Bis vor gar nicht allzu langer Zeit gab's nur furchtbar langweilige Aquarelle: fade Farben, grosse farbfreie Flächen und Friede-Freude-Eierkuchen-Motive der Provence. Ganz nett; tut keinem weh. Macht sich auch ganz gut in einer urologischen Arztpraxis. Bildgewordene Schlagermusik.
Nichts womit ich mich befassen wollte.
Dann habe ich etwas volkommen neues entdeckt!
Blockley fing das graue Schmuddelwetter und die torfige Landschaft Schottlands mit erdigen Farben ein. Bernhard Vogel vereinte die Transparenz der Aquarell-Malerei mit dem kräftigen Farbenspiel der Acryl-Kunst und lies die Motive in einem Wechselspiel aus Licht und Schatten explodieren.
Und dann kam Bernd Klimmer!
Als ein Schüler von beiden oben genanten, vermischt er beide Einflüsse und fügt noch eine gehörige Portion eigenständiger Kreativität hinzu. Erfahrungen, die er in Acrylmalerei sammeln konnte,transferiert er auf das zärtere Medium Aquarell. Immer wieder überrascht er mit verrückten Malwerkzeugen und dem Mischen mit anderen Farben, wie Gouache, Pastell oder Lacken.
Jedem, der Spass am Experimentieren und keine Lust auf Baumarkt-Toskana-Landschaften hat,sei dieses Buch wärmstens empfohlen, denn hier lernt man mehr Neues, als in 100 herkömmlichen Büchern und so manchem VHS-Seminar.