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Arbeit poor. Unterwegs in der Dienstleistungsgesellschaft
 
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Arbeit poor. Unterwegs in der Dienstleistungsgesellschaft [Gebundene Ausgabe]

Barbara Ehrenreich
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Kunstmann; Auflage: 3., Aufl. (September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3888972833
  • ISBN-13: 978-3888972836
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 303.468 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Warnung: hervorragendes Buch. Aber: Falls Sie nicht über ein gut angelegtes Vermögen verfügen (oder wenigstens keine Kinder haben): Die Lektüre könnte Ihnen den Schlaf rauben, das Essen vermiesen oder zumindest nachhaltig die Stimmung trüben!

Ein Buch in der Tradition berühmter Sozialreportagen: Jetzt, wo langsam die Rechnung präsentiert wird für viele Hypes der 80er- und 90er-Jahre, beginnen Berichte von der sozialen Front wieder ein Publikum zu finden.

Ein Buch als Panorama: Die Autorin hat in mehreren Bundesstaaten der USA gearbeitet und in mehreren Berufen: als Altenpflegerin, Putzfrau, Kellnerin und im Verkauf. Alles zu niedrigsten Löhnen. Und es ist ihr nur unter großen Mühen -- manchmal auch gar nicht -- gelungen, von diesem Geld zu leben.

Ein Buch, das ins Herz der Gegenwart trifft: Ehrenreich hat den Geschmack jenes Lebens versucht, das auch hierzulande viele Politiker der rechteren Mitte gern verordnen möchten. Ehrenreich berichtet dabei aber über weit mehr als über Kellnern und Putzen. Arbeit poor handelt von etwas, das Sie betrifft und mich, jeden, der sich durch Arbeit ernähren muss: nämlich vom weltweiten und ganz allgemeinen Verfall des Preises für die Ware menschliche Arbeitskraft.

Ein Buch mit einer deutlichen Warnung: Was unten geht, geht bald auch in der unteren Mitte und noch weiter oben: Zwei gute Gehälter reichen bekanntlich bereits heute in den USA gerade so zum Leben, wenn Kinder zu erziehen sind. Und, ganz klar, was in den USA Sache ist, kommt auch zu uns. Der ergänzende Essay über Niedriglohnjobs in Deutschland von Horst Afheldt zeigt, wo wir bereits jetzt angelangt sind. --Michael Winteroll

Über den Autor

Barbara Ehrenreich hat zunächst Chemie, Physik und Molekularbiologie studiert und zählt heute zu den bekanntesten Publizistinnen Amerikas. Ihre Essays und Reportagen erscheinen u.a. im »New York Times Magazine«, »Harpers«, »Vogue«, »Wallstreet Journal«und der »Zeit«.

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Kundenrezensionen

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40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Wer schon Urlaub in den USA gemacht hat und gerüchteweise von der schlechten Bezahlung gar nicht so weniger Berufsgruppen gehört hat, der hat sich sicher auch schon gefragt, wie der aufmerksame Kellner, die nette Verkäuferin oder das freundliche Zimmermädchen sonst wohl lebt. In diesem Buch erfährt man es - in einer für ein solches Buch ausgesprochen unterhaltsamen und informativen Art und Weise. Ich hätte nicht vermutet, dass Sozialreportagen so spannend sein können, allerdings manchmal auch so erschütternd. Worum geht es? Die Autorin verließ ihren Elfenbeinturm als Schriftstellerin und lebte in verschiedenen Städten der USA eine Zeitlang von Niedriglohn-Jobs: Als Kellnerin, Putzfrau, Verkäuferin und so weiter. Ihre Erfahrungen waren desillusionierend: Alle diese Jobs waren anstrengend, trotzdem ist die Bezahlung so schlecht, dass es trotz mieser Unterkünfte (zum Teil Trailer-Parks) und schlechtem Essen entweder gerade zum Überleben reicht - oder auch nicht, dann müssen zwei Jobs her. Der Durchhaltewillen der AmerikanerInnen in diesen Jobs nötigt Bewunderung ab. Trotzdem: Ein säuerliches Buch mit erhobenem Zeigefinger ist das nicht geworden, sondern ein gleichermassen unterhaltsames und informatives! Im nächsten Amerika-Urlaub wird man einiges mit anderen Augen sehen.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Man muss sicherlich sagen, dass in Deutschland noch keine amerikanischen Verhältnisse herrschen. Aber wenn man sich umsieht, bekommt man schon das Gefühl, dass man sich langsam annähert. Große Unternehmen mit Milliardengewinn entlassen massenhaft Angestellte, das Sozialnetz wird weiter abgebaut und die Kluft zwischen Arm und Reich wächst beständig. Daher ist es wirklich empfehlenswert sich mit diesem Buch zu befassen. Barbara Ehrenreich beschreibt eindrucksvoll die Welt der Arbeiter in den USA, die sich mit extrem niedrigen Löhnen durchschlagen müssen, oft mehr als einen Job brauchen, damit sie die alltäglichen Kosten tragen können und oft überhaupt keine Absicherung haben. Dabei bleibt sie neutral, denn die Erlebnisse bei ihrem Experiment sprechen eindeutig für sich. Ironische und bissige Bemerkungen beziehen sich dann auch meistens auf ihr eigenes drohendes Scheitern in diesem System, wo die Arbeitgeber sich jegliches Recht heraus nehmen dürfen (z.B. Drogentests, scharfe Verhaltensregeln am Arbeitsplatz), aber dem Angestellte praktisch keinerlei Ansprüche zustehen. Es offenbart sich ein spannender (und auch sehr ernüchternder) Blick auf jenes Land, von dem immer noch Leute glauben, dass man dort vom Tellerwäscher zum Millionär aufsteigen kann. Es ist zweifelhaft, ob Barbare Ehrenreich nach ihren Erfahrungen dem noch zustimmen würde.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jf76
Die Autorin beschreibt Ihren Einblick in die Welt der Niedriglohn-Jobs in ungeschönter Weise. Die Arbeit und die Arbeitsumstände werden fast immer wertfrei in unterhaltsamer Erzählweise wiedergegeben. Besonders gut konnte ich mich in ihre Lage versetzen, wenn die gebildete und soziale Autorin durch den physischen und psychischen Druck der Arbeit kurzzeitig zu zynischen und assozialen Auswürfen verführt wurde. Das unterstreicht die Wirklichkeit der geschilderten Erlebnisse. Was mir bei Frau Ehrenreich so gefallen hat, die weitgehend wertfreie beschreibende Erzählweise, stört mich beim Nachwort: Hier wird der Zeigefinger erhoben und eine weltpolitische Analyse versucht. Der Reiz des Buches liegt aber gerade darin nur zu beschreiben und anschließend kann sich jeder selber seine eigene Gedanken machen, ob das der richtige Weg der Gesellschaft sein kann. Deswegen nur 4 Sterne.
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