Remarque, neben Hesse der wohl grösste Deutsche Dichter aller Zeiten, schafft wohl mit Arc de Triomphe seine grösste Ode an die Liebe und gleichzeitig eine der traurigsten Werke in der Literaturgeschichte.
Nie war Liebe hilfloser, tragischer, umkämpfter und mehr in Alkohol getränkt als bei Remarques Parisschwangerem Monumentalwerk.
Selten war die Basis für eine Beziehung zwischen 2 Menschen schlechter, und dennoch überwindet Liebe alle Grenzen, bis auf eine, die Liebe selbst.
Die zwei Hauptcharaktere in Remarques Arc des Triomphe erinnern ein wenig an zwei sich anziehende und sich wieder abstoßende Magneten. Ohne einander geht es nicht und miteinander endet es mit dem Unglückbeider. Treffend formuliert in Ravics Zitat „von der Welle die den Felsen umspült bis er unter ihrer Liebe zerbricht".
Ravic, ein lizenzloser Arzt der „schwarz" Operationen für andere erledigt, lebt ständig eingehüllt in eine Brandywolke in einem grauen Paris, ohne Sinn und nur auf Rache lauernd, in den Tag hinein, bis er eines Tages im Regen auf Joan Madou trifft und sich in diesem Gewirr aus Wahnsinn, Hoffnungslosigkeit und Angst in sie verliebt.
Diese Liebe gewährt beiden ein Gefühl von Halt und Geborgenheit.
Doch der Krieg holt sie wieder ein. Die Nazis marschieren in Paris ein.
Ravic und Joan stehen zwischen dem Ende ihrer Existenz und der Chance für einen Neuanfang. Doch das Schicksal holt Ravic ein.
Selten war Hoffnungslosigkeit schöner, Trauer mitleidsvoller und das Gefühl alles verloren zu haben gewaltiger.
Remarque holt den Leser zurück nach Paris in die Zeit als Liebe russisches Roulette war und ein Matisse nicht mehr wert als eine Monatsmiete.
Mit jeder Seite von Arc de Triomphe inhaliert man eine Prise 1940er Paris.
Remarque schafft sich mit diesem Werk ein Denkmal für die Ewigkeit das manche übergehen und andere Verehren werden.