Reinhard Eiseles Buch bietet einen guten Einstieg in die professionelle Architekturfotografie. Nach einer allgemeinen Einführung, welches Equipment zum effizienten Arbeiten benötigt wird, geht der Autor recht ausführlich auf die besondere Problematik bei der Abbildung von Gebäuden ein. Man fin-det sowohl eine technische Einführung (Was sind „stürzende Linien" und wie können sie vermieden werden? Welche Belichtungsmethode ist zu welchen Zweck die günstigste?) als auch problembezoge-ne Lösungsansätze. Sehr gut haben mir die Kapitel über das richtige Sonnenlicht und die wirkungs-volle Inszenierung von Innenräumen gefallen. Auch das Bildmaterial, das ausnamslos vom Autor selbst stammt, ist größtenteils anschaulich und teilweise auch fotografisch überragend. Als Wehr-mutstropfen bleibt jedoch, daß das Buch insgesamt zu klein geraten wird (so hat es gerade einmal 90 Textseiten) Das wird vor allem in dem letzten Kapitel deutlich, wo Eisele „Patentrezepte" zum Auf-nehmen bestimmter häufiger Bildtypen (Sakralbau, Burgen, Schlösser) geben möchte und zu allge-meingültig bleibt. Ein Nachteil, der angesichts des geringen Buchpreises jedoch verschmerzlich sein sollte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)