An einem ruhigen, sonnigen Tag zeigt Dir das Meer seine ganze, besondere Schönheit.
Die fein gebrochenen Lichtstrahlen unter der Oberfläche
- die unendlich scheinende Weite - das Spiel von Wind und Wellen.
Tief empfundene Ruhe und Geborgenheit - sich treiben und die Seele baumeln lassen
THE DEEP BLUE ... und wie bringt uns das jetzt zu HAKEN?
WISSENSWERTES
Stil
Progressive Rock
Tendenzen
mit Stilelementen aus Metal / Jazz / AOR
Anspiel-Tipps
Celestial elexir, Streams, Eternal rain
Die Band
Ross Jennings - Gesang
Richard Henshall - Gitarre, Keyboards
Charles Griffiths - Gitarre
Diego Tejeida - Keyboards
Thomas MacLean - Bass
Raymond Hearne - Drums
Gäste
Marged Hall - Harfe
Dave Ruff - Flöte
Pablo Inda Garcia - Klarinette
Darren Moore - Trompete
Alex Bowell - Trompete
Jon Roskilly - Posaune
Craig Beattie - Posaune
Die Band gründete sich im Jahr 2007 in London und nun steht also, nach einem ersten Demo,das Debut "Aquarius" in den Läden.
Unter der Oberfläche sollte man auch hier sich bewegen, dem Album Zeit lassen, so könnten sich womöglich ähnliche Empfindungen einstellen, als oben beschrieben. Sind einem beim Antesten die vielen Stilelemente möglicherweise noch im Weg, so zeigt sich recht schnell, welch schöner Bogen hier gespannt wird. Grundsätzlich entspannt ausgerichtet, jedoch mit allerlei treibendem Rock versehen,ist dieses Album ein moderner Spielball der musikalischen Elemente geworden.
Ob DREAM THEATER (die ruhigeren, elegischen Gitarrenharmonien oder auch der ruhige Gesang), MAGELLAN (in den langgezogenen Silben der Wörter und den Chor-ähnlichen Gesängen), SAGA (die progressiven Mittelteile mancher Songs, so als ob Saga abrockt), etwas IQ (in den Keyboard-Sounds), leichte SPOCK'S BEARD Schule (wenn Sie zu frickeln beginnen) usw.
Die Musik ist ausgesprochen farbig, wie ihr an den teilnehmenden Musikern und Gästen schon ablesen könnt - oft kann man eine leichte Form von Melancholie fühlen.
Das Klangbild ist sehr dicht, bestimmt von Abwechslung und Überraschung.
Du findest mitten in einem ProgEpos plötzliche Jazz-artige Abfahrten, Metalschübe inklusive Growls, lyrisch-poetische Momente, Zirkus- oder Kirmes Atmosphäre und vieles mehr.
Die Kirchenorgel in Verbindung mit tiefem, grollenden Gesang, bevor wieder sanfte Gitarren und weite Keyboard-Sounds übernehmen, in dem Song "Streams" ist einfach klasse.
Dies alles wird von elegischen Gitarren, weiten Keyboards, einem warmen Bass und absolut akzentuierten Drums zusammengehalten. Der sehr gefühlvolle Gesang geht in Ordnung, könnte allerdings in Zukunft gerne noch voluminöser, sicherer und kraftvoller sein.
Trotzdem ist dies hier eine kleine Wundertüte des epischen Prog, bzw, der modern interpretierten ausufernden Rockmusik.
Und so nimmt mich diese Band gerne mit, auf einen konzeptionellen Trip rund um "AQUARIUS",
der im über 16-Minuten dauernden Abschluss-Epos "Celestial Elixir" dann folgerichtig auch seinen Höhepunkt findet - mitsamt einer phantastischen Göttermelodie beim Refrain - zum Zungeschnalzen.
Hier werden noch einmal sämtliche Trademarks der Band offenbar - die Epik, die Theatralik - aber auch wunderschöne Melodiebögen in Gesang und Instrumentierung - RUHE und KRAFT vereint.
Abschließend scheint noch wichtig zu Erwähnen, dass durch die verschiedensten Stile und die ausufernden Komposition sich nicht so schnell eine Ermüdung bei den Songs einstellt.
Immer wieder ertappe ich mich dabei, dass die Meerjungfrau im CD-Schacht rotiert ...
FAZIT
Aus VIELEM etwas EIGENES machen -
das gelingt der Band aufs zweite Ohr ganz hervorragend
Sollte der Sänger sich beim nächsten Album noch einmal steigern können,
erwartet uns todsicher ein SOON-TO-BE-CLASSIC
Solange schaut bitte unter die Oberfläche von AQUARIUS
FÜR AUFGESCHLOSSENE ROCK/PROG HÖRER
DARKEN TOM from darkenstorm.com