Pressestimmen
Gavriel Rosenfeld liefert eine wichtige Studie der komplexen Debatten über den historischen Wandel der architektonischen Landschaft Münchens. Die empirische Reichhaltigkeit und lebendige Konkretheit der Analyse belegt die Thesen des Buches auf wunderbare Weise. (Geoff Eley, The Historian)
Hervorragend dokumentiert und präzise argumentiert - dieses Buch trägt zum Verständnis darüber bei, wie die quälenden Debatten über die Nazi-Vergangenheit auf den vielfältigen Feldern des Alltagslebens im Nachkriegsdeutschland abliefen. (Neil Gregor, War in History)
Kurzbeschreibung
Wenig erforscht sind bisher die Auswirkungen der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus nach 1945 auf die Stadtentwicklung und das Stadtbild Mnchens. In Auswertung bislang unbeachteten Archivmaterials beschreibt der Autor anschaulich die Planungen fr den Wiederaufbau Mnchens nach seiner Zerst÷rung, wobei er detailliert die Probleme eines historischen Wiederaufbaus der Stadt erl"utert. Ausfhrlich dokumentiert er die kontroversen Einstellungen der Stadtplaner zur NS-Architektur, bei denen sich rein "sthetische und ideologisch-historisch argumentierende Positionen unvers÷hnlich gegenberstehen. Rosenfeld legt in seiner wegweisenden Untersuchung dar, dass die Debatten zwischen den so genannten Traditionalisten, Modernisten, Postmodernisten und kritischen Denkmalpflegern aber auch zeigen, dass der Umgang mit dem Nationalsozialismus nicht von Verdr"ngung, sondern vielmehr von heftigen rivalisierenden Meinungsverschiedenheiten ber die Zukunft der Stadt gepr"gt waren. Gleichwohl zeichnete sich Mnchen durch einen konservativen Umgang mit seiner NS-Vergangenheit aus und dadurch, dass die Stadt bestrebt war, ihre historische Verantwortung fr das ¯Dritte Reich½ abzuschw"chen.