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Arbeitslos für Fortgeschrittene. Erfahrungsbericht einer Jobsuchenden.
 
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Arbeitslos für Fortgeschrittene. Erfahrungsbericht einer Jobsuchenden. [Restexemplar] [Taschenbuch]

Dörthe Kaiser
1.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 153 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Tb.; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499616548
  • ISBN-13: 978-3499616549
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 1.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 665.742 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

changeX

Eine Journalistin wird im Frühjahr 2001 arbeitslos. Besser gesagt, sie kündigt ihr Arbeitsverhältnis wegen nicht mehr zumutbarer Arbeitsumgebung. Was folgt? Die typische Karriere einer arbeitslosen Akademikerin im Umgang mit deutschen Arbeitsämtern. Dörthe Kaiser, so der Name der heute 41-Jährigen, hat ein Jahr lang diese Erfahrungen in einem Tagebuch zusammengetragen. Frühzeitig stranden ihre Hoffnungen auf einen neuen Job in der Brandung des bürokratischen Alltags. Sie beschreibt den bizarren Umgang zwischen Behörden und der Jobsucherin in diesem Zeitraum. "Verblüffend schnell wurde ich zu einer (Arbeitslosen-)Nummer, die einfach verwaltet wird", empfindet die Autorin. Im monotonen Berichtsstil lernt der Leser fortan die Karriere einer Arbeitslosen kennen. Kaisers Problem: Was an Angeboten hereintrudelt, übersteigt nie das Niveau "deutscher Schreibkräfte, die des Zehn-Finger-Systems mächtig sind". Um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen, verschickt Kaiser ihre Bewerbungen in billigen Pappmappen, legt Schreckschrauben-Bilder von sich bei und kommt zu Bewerbungsgesprächen gerne einmal in Badeklamotten.

Das Gejammer der Autorin geht einem mit der Zeit auf die Nerven. Denn ihre ausgeklügelten Ausweichmanöver, nur nicht wieder eingefangen zu werden, lähmen dieses marode System ebenso stark wie von oben her. Wer nämlich nur damit beschäftigt ist, Angebote ins Leere laufen zu lassen oder sie ungesehen abzulehnen, Krankheiten vorzutäuschen, um bequem in Urlaub zu fahren, oder schlecht gekleidet und muffig zu Bewerbungsgesprächen zu erscheinen, wird zum Mittäter und Mitgestalter der eigenen Ausweglosigkeit. Und so dichtet die Autorin passend dazu: "Leise rieselt das Geld, wenn man sich klug verhält. Hört nur, wie laut es bald kracht, wenn das Sozialnetz schlapp macht."

Wenigstens hat die Autorin die richtige Konsequenz aus ihrem verschenkten Jahr gezogen. Sie ist jetzt selbstständig. "Das Leben als Selbstständige ist kein Zuckerschlecken. Trotzdem ist es eindeutig besser als das Verharren in Strukturen, die einem nicht gut tun.“

(c)changeX – Online-Magazin für Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft

Kurzbeschreibung

Arbeitslos für Fortgeschrittene ist ein Bericht über Erfahrungen mit dem deutschen Amtsschimmel aus der "Eulenspiegelperspektive". Er bietet Einblick in bürokratische Strukturen, die dem Ernst der Situation auf dem Arbeitsmarkt nicht ansatzweise Rechnung tragen.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Zunächst mal das Positive: Das Buch lässt sich schnell + gut lesen.
Ob es den Anspruch hat, ein Ratgeber zu sein, kann ich nicht beurteilen, es sollte auf keinen Fall als Ratgeber gebraucht werden, zumal es doch einige Fehliformationen enthält. (Z.B. dass man 3 Jobangebote ignorieren kann, bevor es ans Geld geht + dass man als Selbständiger, ohne das mitzuteilen, Geld zum Arbeitslosengeld hinzuverdienen kann.)
Das Buch dürfte zudem einige Langzeitarbeitslose vergrätzen, die lesen müssen, wie viele Chancen auf vielleicht nicht traumhafte, aber doch durchaus akzeptable Jobs die Tagebuchschreiberin auslässt.
Alles in allem wird das Buch der Arbeitsmarktsituation nicht gerecht, die Arroganz der Autorin ist auf die Dauer ein bisschen nervend.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Auch ich hab mir das Buch nur mal zur Ansicht bestellt. Es ist definitiv falsch plaziert, es ist KEIN RATGEBER und absolut fehl am Platz, wenn man sich in der Situation (egal ob eingetreten oder nicht) von Arbeitslosigkeit befindet.
Mit Bürokratie muss man in der Realität sicher rechnen, doch die Autorin gibt hier weder Hilfestellung irgendeiner Art (die man dem Titel nach erwarten würde), noch schafft sie es Unterhaltungsliterarisch zu punkten, ihre Ironie bleibt auf dem Level "Sarkasmus für Arme".
Wenn man mal kein Romanheftchen zur Hand hat, ist das Werk eine empfehlenswerte Alternative, sonst verpasst man nicht viel.
Aber es zeigt, dass sich mit genug Chuzpe einiges vermarkten lässt.
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8 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von C. Köln
Als Langzeitarbeitsloser kann ich folgende Dinge sagen, nachdem ich mir das Buch zur Probe ansah.
Ich kenne die bürokratischen Probleme, auch schon vor Jahren beim Arbeitsamt.
Irgendwo stimmt es schon, daß es erst jetzt langsam zu Reformen des Arbeitsamtes kommt. Aber irgendwo ist der Arbeitslose auch seines Glückes eigener Schmied durch eigene Kreativität. Beim Arbeitsamt Köln ist der Service besser geworden als vor 10 Jahren.
Ich würde dieses Buch eher "Arbeitslose für Anfänger" nennen. Die Fortgeschrittenen haben schon ihren anderen erworbenen Instinkt und orientieren sich anders durch mehr Eigeninitiative von Anfang an.
Ich würde auch lieber ein Buch über unseriöse Arbeitgeber und die ganzen seltsamen Geschichtchen, die man erlebt, schreiben.
Daß die meisten Politiker fern der Arbeitslosenrealität stehen ist doch bekannt, sonst gäbe es Befragungen der Arbeitslosen über den Service.
Der Markt ist so übersättigt, daß ein flexibler Mensch sich kaum rühren kann.Aber dann findet man keinen Arbeitgeber mehr.
Einen grundsätzlichen Trendwechsel seit einem Jahr kann ich beim Arbeitsamt erkennen, so gut auch mal das Tagebuch eines Arbeitslosen zu lesen ist.

Ich halte von dem Buch nicht viel, denn was nützen Bürokratieerkenntnisse von Behörden konkret dem Arbeitslosen?

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