Was die Autoren Moennighoff und Meyer-Krentler hier zusammengestellt haben, ist eine wirklich allzeit nützliche Hilfe für jeden Germanistikstudenten. Ob man sich nun über die richtige Anführung von Zitaten, die Ausarbeitung von ganzen Hausarbeiten oder die Literaturrecherche handelt, man kann sich recht sicher sein, dass dieses Büchlein Rat weiß und einem zumindest auf den richtigen Weg hilft. Die nach Kapiteln geordneten Themen des Buches (12.Auflage) sind:
"Hausarbeit oder Referat?", "Themenformulierung und erstes Konzept", "Ausarbeitung", "Einige stilistische Ratschläge", "Zur Form bibliografischer Angaben", "Umgang mit Zitaten", "Archivieren im Computer", "Umgang mit Quellen", "Recherchieren der Literatur", "Basis-Literatur", "bibliografische Hilfsmittel", "Vorschläge für eine Handbibliothek", "Bestandteile der fertigen Arbeit", "Begutachtung und Benotung", "Zeitschriften-Siglen", "Siglen im Fernleih-Verkehr", "Spezialbibliotheken und Forschungszentren".
Die Gestaltung der einzelnen Kapitel ist in sich schlüssig, sehr übersichtlich und vor allem auf das wirklich Notwendige begrenzt, so dass man nicht erst lange an den einzelnen Themen herumdeuteln muss, sondern schnelle und präzise Arbeitshinweise bekommt. Die inhaltliche Ausarbeitung ist dabei ebenso durchgehend gelungen und spiegelt wohl wirklich die aktuellen, am weitesten verbreiteten Richtlinien zu Zitaten, Referaten und Hausarbeiten etc. wieder.
Der einzige Nachteil dieses Buches ist ein Teil seines größten Vorteils. Schnell kann man nämlich "weit verbreitet" mit "allgemeingültig" verwechseln und so in eine böse Falle tappen. Die von Moennighoff und Meyer-Krendler zusammengestellten Ratschläge können nämlich nur einen Anhaltspunkt geben, schließen aber nicht die individuellen Vorlieben und Ansprüche des Professoren ein. So sollte man also darauf achten, sich vor allem bei Formalien wie Fußnoten und Quellenangaben über Form und Inhalt mit seinem Dozenten abzustimmen, denn letzten Endes ist es ja dessen Auge, dem die Hausarbeit oder das Referat standhalten muss.
Dennoch ist dieses Buch eine wichtige Hilfestellung und bietet viele nützliche Informationen über das kleine Einmaleins der Arbeitstechniken in der Literaturwissenschaft.