Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Arbeiter und Angestellte am Vorabend des Dritten Reiches. Eine sozialpsychologische Untersuchung.
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Arbeiter und Angestellte am Vorabend des Dritten Reiches. Eine sozialpsychologische Untersuchung. [Broschiert]

Erich Fromm
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe EUR 19,90  
Broschiert --  

Produktinformation

  • Broschiert
  • Verlag: Dtv (Februar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423044098
  • ISBN-13: 978-3423044097
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 671.045 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Erich Fromm, Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, wurde am 23. März 1900 in Frankfurt am Main geboren. Nach seiner Promotion in Soziologie 1922 in Heidelberg kam er mit der Psychoanalyse Sigmund Freuds in Berührung und wurde Psychoanalytiker. 1933 emigrierte er in die USA, wo er an verschiedenen Instituten lehrte, und anschließend, von 1950 bis 1974, an der Universität von Mexiko City unterrichtete. Er starb 1980 in Locarno in der Schweiz.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags

 (Was ist das?)
Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte.
 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

5 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Thomas TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Vor circa 70 Jahren führte das Frankfurter Institut für Sozialforschung eine Befragung deutscher Arbeiter und Angestellten durch. Erich Fromm leitete ein Team von Wissenschaftlern, welches die These überprüfte, ob tatsächlich "nur solche Meinungen starke Motivationen zum Handeln darstellen, die in der Charakterstruktur eines Menschen verwurzelt sind ... Wir folgerten aus dieser Annahme, dass nur dann, wenn wir die Charakterstruktur der deutschen Arbeiter und Angestellten genau kannten, ihre voraussichtliche Reaktion aus einen Sieg des Nationalsozialismus vorauszusehen seinen".

Es wurden 3300 Fragebögen verteilt. Die offenen Antworten ließen die Charakterstruktur der Probanten besser erkennen. 584 mehr oder weniger komplett ausgefüllte Fragebögen wurden zurück gesendet. Die Machtübernahme der Faschisten verhinderte eine Veröffentlichung der Ergebnisse. Erst im Jahre 1980 fügte Wolfgang Bonß, der im Rahmen seiner Dissertation Kontakt mit Erich Fromm aufgenommen hatte, die Bruchstücke in mühevoller Recherche zusammen und veröffentlichte die Studie.
.

Das Ergebnis der Studie bestätigte Fromms These. Während circa ein Viertel der Befragten autoritäre bzw. antiautoritäre Neigungen zeigten (15 % antiautoritär und 10 % autoritär), nahmen drei Viertel der Befragten eine ambivalente Haltung ein - das Reservoir, aus dem die Nationalsozialisten ihre Wähler rekrutierten.

Viele Menschen sind auch heute noch erstaunt über den rasanten Zulauf an nationalsozialistischen Wählern, obwohl die Linksparteien in der Weimarer Republik nach dem Zusammenbruch der Monarchie über eine große Mehrheit verfügten. Doch zahlreiche Anhänger waren nicht verlässlich. Fromm bezeichnet deren Charakter als rebellisch-autoritär. "In der Nachkriegszeit traten solche rebellisch-autoritären Charaktertypen häufig in die Sozialistischen oder kommunistischen Parteien ein. Die Linke war für sie vor allem deshalb attraktiv, weil sie den Kampf gegen eine bestehende Autorität repräsentierte ... Eben hier jedoch setzte später auch die nationalsozialistische Propaganda an: Auch der Nationalsozialismus öffnete Ventile für rebellische Gefühle, mit dem Unterschied allerdings, dass die von ihm bekämpften Machtsymbole und Autoritäten die Weimarer Republik, das finanzkapital und das Judentum waren." Ähnliche Schlüsse zieht auch Barrington Moore in seinem Buch ,Ungerechtigkeit'.

Da die Befragten auch nach ihrer Parteizugehörigkeit bzw. dem Wahlverhalten befragt wurden, konnten die Antworten mit der politischen Einstellung korreliert werden. Auf die Frage, ob ein Krieg verhindert werden kann, antworteten die Konservativen, dass Kriege unvermeidlich seien, die Anhänger der Linksparteien sahen im Krieg die Konsequenz einer kapitalistischen Gesellschaft. Einzig die Liberalen bezeichneten den Krieg als "überflüssiges Relikt aus der Vorgeschichte des Menschen".

Das europäische Bürgertum ist nach der Aussage Fromms durch Sparsamkeit und Misstrauen gekennzeichnet, während die Arbeiterklasse nicht über entsprechende finanzielle Mittel verfügt. Dies die Studie bestätigt, dass die Hilfsbereitschaft unter der armen Bevölkerung höher war im Vergleich zu der einkommensstärkeren Schicht. Fromm nennt als möglichen Grund die Erwartung der Solidarität im eigenen Bedarfsfall.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:








Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar