Konzerte des französischen Barock. Musik der Komponisten Pierre-Gabriel Buffardin (ca. 1690 - 1768); Joseph Bodin de Boismortier (1689 - 1755); Michel Corrette (1709 - 1795); Jean-Baptiste Quentin (ca. 1718 - 1750) und Michel Blavet (1700 -1768). Aufführende: Musica Antiqua Köln [Wilbert Hazelzet, Traversflöte; Reinhard Goebel und Hajo Bäß, Barockvioline; Karlheinz Steeb, Bratsche; Jaap ter Linden, Violoncello; Jean-Michel Forest, Violone; Henk Bouman, Cembalo], Ltg. Reinhard Goebel. Aufnahme: April 1981 und Juni 1982 im Plenarsaal, München. Erstveröffentlichung: 1982/3. Wiederveröffentlichung auf Archiv Masters 447 286-2. Gesamtspieldauer: 73'10".
Reinhard Goebel weist in seinen Anmerkungen darauf hin, dass das Concerto nach italienischem Muster sich erst ab 1725 in Frankreich durchsetzen konnte und dass es verhältnismäßig wenige echt französische Concerti dieser Epoche gibt - streng genommen, zählen nur die beiden Konzerte von Quentin und Blavet zu dieser Genre; die anderen hier präsentierten Werke gehören noch der Übergangsphase zwischen Suite oder Sonate zum Konzert an. Dennoch ist der Musica Antiqua eine sehr gefällige Auswahl hübscher, teils auch verspielter Stücke gelungen, die, auch dank der espritvollen Spielweise, barocken Geist nur so sprühen. Ob als elegante Hintergrundkulisse oder als intensives Hörvergnügen genossen, macht diese CD mit ihren heilen Harmonien garantiert Freude. Bei Buffardin (er war Flötist am Dresdener Hof und unterrichtete keinen Geringeren als Quantz) und Blavet sticht das unglaublich gekonnte und musikalische Flötenspiel Wilbert Hazelzets hervor; bei Correttes "Concerto comique Nr. 25" gibt es witzig-verspieltes Violinenspiel, das auch die beiden Stücke Quentins trägt. Beim kurzen Boismortier-Zwischenspiel entwickelt das Violoncello solistische Ambitionen. Das bringt Abwechslung, jedoch ohne schroffe Kontraste. Zum Archiv-Masters-Preis ein Schnäppchen für Barock-Begeisterte!