In einer repräsentativen Erhebung in Deutschland gaben 2003 nur zwölf Prozent der Befragten an, in Bezug auf ihre Arbeit engagiert zu sein, sich für die Ergebnisse ihrer Arbeit wirklich zu interessieren, loyal zu sein und ihre Arbeit als befriedigend zu empfinden. Dieses Buch richtet sich an alle Berufstätigen; vor allem aber an die übrigen 88 Prozent.
Die meisten Menschen stehen einen bedeutenden Teil ihres aktiven Lebens (oft zehn Stunden pro Tag und mehr) im Berufsleben. Geert Müller-Gerbes und Hans-Uwe Köhler widmen sich der Thematik des Arbeitens von der Bewerbung bis zur Gestaltung des Ruhestandes. Welcher Job ist für mich richtig? Wie bewerbe ich mich erfolgreich? Woran erkenne ich, ob ich immer noch den richtigen Job habe? Warum sollte ich mir im Berufsleben Ziele setzten, und welche könnten das sein? Wie viel Karriere ist für mich gut? Was sagt meine Kleidung? Was tun bei Mobbing? Was macht einen guten Vorgesetzten aus? Sollte ich mich selbstständig machen?
„Am besten, Sie kündigen sofort!" ist die Überschrift des ersten „Talks", Köhler provoziert eben gern. Er erläutert diese Aussage wie folgt: „Kündigen Sie sofort, wenn Sie mit Ihrem Job unzufrieden sind, aber denken Sie gründlich nach, bevor Sie es tun."
Gekündigt? Für Köhler ist es „ein ganz normaler Vorgang, dass man seinen Arbeitsplatz verliert. Das ist keine Schicksalsfrage, das ist keine Ungerechtigkeit anonymer Mächte, das ist schlicht und einfach ein Teil des Lebens". In Talk 5 „Hurra, Sie sind gefeuert!" erklären die beiden - auch aus eigener Erfahrung, warum diese Situation nicht nur brutal ist, sondern auch die riesige Chance eines Neuanfangs in sich birgt.
„Arbeiten. Aber wie? Bitte!" verzichtet auf Formeln oder eine lehrbuchartige Aufbereitung der Inhalte. Angesprochen wird der Einzelne. Auch propagiert „Arbeiten. Aber wie? Bitte!" keine Karriere um jeden Preis sondern ermutigt, im Rahmen der eigenen Potentiale maximale Leistungen zu erzielen. Persönliches Glück und Freude (hier natürlich vor allem in der Arbeit) ist keine abstrakte Größe sondern etwas, das jeder anstreben kann und sollte, um das Arbeitsleben nach eigenen Vorstellungen gestalten zu können. Großes Gewicht legt Köhler hierbei auf eine eigene, aktive Zielfindung, Gestaltung und Chancenverwirklichung.
Mit ca. 170 Seiten ist „Arbeiten? Aber wie? Bitte!" in ein paar Stunden gut zu lesen. Der Dialog von Hans-Uwe Köhler und Geert Müller-Gerbes ist lebendig und eine sehr angenehme Lektüre. „Arbeiten. Aber wie? Bitte!" eignet sich als Navigationshilfe sowohl zur Positonsbestimmung als auch zur Kursfindung im Berufsleben. Egal ob man vor oder im Berufsleben steht, sich bewerben will, mit den Aufgaben, Kollegen, der Firma nicht zufrieden ist, oder man einfach nur mal nachdenken möchte, der Leser wird immer zu konstruktiven Gedanken kommen, und dazu angeregt, das Berufleben nicht hin- sondern in die eigene Hand zu nehmen!