Jeder langjährige Pferdefreund hat mindestens ein Exemplar in seinem Bücherregal stehen: Bildbände von Pferden ' allgemein gehalten, nur für eine bestimmte Rasse oder auch in Form eines Nachschlagewerks im Stile eines Lexikons.
Doch nun ist ein Bildband erschienen, der alles bisher Publizierte, sei es in Format, Umfang und Bildqualität sowie Aufmachung des Buches in den Schatten stellt:
Das neue Fotobuch von Gabriele Boiselle 'Arabische Vollblut'. Dieses 320 Seiten starke und mit seinem großzügigen Format von 34 x 42 cm beindruckende Werk ist im Frechmann Verlag erschienen (ISBN: 978-2-8099-0208-2)
Und gerade weil sich dieses Buch an die Liebhaber des Araberpferdes richtet, muss es einen sehr hohen Anspruch erfüllen ' ist doch kaum eine andere Pferderasse wie das Arabische Vollblut dazu prädestiniert, in ihrer einzigartigen Magie und Ästhetik dargestellt zu werden.
So lässt uns Gabriele Boiselle gleich zu Beginn des Buches an ihrem ersten Besuch des ägyptischen Nationalgestüts Al Zahraa teilhaben und wir spüren in ihren leidenschaftlichen Worten, wie der Wunsch in ihr entstand, den Zauber dieser Pferde nicht nur für den Betrachter sichtbar sondern auch fühlbar zu machen. Dies wird noch verstärkt durch die Legende der Entstehung dieser Rasse, die wie ein Märchen aus 1001er Nacht anmuten mag und die als Ouvertüre zum Eigentlichen zu sehen ist:
Der bildgewaltigen Reise um die Welt ' nach Ägypten, Australien, Südafrika, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Spanien, und Amerika.
Und so gibt sich der Betrachter den nun folgenden Bildern hin, die in jedem etwas anderes auszulösen vermögen; so mag der eine sich in eine Märchenwelt versetzt fühlen, während der andere die intensive Beschäftigung mit den Bildern als eine perfekte Auszeit aus dem Alltag empfingen mag, so sehr nimmt einen diese Dynamik, diese spürbare Intensität der Aufnahmen gefangen:
Beispielhaft sollen hier einige Aufnahmen genannt werden, die jedoch nur einen kleinen Focus aus den zahlreichen Abbildungen wiedergeben können:
Der Hengst El Ragel, auf dessem weißen Fell sich die Sonne Ägyptens wiederspiegelt, die Stute Mirwana, die stolz hocherhobenen Hauptes ihr Fohlen bei Fuß führt sowie das Porträtbild des Hengstes Mirokan, der den Betrachter nicht aus den Augen zu lassen scheint, so lebendig ist die Darstellung.
Derjenige, der sich auf die Faszination dieser Bilder einlässt, glaubt förmlich, die Hitze auf dem Fell der Tiere spüren zu können, hört den Hufschlag und riecht den Sand, der unter den Kapriolen der spielenden Hengste aufgewirbelt wird.
Und am Ende des Buches ist man fast enttäuscht, dass die Reise nun vorbei ist und man diese wundersame Welt verlassen muss. Durch diesen Bildband wird man jedoch glücklicherweise in der Lage versetzt, wann immer man möchte wieder abzutauchen und gemeinsam mit Gabriele Boiselle erneut auf die Reise zu gehen ' auf die Reise in die Welt dieser mystischen Traumgestalten.