Ein wahrlich abwechslungsreich, aufwühlendes und besonderes Werk liefert uns Janelle Monae hier ab. "The archandroid" ist so wie der Titel, irgendwie unbegreiflich, ein auf und ab, ein hin und her, ein nicht zu fassendes Werk, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Erklärungen im CD-Booklet zu den einzelnen Songs bzw. zum Gesamtwerk geben den Einblick in ein wahrlich für mich undurchschaubares Werk, das mich zum immer wieder hören anregt.
Es wechseln sich Funk, Soul, Rap, Hip Hop, Folk, Rock, Independent, Motown, Chillout und Popsongs (!), von wundervoll bis interessant, mit chilligen Interludes "Suites", die einen wirklich förmlich in den Bann ziehen und an klassische Werke durch die vielen Streicherarrangements erinnern.
Da gibt es für mich viele wunderschöne Tracks wie den souligen Motown Song "Faster", das soulig, funkige, acid jazzig angehauchte "Locked inside" (warum das aprubte Ende an dieser tollen Stelle?!), das chillige "Sir greendown" oder die ruhigen Songs "57821" (wundervoller Folksong mit wundervollen Vocals) und "Say you'll go" (welch grandioses Klavier, welch chillige Stimmung), das poppig verspielte "Wondaland" und das grandiose, für mich nicht zu beschreibende Abschlussepos "BaBopByeYa" mit top Orchestrierung. Janelles Stimme ist in diesen Songs wahrlich eindringlich und besonders, einfach wundervoll.
Dann gibt es für mich die interessanten "Kehrseitensongs", die so total anders sind, an die ich mich einfach erstmal gewöhnen musste, aber trotzdem ziemlich cool rüberkommen, wie "Tightrope", ist normalerweise nicht so meins, aber hier ist dieser beschwingt soulige Sprechgesang extrem cool, die Bläser einfach super retro wirkend, "Come alive" ist Independent Rock, passt das überhaupt auf das Album? Irgendwie schon. Manche der Songs wie "Mushrooms and roses", erinnern mich vor allem wegen der Gitarrensoli an Prince.
Es wechseln sich Bläsersätze mit Gitarrensoli, elektronische Spielereien mit realen Instrumenten, Vocodereffekte mit tollem Gesang in allen Höhen und Tiefen, und Streicher gibt es auch sehr viele zu hören.
Janelle kann in allen Tonlagen singen, schreien, hauchen, sprechen, rappen und immer klingt es anders, wahrlich besonders.
So hinterlässt dieses Album sicherlich einen wahrlich abwechslungsreichen und aufwühlenden Gesamteindruck, den ich schließlich nur mit fünf Sternen bewerten kann, was anderes kommt mir gar nicht in den Sinn, so viel Kreativität muss belohnt werden, ein wahrliches Meisterwerk für Liebhaber abwechslungsreicher Musik.
Da ist keine richtige Kategorisierung möglich. Retro und Future Sounds in einem!