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Archäologie des Wissens (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) [Taschenbuch]

Michel Foucault , Ulrich Köppen
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 312 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 16 (3. Mai 1981)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518279564
  • ISBN-13: 978-3518079560
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 82.962 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Paul-Michel Foucault wurde am 15. Oktober 1926 in Poitiers als Sohn einer angesehenen Arztfamilie geboren und starb am 25. Juni 1984 an den Folgen einer HIV-Infektion. Nach seiner Schulzeit in Poitiers studierte er Philosophie und Psychologie in Paris. 1952 begann seine berufliche Laufbahn als Assistent für Psychologie an der geisteswissenschaftlichen Fakultät in Lille. 1955 war er als Lektor an der Universität Uppsala (Schweden) tätig. Nach Direktorenstellen an Instituten in Warschau und Hamburg (1958/1959) kehrte er 1960 nach Frankreich zurück, wo er bis 1966 als Professor für Psychologie und Philosophie an der Universität Clermont-Ferrand arbeitete. In diesem Zeitraum erschien 1961 seine Dissertationsschrift Folie et déraison. Histoire de la folie à l'âge classique (dt.: Wahnsinn und Gesellschaft). Er thematisierte darin die Geschichte des Wahnsinns und das Zustandekommen einer Abgrenzung von geistiger Gesundheit und Krankheit und die damit einhergehenden sozialen Mechanismen. 1965 und 1966 war er Mitglied der Fouchet-Kommission, die von der Regierung für die Reform des (Hoch-)Schulwesens eingesetzt wurde. 1966 wurde Les mots et les choses – Une archéologie des sciences humaines (dt.: Die Ordnung der Dinge) veröffentlicht, worin er mit seiner diskursanalytischen Methode die Wissenschaftsgeschichte von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert untersuchte. Nach einem Auslandsaufenthalt als Gastprofessor in Tunis (1965-1968) war er an der Reform-Universität von Vincennes tätig (1968-1970). 1970 wurde er als Professor für Geschichte der Denksysteme an das renommierte Collège de France berufen. Gleichzeitig machte er durch sein vielfältiges politisches Engagement auf sich aufmerksam. In diesem Kontext entstand die Studie Surveiller et punir (dt.: Überwachen und Strafen). 1975-1982 unternahm er Reisen nach Berkeley und Japan sowie in den Iran und nach Polen.


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5.0 von 5 Sternen Foucaults Discours de la Méthode 10. März 2009
Von piet
Tastend, fragend, proklamierend gibt hier Foucault 1969 den vom damaligen Publikum ersehnten und vorweg umstrittenen Bericht über die Methode seiner empirischen Arbeiten "Die Geburt der Klinik", "Wahnsinn und Gesellschaft" und der "Ordnung der Dinge". Er macht deutlicher als zuvor, dass sein Interesse dem Diskontinuierlichen in der Geschichte gilt. Die Diskurse, die er beschreibt, sollen nicht die Totalitäten der Transzendentalphilosophie des 19. Jahrhunderts ersetzen. Die Diskursanalyse betont die Praxis des Sprechens und Schreibens als einer konditionierten aber nie geschlossenen, ihre Kontingenz nie verlierenden Produktion sozialer Formen.

Dabei knüpft Foucault an die Arbeiten von Georges Canguilhem und Gaston Bachelard an. Seine Thesen erinnern dagegen auch an die ebenfalls in den 60ern erschienen Thesen Kuhns zu einer Theorie der Paradigemwechsel und der Inkommensurabilität der Paradigmen. Anders als der etwas vorsichtigere Kuhn nimmt Foucault die Inkommensuarbilität der Diskurse zum Anlass die Möglichkeit einer sich entfaltenden Vernunft auszuschließen. Was Foucault interessiert ist die Selbständigkeit des (handlungsleitenden) Wissens gegenüber seinen Träger. Nur gelegentlich auf die vorausgegangenen empirischen Arbeiten verweisend, ist dieser Bericht über die Methode eine durch den Strukturalismus vorbereitete, abstrakte Kritik an allen Vorstellungen einer Einheit der Geschichte, ja an Subjektivität und Identitätsdenken überhaupt. Damit steht Foucault neben einer Reihe anderer französischer Philosophen auf der Schwelle zu dem, was später Poststrukturalismus genannt werden wird und als Postmoderne zum kulturellen Emblem der 1980er aufsteigt.
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55 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Philosophie als Ausgrabung 12. September 1999
Von Ein Kunde
Archäologie weckt zunächst Assoziationen von staubigen Gruben in Ägypten, in denen nach Zeugnissen vergangener Kulturen gegraben wird. Doch Foucault glaubt, daß man auch im menschlichen Geist Ausgrabungen machen kann, wenn nicht muß. Denn alles menschliche Handeln ist durch Denkmuster - oder im Begriff Foucaults: diskursive Praktiken - geprägt. Und deren Aufdeckung kann nur im Modus der Archäologie gelingen. Ein Aspekt dieser Praktiken, des Wissens, ist es nämlich, daß es sich nicht kontinuierlich entwickelt, sondern eine Folge von Brüchen für es prägend ist. Insofern ist der Versuch, frühere Praktiken - im Modus der Genealogie - aus jetzigen zu entwickeln nicht nur zum Scheitern verurteilt, er führt in die falsche Richtung: Denn Altes kann auch vom Neuen verdeckt werden, das Entdecken der vergangenen Diskurse ist nicht möglich, wenn man sie durch die Brille der heutigen betrachten will. Am Ende der archäologischen Arbeit steht das Archiv, eine Sammlung historischer Denkmuster, die unser Denken und Handeln prägen, die als kollektive Erfahrung die gesellschaftliche Praxis steuern. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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