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Arabia Mountain [Vinyl LP]


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Produktinformation


1. Family Tree
2. Modern Art
3. Spidey's Curse
4. Mad Dog
5. Mr. Driver
6. Bicentennial Man
7. Go Out And Get It
8. Raw Meat
9. Bone Marrow
10. The Lie
11. Time
12. Dumpster Dive
13. New Direction
14. Noc - A
15. Don't Mess Up My Baby
16. You Keep On Running

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Black Lips, das sind Cole Alexander, Jared Swilley, Ian St. Pé und Joe Bradley aus Atlanta, USA.

Arabia Mountain ist bereits das sechste Studioalbum der Band, aber trotzdem ist es doch das erste Mal, dass ein Produzent Hand an der Musik von den Black Lips angelegt hat. Niemand Geringeres als Mark Ronson, der in der Vergangenheit schon fuer Sean Paul, Nas, Adele, Kaiser Chiefs, Duran Duran, Lily Allen und Amy Winehouse gearbeitet hat, gab Arabia Mountain den letzten Feinschliff: "I was already a fan of the Black Lips coming into it and I definitely didn’t want to fuck up anything", gesteht Ronson.

motor.de

Auf Zeitreise: Die Black Lips zelebrieren 60er Jahre Psychedelic-Rock und zeigen, dass hinter der Spaß-Punk-Fassade mehr steckt als schlichte Plattitüden. Die Black Lips verstehen es vortrefflich, auf sich aufmerksam zu machen. Einziges Manko, die Schlagzeilen sind selten positiver Natur. Oft ernten sie lediglich resigniertes Kopfschütteln. Erst kürzlich kamen die Eskapaden eines Auftritts in Indien ans Tageslicht. Ganz in Black Lips-Manier hatten sie im religiös geprägten Abendland dem öffentlichen Exhibitionismus gefrönt. Der Eklat war vorprogrammiert und Cole Alexander und Konsorten mussten fluchtartig das Land verlassen. Die Vier benehmen sich wie eine just volljährig gewordene Olsenbande und bieten Kritikern damit genügend Angriffsfläche, um sie vorschnell in eine Schublade zu verweisen. Dabei verschiebt sich der Fokus nicht selten weg vom eigentlich zentralen Thema Musik hin zum platten Sensationsjournalismus. Denn eines muss man den Black Lips allem vorpubertären Schabernack zum Trotz zugestehen, sie verstehen ihr Handwerk. Und zwar vorzüglich. Das beweist einmal mehr der neue Langspieler Arabia Mountain". Den Lips lyrischen Tiefgang zu attestieren, wäre sicher etwas hoch gegriffen, dennoch legen sie auf der neuen Platte ungewohnte Feinsinnigkeit an den Tag. Bestes Beispiel dafür ist die erste Singleauskopplung "Modern Art", die beinahe cineastisch beschreibt, wie sich der Besuch einer Dalí-Ausstellung auf einem Trip gestalten würde. Die musikalische Untermalung rundet ihren typischen Trip-Pop gekonnt ab. Groovende Basslinie, fuzzige Gitarrenriffs und der immer einen Deut verquere Gesang versetzen musikalisch zurück in die psychedelischen Hochzeiten der 60er Jahre. Black Lips - "Modern Art" Generell lässt sich sagen, dass das Klanggewand mit dem neuen Album merklich verfeinert wurde, was den Songs sehr zu Gute kommt. Wo auf dem Vorgänger "200 Million Thousand" der Detailreichtum im Klangbrei verloren ging, steht jetzt eine präsente und sehr durchsichtige Produktion, die das untrügbare Gespür der Lips für einprägsame Pop-Songs beweist. Einen weiteren Glanzpunkt setzt kurz vor der Halbzeit "Bicentennial Man", das mit rumpelndem Schlagzeug und betont lässigem Gitarrengegniedel vor sich hinpoltert, nur um im Refrain plötzlich die Zügel anzuziehen und ordentlich Fahrt aufzunehmen. Ein absoluter Ohrwurm. Mit "Noc-A-Homa" folgt die traurige Geschichte des Atlanta Braves-Maskottchens, die einen angesichts Textzeilen wie: "His headdress is a flower. He ain‘t no stinking coward. I wish other people could see" glatt mitleidig den Kopf nicken lässt. Der Song gebärt sich hingegen wie ein wütend auf den Boden stampfendes Kind. Das langsam groovende "You Keep On Running" entführt zum Abschluss nochmals in psychedelische Gefilde und erinnert mit seinen entfernt kreischenden Gitarren und ekstatischen Gesängen an tiefsten Missisippi-Sumpf. Arabia Mountain führt den Weg, den die Black Lips bereits mit "Good Bad Not Evil" eingeschlagen hatten, konsequent fort und reckt jeder leichtfertig geäußerten Kritik der Marke Stumpfsinn den Stinkefinger entgegen. Es zeigt deutlicher als zuvor, wie tief die Lips im Sound der 60er verwurzelt sind und ruft mitunter Reminiszenzen an damalige Größen wie die 13th Floor Elevators oder The Golden Dawn hervor, jedoch ohne diese zu imitieren.

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