Als Langzeitarbeitsloser kann ich folgende Dinge sagen, nachdem ich mir das Buch zur Probe ansah.
Ich kenne die bürokratischen Probleme, auch schon vor Jahren beim Arbeitsamt.
Irgendwo stimmt es schon, daß es erst jetzt langsam zu Reformen des Arbeitsamtes kommt. Aber irgendwo ist der Arbeitslose auch seines Glückes eigener Schmied durch eigene Kreativität. Beim Arbeitsamt Köln ist der Service besser geworden als vor 10 Jahren.
Ich würde dieses Buch eher "Arbeitslose für Anfänger" nennen. Die Fortgeschrittenen haben schon ihren anderen erworbenen Instinkt und orientieren sich anders durch mehr Eigeninitiative von Anfang an.
Ich würde auch lieber ein Buch über unseriöse Arbeitgeber und die ganzen seltsamen Geschichtchen, die man erlebt, schreiben.
Daß die meisten Politiker fern der Arbeitslosenrealität stehen ist doch bekannt, sonst gäbe es Befragungen der Arbeitslosen über den Service.
Der Markt ist so übersättigt, daß ein flexibler Mensch sich kaum rühren kann.Aber dann findet man keinen Arbeitgeber mehr.
Einen grundsätzlichen Trendwechsel seit einem Jahr kann ich beim Arbeitsamt erkennen, so gut auch mal das Tagebuch eines Arbeitslosen zu lesen ist.
Ich halte von dem Buch nicht viel, denn was nützen Bürokratieerkenntnisse von Behörden konkret dem Arbeitslosen?