Ich dachte, ich mach das mal eben mit links... ;-) Schließlich hab ich Pflanzenheilkunde studiert. Aber ich musste feststellen, dass "man" sich eine gewisse Routine mit "seinen" Pflanzen angewöhnt. Natürlich hab ich Ursel Bührings Bücher als Flaggschiffe der deutschen Kräuterheilkunde im Schrank und schöpfe auch fleissig aus ihrem Erfahrungsschatz. Aber dann... die Fragen einfach, aber doch erschöpfend. Welche Kräuter gibt es denn noch (als die beiden, die du immer nimmst) bei der und der Indikation...?
Ich denke mal, wäre dieses Büchlein ein Test für mich gewesen, hätte ich wohl bestanden, musste hier und da aber doch die eine oder andere Lücke zugeben, weil eben Vieles passives Wissen ist, dass man nicht unbedingt sofort abrufen kann.
Ich war auch skeptisch, ob man überhaupt geballtes Wissen in so einem schmalen Heftchen abfragen kann. Man kann - das sei gleich mal vorweggeschickt.
Durch das Abfragen per Lückentext, leeren Tabellen, Fragen, ja auch mal einem Kreuzworträtsel kommt kein "Pauk-" oder "Klausurgefühl" auf und das Lernen wird kurzweilig. So ein Buch hat in der Kräuterkunde wirklich gefehlt. Es hilft das Wissen aus dem Buchregal ins Hirn zu kriegen. Und das Problem haben wohl die meisten.
Eindeutige, ausdrückliche Kaufempfehlung für Therapeuten, aber auch Mütter als Familiengesundheitsoberhäupter, die zu alten und bewährten Hausmitteln zurückwollen.