(Hinweis: Ich verwende für die Amazon-Bewertung des ersten Teils einer Reihe anstatt der Einzelbewertung immer die Gesamtwertung für die Reihe. In diesem Fall also fünf Sterne für die Reihe, anstatt vier Sterne für den ersten Band.)
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Bewertung der Reihe: Band 1-4 (5&6 noch nicht erschienen)
Story: ****
Die Geschichte wird erzählt von Arawn, dem Herrscher der Anderwelt Annwn (in dieser Reihe ein düsterer Teil der Unterwelt). Wir erfahren die Umstände seiner Geburt und der seiner drei Brüder. Ihre Mutter prophezeit mit Hilfe magischer Knochen, dass einer (und nur einer!) von ihnen zum Gott aufsteigen wird. Doch die Familie droht an dieser Prophezeiung zu zerbrechen.
In der Geschichte dreht sich alles um Demonstration von Stärke und Grausamkeit. Auch Liebe und Hass spielen eine dominante Rolle, allerdings ohne viel Romantik, sondern eher von rauer fundamentaler Natur.
Da Arawn selbst Erzähler ist, steht der Ausgang in Hinblick darauf, welcher der vier Brüder die Prophezeiung erfüllt, schon fest, und zu Beginn fehlt es der Geschichte aufgrund dessen auch ein wenig an Spannung, doch mit der Zeit hat mich die Geschichte mit ihrer mythischen Atmosphäre in ihren Bann gezogen und mit fortschreitender Entwicklung und Einführung zusätzlicher Charaktere stieg auch mein Interesse daran, 'wie' die Ereignisse zum vorherbestimmten Ende führen werden.
Die Geschichte entleiht sich einige Personen, Ereignisse, Orte und Gegenstände (z.B. der magische Kessel) aus der keltischen Mythologie. Die Geschichte selbst hat in dieser Form aber meines Wissen keine mythologische Grundlage. Trotzdem denke ich, dass gerade Freunde der etwas rustikaleren keltischen und nordischen Mythologie hier auf ihre Kosten kommen sollten.
Eine abschließende Wertung der Geschichte kann und werde ich aber erst nach Vollendung der Reihe abgeben.
Artwork: *****
Das Artwork von Grenier entspricht absolut meinem Geschmack. Die Bilder in Acryl-/Ölfarben kreieren eine unheimlich packende Atmosphäre. Die Hintergründe könnten vielleicht manchmal einen etwas höheren Detailgrad vertragen und die Charaktere die ein oder andere anatomische Ungenauigkeit weniger aufweisen, doch was den Stil an sich betrifft und die Atmophäre, welche die Bilder erzeugen, fantastisch! In Sachen Artwork ohne Zweifel einer meiner favorisierten Fantasy-Comic-Reihen. Das Artwork lädt zum Verweilen ein. Die martialische Energie der Bilder ist elektrisierend. Blutfontänen, abgeschlagene Köpfe, vollbusige nackte Frauen, groteske Monster etc. sind allgegenwärtig und somit ist die Reihe sicherlich nichts für Zartbesaitete oder Moralapostel. Aber genau so ein Artwork wünsche ich mir für das Sword&Sorcery-Genre und ist in dieser Qualität viel zu selten zu finden.
Die Schauplätze sind stimmungsvoll, die Darstellungen der Charaktere und Kreaturen eindrucksvoll. Manche mögen vielleicht Details wie z.B. rotglühende Augen als lächerlich empfinden, doch ich liebe es wie sich der Künstler schamlos aller verfügbaren Mittel bedient um seinen Bildern die größtmögliche Ausdruckskraft zu verleihen. Wenn sich zwei muskelbepackte, blutverschmierte Kämpfer in martialischer Aufmachung im Kampf begegnen, die Waffen beim Aufeinandertreffen Funken sprühen, am Himmel die Blitze zucken und im Hintergrund ein gewaltiges Feuermeer tobt, dann ist das kompromissloses grandioses Spektakel.
Fazit: *****
Ich kann nachvollziehen, wenn vielen diese Reihe sowohl in Bezug auf Geschichte als auch Artwork zu martialisch daher kommt, doch die eigentliche Zielgruppe wird meiner Einschätzung nach diese Sword&Sorcery Comicperle zu schätzen wissen. Noch stehen zwei Bände aus, aber meine Empfehlung hat diese Reihe schon jetzt.
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Band 1 (2008): ****
Der erste Band hat durch das fantastische Cover mein Interesse auf sich gezogen. Auch der Comic selbst bietet Artwork im Stile des Covers. Zwar hat Grenier hier noch offensichtlich nicht ganz zum finalen Artworkstil der Reihe gefunden (z.B. finden sich im ersten Band oftmals noch Outlines um die Charaktere und überhaupt sind immer wieder Variationen in Zeichen- bzw. Maltechnik zu beobachten), nichts desto trotz ist bereits der erste Band ein wahrer Augenschmaus.
Inhaltlich hingegen kann der erste Band noch(!) nicht ganz überzeugen. Das liegt zum einen am im ersten Band noch sehr konstruiert und oberflächlich wirkenden Aufbau der Geschichte, zum anderen an vielen kleinen inhaltlichen Details, die etwas zu aufgesetzt oder erzwungen wirken. Aber die Geschichte entfaltet sich noch in den folgenden Bänden und gewinnt sowohl an Komplexität, als auch an Dramatik.
Spannung: O
Atmosphäre: OOO
Action: OOO
Humor:
Gefühl: OO
Anspruch: O
Erotik: OO
Gore&Splatter: OO
(OOO - sehr viel; OO - viel; O - etwas)