"Arcan-Virus" ist ein Roman mit einem interessanten Setup: In der Zukunft ist jeder Mensch von Arcan befallen und braucht eine wöchentliche Dosis eines bestimmten Medikaments, um nicht sterben zu müssen. Die Geschichte dreht sich zu Gregor, Sohn eines "Lords" (hochrangige Konzernmitarbeiter, deren Stellung erblich ist) des einzigen Konzerns, der das Arcan-Medikament ("Calviron" genannt) herstellen kann, und um Tanka, eine Srassenratte. Die beiden jungen Menschen treffen aufeinander, als Gregors Vater ermordet wird.
Mir hat das Buch eigentlich ganz gut gefallen - warum also nur drei Sterne? Das Problem ist, dass das Buch zwar einen Höhepunkt hat, der Spannungsbogen insgesammt aber recht flach ist. Nach der "großen Wende" hat man fast den Eindruck, der Autor wollte noch schnellstmöglich sein Buch zum Abschluss bringen ohne dabei eine bestimmte Seitenzahl zu überschreiten. Abgehackt und schematisch wirkt das ganze, als ob es sich beim letzten Drittel des Buches um eine Rohform handelte, die erst noch ausgearbeitet werden sollte. Dafür gibts zwei Sterne Abzug. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig (dafür gibt es aber keinen Punktabzug) ist, dass das Buch in der Gegenwartsform geschrieben wurde.