anschließen) und die aktuellsten Treiber installieren. Damit ist das Archos 9 auch nicht langsamer, als das Amilo Mini Netbook, welches meine Frau bis dato verwendet hat. Selbst mit aktivierter Aero-Oberfläche läuft alles reibungslos. Auch Flash-Videos in 720p HD laufen völlig ruckelfrei, selbst 1080p ist möglich.
Ebenfalls gern kritisiert wird, dass ein resistiver Touchscreen von Archos verbaut wurde. Hier muss ich sagen, für Windows mit seinen vielen filigranen Elementen scheint mir das die richtige Wahl gewesen zu sein.
Außerdem verwendet meine Frau das Tablet auch, um Texte zu lesen und diese mit handschriftlichen Notizen (Stylus) zu versehen. Ein kapazitiver Touchscreen wäre für solch eine Aufgabe wohl tödlich gewesen.
Dank Windows 7 kann man auf dem Archos (fast) alle Programme nutzen, die man auch von seinem normalen PC kennt - Office, Browser, Mailprogramm, sogar Spiele. Die von Netbooks gewohnte Auflösung von 1024x600 Pixel auf dem 8,9" Display ist ideal. Zoomen beim Surfen im Web (was bei anderen Geräten immer wieder gerne als tolle Multitouch-Anwendung gezeigt wird) ist damit zum Beispiel überflüssig.
Noch zwei Empfehlungen, die sich im täglichen Einsatz sehr bewehrt haben:
* Für das virtuelle Keyboard gibt es ein "Origami"-Layout, bei dem die Tasten rechts und links unten in den Ecken in 2 Viertelkreisen angeordnet sind. Diese Tastatur nimmt wenig Platz weg und lässt sich gut mit den Daumen bedienen, während man das Pad mit beiden Händen fest hält.
* Mit dem kostenlosen Programm "AutoHotKey" lassen sich die Tasten des Tablets in Abhängigkeit vom aktuellen Programm neu belegen. Das macht dann Sinn, wenn man mal ein Spiel auf dem Archos 9 laufen hat, bei dem die virtuelle Tastatur sowieso nicht funktioniert (z.Bsp. bei DirectX Vollbild, um beispielsweise das Menü anzeigen zu lassen).
Im folgenden noch kurz die Dinge, die uns mehr oder weniger gefallen haben:
+ Sehr ansprechendes Design, angenehm flach und gut verarbeitet.
+ Mattes Display mit einer für die Auflösung optimalen Größe (5" wären uns zu klein, 10" dagegen zu groß).
+ Der Touchscreen reagiert gut und präzise. Mit der Fingerkuppe lassen sich Fenster verschieben und mit dem Fingernagel Buttons und Menüs bedienen.
+ Das optische Trackpad eignet sich erstaunlich gut als Mausersatz. In Kombination mit dem Touchscreen klappt die Bedienung sehr gut.
+ Eine Akku-Ladung hält mit aktiviertem WLAN, Bluetooth und hoher Helligkeit zwischen 3:30 und 4:30 intensiver Dauernutzung durch.
+ Das Laden des Akkus im Gerät geht sehr schnell.
+ Die Festplatte bietet genügend Speicherplatz.
+ StandBy (Aufwachen und Schlafen) klappt in 3 Sekunden.
+ Wer Windows kennt, findet sich auch beim Archos sofort zurecht.
+ Die vom normalen PC gewohnten Programme lassen sich größtenteils auch auf dem Tablet verwenden.
+ Die Verbindung zu unseren Handys über Bluetooth klappte problemlos (Einsatz als UMTS-Modem unterwegs).
+ Das Tablet ist praktisch lautlos (keine Lüfter vorhanden), lediglich die Festplatte ist ab und zu zu hören.
- Anstatt einer Festplatte hätte Archos auch Varianten mit SSDs anbieten sollen, wie das beim Archos 5 IT ja auch gemacht wird. Diese Flashspeicher sind deutlich schneller und gleichzeitig stromsparender, als die vergleichsweise langsame Festplatte.
- Nur ein USB-Anschluss ist etwas mager. Hier hätten es gut und gerne 2 Anschlüsse und ein CardReader sein dürfen. Dazu ist der USB-Anschluss noch so ungünstig Platziert, dass er bei Benutzung (z.Bsp. UMTS-Stick) der Bedienung im Weg ist.
- Das Gerät wird im Betrieb sehr warm (90°C CPU, 42°C HDD), was am Gehäuse auch deutlich zu spüren ist. An USB-Sticks aus Metall kann man sich nach kurzer Zeit auch schonmal die Finger verbrennen.
- Der Hauptspeicher lässt sich nicht erweitern, was sehr ärgerlich ist, da die 1GB RAM sehr schnell voll sind (mit Win7, Aero, ein paar Desktop Widgtes sind bei mir nach dem Start schon 70% belegt). Hier empfiehlt sich der Einsatz eines schnellen Nano-USB-Sticks für ReadyBoost, womit dann aber der einzige USB-Anschluss belegt ist.
- Das Display hätte etwas mehr Blinkwinkelstabilität haben dürfen.
- Archos bietet kaum Zubehör für das Tablet an. Kfz-Lader, Ersatz-Netzteil, Akku-Lader, Docking-Station? - Fehlanzeige! Zwar gibt es einen Ersatz-Akku, doch macht der wenig Sinn, wenn man nicht den einen Akku laden kann, wärend man den anderen gleichzeitig im Gerät verwendet.
- Der angebotene Port-Replikator sieht aus, als wäre er der Prototyp einer (missglückter) Design-Studie.
- Archos hat in den letzten BIOS-Versionen den Ruhezustand gestrichen. Jetzt geht nur noch StandBy, der jedoch permanent den Akku leer saugt.
- Leider wird durch schlechte Treiber eine Menge Potential verschenkt. So unterstützt der verbaute GMA500 Grafikchip OpenGL 2.0 und eine ganze Reihe Video-Beschleunigungen, doch Dank der der Treiber von Intel ist unter Windows 7 maximal OpenGL 1.1 möglich. - Unverständlich!
Trotz der vielen Kritikpunkte sind wir mit dem Archos 9 zufrieden und sobald es das Budget erlaubt, wird sicherlich ein zweites Tablet seinen Weg zu uns finden. Im Moment gibt es keine bezahlbare Alternative für uns. Die vielen anderen Tablets, die Momentan auf den Markt wandern, fallen aus verschiedenen Gründen aus: Auflösung mit maximal 800x480 Pixeln zu gering, Display mit 5" zu klein, Display ab 10" zu groß und schwer, kein vollwertiges Office vorhanden - um nur einige zu nennen.
Übrigens lieferte uns Amazon zuerst eine veraltete Version des Archos 9. Dieses hatte noch den Z510 Prozessor mit 1.1 GHz, einen defekten Pixel und einen klapprigen Akku. Amazon tauschte das Gerät jedoch schnell und unbürokratisch aus und das neue Tablet ist nun einwandfrei.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Na ja................., 6. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Archos 9 Pctablet 22,6 cm (8,9 Zoll) Tablet-PC (Intel Atom Z515 1.2GHz, 1GB RAM, 60GB HDD, Intel GMA500, Win 7 Starter) (Personal Computers)
Was soll man zu diesem Gerät sagen? Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht Windows 7 in einen schicken Tablett-PC zu packen, aber warum wurde hier gespart und die Starter-Version ohne Tablett-PC-Funktionen verwendet? Das ist wirklich verschenktes Potential. Zumal sich ein Anytime-Upgrade offensichtlich nicht oder nur mit großen Problemen durchführen lässt. Mir ist das Upgrade jedenfalls wie vielen anderen Usern nicht gelungen und ich werde den Lizenzschlüssel zurückgeben, was ja glücklicherweise möglich sein soll. Ja und sonst kann ich nur sagen man soll in keiner Weise hoffen, dass dieses Gerät annähernd einen PC oder ein aktuelles Netbook ersetzen kann. Dafür ist viel zu wenig RAM verbaut und der Prozessor unterdimensioniert. Was das Teil gut kann ist das Surfen im Internet vom Sofa aus, das Mailen oder auch das Hören von Internetradio mit vTuner, quasi das Konsumieren von Medien. Wer den Archos 9 dafür einsetzt wird damit auch seine Freude haben. Das Gerät ist prinzipiell gut verarbeitet, nur an den Seiten vom Gehäuse fühlt sich die Plastik etwas scharfkantig an. Mein Archos hat auch zwei Pixelfehler die bei schwarzem Hintergrund hell leuchten, sonst aber nicht sichtbar sind. Man darf sich auch bei der ersten Inbetriebnahme nicht wundern, dass der Bildschirm "seltsam" reagiert, er ist derart schlecht kalibriert, das vieles "daneben geht". Zum Aktivieren von Windows braucht man auch den rückseitig aufgeklebten Key, den man sich vorsorglich abschreiben sollte.
Fazit: Ein interessantes Stück Technik, welches aber durch den Einsatz von Windows 7 Starter im Gebrauchswert stark eingeschränkt wird. Die Hardwareausstattung reicht nur für einfachere Aufgaben.
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