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am 14. November 2012
(basierend auf der US-Fassung)

Bei Arc Rise Fantasia aus dem Hause imageepoch sollten RPG-Fans die Ohren schlackern, stellt dieser Titel doch eines der wenigen reinrassigen RPGs für Nintendos Wii dar. Viel wurde im Vorfeld berichtet, gut wie auch schlecht, daher hoffe ich mit diesem "Review" der US-Fassung etwas Licht in einige dunkle Ecken zu bringen.

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Im Osten nichts Neues
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Arc Rise Fantasia erfindet das Genre nicht neu. Fast alles Klischees eines Japano-RPGs werden erfüllt, sei es nun von rundenbasierten Kämpfen, das Schlendern über eine Oberwelt, über das "Girly Girl" bis hin zum Plottwist des "HUCH, du gehörst zu der Rasse die vor X-Jahren ausgestroben ist". Wer also sonderlich große Überraschungen erwartet wird bitter enttäuscht, wobei das nicht negativ zu sein hat. Imageepoch kann man also getrost attestieren dass der Schritt zu einem völlig klassischen RPG für ihr Erstlingswerk auf einer großen Konsole (bisher ja sonst nur Handheld) ein guter Schritt war.

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Und die Wii kann es doch
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Optisch darf man zwar keinen HD-Titel erwarten, aber was hier aufgefahren wird erfreut den Wii-Spieler doch sehr. Zumindest war ich regelrecht von der Fülle an Vegetation innerhalb von Wäldern oder gar der Landkarte platt. Wo sonst nur gähnende Leere herrscht (z.B. Zelda) sieht man hier oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Dazu präsentiert sich das Spiel in vollem 16:9 Modus und Treppcheneffeckte sind doch nicht ganz so prägnant wie in anderen Titeln.

Die Charaktermodelle sehen klasse aus, die Gegner ebenfalls, man muss jedoch erwähnen dass der typische japanische Look nicht jedem zusagen wird. Knuddelgegner und fast an jeder Ecke ein Schönling mit "Emofrisur". Ja, ich liebe diese Schubladen auch, aber man muss es so beschreiben.

Die offenbar für imageepoch typischen Schnörksel, vorallem in Menüs und Textboxen, sowie der Hang zu viel Türkis und sonstigen frischen Farben scheint sich hier wieder zu bestätigen, denn mit diesen Elementen wird man regelrecht erschlagen. Das ist aber nicht schlimm, denn diese bunte Welt weiß zu gefallen, was durchaus auch durch den sehr guten Einsatz von Lichteffekten aller Art und die vielen lieblichen Details zustande kommt. Bäume und Gräser wehen leicht im Wind, eine Masse an NPCs geht ihrem Tagesgeschäft nach, an kleinen Marktständen hängt eine Vielzahl von Körben, Obst und Gemüse... Ja, ARF schmeichelt dem Auge.

Was einigen Spielern hingegen wieder ein Dorn im Auge sein könnte sind die vielen Standbilder mit denen man konfrontiert wird. Sei es nun in Konversationen mit dem niederen Pöbel, mit den Helden untereinander (Vergleich: Tales-Serie) oder gar wenn man in ein Haus geht. Überwiegend sind die Innenräume von Häusern nämlich nur ein Standbild mit eingeblendeten Bewohnern. Ich finde das durchaus etwas schade, aber wenn man sich alleine die erste große Hauptstadt anschaut wird man wissen wieso man sich dazu entschieden hat. GOTT ist diese Stadt groß! Müsste man hier noch durch die Häuser laufen könnte man wohl mehrere Stunden durch den digitalen Ort flanieren. Was jedoch komisch wirkt ist die Tatsache dass die Bewohner sich oft wiederholen. Kommt in jedem RPG vor, aber hier fällt es extrem durch die eingeblendeten Artworks der Hausbesitzer auf. Eine Person die im Schloß lebt kann im nächsten Moment im Armenviertel sitzen... So ist nunmal aber auch das Leben.

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Aua, meine Ohren
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Was optisch so schön daherkommt nützt aber oft nichts ohne den passenden Sound. Genau hier scheiden sich die Geister bei ARF. Positiv ist ganz klar die Musik zu erwähnen. Sie ist nicht besonders und bisher habe ich zumindest auch kein Musikstück gefunden, welches sich mir so in's Hirn brennt wie der Marsch von Rufus aus FF7 oder das Zelda-Thema, aber die Musik ist immer passend und das ist die Hauptsache. Die Soundeffekte hingegen sind dann doch eher Standardkost, aber es gibt da ja noch die Sprachausgabe.

Hmmmmm... Ich sage mal so: GUT ist anders, aber SCHLECHT auch, wobei ich hier mal eher nicht die teilweise peinliche Lippensynchronität als Gewichtung hernehme. Ich habe ja schon Sands of Destruction von imageepoch gespielt und hier war die Sprachausgabe auch nicht wirklich überragend, aber wirklich negativ fielen nur zwei Figuren auf. Bei ARF ist das auch der Fall. Schnell gewöhnt man sich an die Stimmen und irgendwie kauft man sehr vielen Sprechern ihre Rollen dann auch ab. Klar, manch ein Sprecher scheint bei einem Gespräch etwas gelangweilt zu sein, mindestens ein Mädel klingt so als würde es von einem Mann synchronisiert (Vergleich: Legend of Dragoon in der deutschen Version) aber die Figuren sind einfach herzig und trotz Klischees nicht die abgedroschenen "Emo-Square-Helden". Nun gut, viel Charme kommt auch durch die göttlichen Animationen, die Mimik und Gestik der Figuren, aber die Stimmen, egal ob nun Niko, Alf oder gar Ryfia hätten wirklich schlimmer sein können.

Wer absolut nicht mit den Stimmen kann hat die Möglichkeit diese abzuschalten. Wobei das nicht ganz stimmt, denn man kann nur die Lautstärke der Sprache auf "0" setzen. Nachteil: In Szenen in denen gesprochen wird schaltet sich die Hintergrundmusik automatisch leiser. Hat man keine Stimmen mehr, so düdelt etwas im Hintergund herum, was man oft kaum noch als Musik betiteln kann. Ich empfehle daher es wirklich mit Sprache zu versuchen und durchaus über ein "Lets GOOOOOOOOOOOOO" von Niko, oder ein "Easy Peasy" (keine Ahnung wie man das schreibt) von Cecille zu schmunzeln. Großer Pluspunkt der Synchro: Man sieht keine bekannten Figuren vor dem geistigen Auge. Kein Kratos auf Tales, kein Chris aus Resident Evil, ...

Eine japanische Tonspur ist NICHT vorhanden.

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Gameplay Allerlei
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Die obligatorischen, rundenbasierten Spiele muss ich wohl nicht erörtern, allerdings haben diese bei ARF einen kleinen Kniff. Ähnlich wie bei Skies of Arcadia (DC/Cube) gibt es eine bestimmte Anzahl an Aktionspunkten die man pro Runde verweden kann und die auch pro Runde um einen bestimmten Wert wieder gefüllt werden. Diese Punkte darf man so verplanen wie man will. Heißt im Klartext: Ich kann eine Figur komplett alleine angreifen lassen, während alle restlichen drei Mitglieder der aktiven Gruppe einfach nur in der Arena stehen bleiben. Gerade durch das kombinieren der verschiedenen Figuren aber hat man oft die Möglichkeit Spezialangriffe zu formen und ein herrlich dynamisches Gemetzel zu veranstalten. Vorallem diese Dynamik und die doch recht schnellen Kämpfe sind wirklich eine Freude, weshalb es zumindest mir als "Level-Muffel" mal wieder Spaß macht einige Stufen zu grinden, ehe ich weiter im aktuellen Level ziehe.

Übrigens: Kämpfen kann man ausweichen, denn Gegner sind immer sichtbar!

Das Ausrüsten von Waffen geht auch einen etwas eigenen Weg, denn Waffen haben keine höheren oder besseren Werte. Man könnte also komplett mit dem ersten Schwert durch das Spiel ziehen. Doch auch hier hat man sich etwas einfallen lassen.
Jede Waffe kann aufgelevelt werden und zwar maximal auf Level 3. Dadurch steigt erstmal nicht ihre Durchschlagskraft, aber man kann ihr mehr Attribute zuweisen und mit dem maximalen Level ihr spezielles Attribut freischalten. Genau hier kommt ein simples, wie auch geniales Element mit in's Spiel, denn hat man die Spezialfähigkeit einer Waffe freigeschalten kann diese jeder beliebigen Waffe zugewiesen werden. Man darf sich also seine Wunschwaffe selbst basteln, wenn man es grob sagen will.
Das Zusammensetzen der Attribute gestaltet sich auch recht simpel. In einem quadratischen Feld platziert man die als Teris-Klötzchen geformten Attribute ganz nach belieben.

Selbst über die Magie hat der Spieler freie Hand und darf selbst entscheiden wie viele Magiepunkte und welche Stärke die Zauber der einzelne Charakter haben darf. zwar kostet es Geld sich die Magie einzurichten, aber sie gehört zu den stärksten Waffen die man bei ARF haben kann. Wer Elemente geschickt kombiniert erhält zudem zugriff auf neue Elemente, wie Eis oder Blitz. Der Möglichkeiten scheint also kaum eine Grenze gesetzt und obwohl alles zu Beginn sehr überladen und verwirrend wirkt geht es unheimlich leicht von der Hand. Spezialangriffe, wie etwa Beschwörungen, bleiben dann doch wieder den Standards treu.

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Vercasualt oder nicht?
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In Anbetracht der simplen Handhabung stellt man sich natürlich die Frage ob ARF nicht doch zu Casual ist. Einige Minispielchen, zum Beispiel das Einkaufen von Kostümen für die Helden, mag so wirken, auch die simple Handhabung von Ausrüstung, aber der Titel ist alles andere als Casual. Vorallem bei den Bosskämpfen wird dies untermauert, denn diese sind sehr schnell eine harte Nuss. Speziell ein Level gibt es bei dem es keinen Speicherpunkt vor dem Bosskampf gibt und bei dem man schnell mit nur einer falschen Entscheidung ein Game Over sieht. Trotzdem wirkt es nie zu frustig.

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Die üblichen Verdächtigen
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Was gibt es noch zu erwähnen? Spielbar ist ARF zum Beispiel sowohl mit Cube- als auch Classiccontroller. Ich spiele "klassisch" mit Wiimote und Nunchuk, wie man halt auf der Wii spielt. Zwar empfand ich diese Variante als etwas lernintensiv und zu Anfang etwas ungeschickt in manchen Situationen, aber man lebt sich schnell ein. Es mutet komisch an einen Teil eines Menüs mit der rechten Hand zu bedienen und einen mit der linken Hand, aber wie gesagt: Man lebt sich schnell ein. Bewegungssteuerung und Pointerfunktion sind nicht enthalten.

Ladezeiten sind keine Vorhanden. Egal ob man nun in einen Kampf startet oder eine Stadt besichtig, alles taucht sofort auf. Dafür werden Gegner und NPCs in den Städen nicht immer angezeigt, sondern langsam eingeblendet, wenn man nah genug an ihnen ist (Vgl: FFXII).
Auch wenn, wie oben erwähnt, nicht alle Häuser begehbar sind, so kann man mit allen Figuren reden. Ein Punkt der vielen RPG-Freunden ja wichtig ist.

Ruckler sucht man auch vergebens, wobei ich genau einmal einen minimalen SlowDown hatte. Vielleicht war da auch nur etwas Staub in der Wii, aber egal wie heftig ein Zauber ausfällt und wie viele Bäume auf der Landkarte gezeigt werden, ARF läuft flüssig.

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Das Ende vom Lied
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Was soll man sagen? ARF ist kein Teil einer Serie, sondern ein völlig neues Produkt - und das trotz der vielen RPG-Klischees. Vieles erinnert an andere Titel, sei es nun Skies of Arcadia oder die Tales-Serie, aber trotzdem hat der Titel seinen eigenen Charme. Liebenswerte Figuren, eine lebhafte und hübsche Welt, ein schnelles Kampfsystem und überhaupt all das, was man sich von einem RPG nur wünschen kann.
Auch wenn die Sprachausgabe nicht jedem gefallen mag, so sollte man dieser eine Chance geben, oder im Falle des Falles eben diese Ausschalten. Auf keinen Fall nur wegen der Synchro den Laufpass geben, denn Arc Rise Fantasia ist das bisher beste RPG auf der Wii. Fans des Genres müssen regelrecht zugreiden und Fans von der Tales-Serie ist wegen vieler Parallelen durchaus auch dazu geraten, vorallem wo ein Tales of Graces vielleicht nicht außerhalb Japans kommen wird. Xenoblade, Last Story und Co müssen sich wirklich warm anziehen!

Ihr entschuldigt mich jetzt, ich muss weiterspielen... nach der Arbeit
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