Das erste Soloalbum von Edgar Froese entstand zwischen den Alben "Phaedra" und "Rubycon" von Tangerine Dream, dessen Mitglied er war. So finden sich auch viele Merkmale der Musik dieser Gruppe wieder: Analoge Synthesizer geben organische Klänge, blubbernde Geräusche, pulsierende Rhythmen und moll-lastige Melodien, frühe polyphone Keyboards liefern Harmonieteppiche. Jedoch es fehlt die musikalische Spannung und Entwicklung, die sich im Zusammenspiel mit Peter Baumann und Chris Franke so oft ergab und die die Tangerine Dream Alben bis heute so interessant macht.
Dennoch ist "Aqua" ein Werk nicht ohne eigenen Reiz: Dem Stück "ngc 891" wurden Umgebungsgeräusche (Flugzeuge, Straßenverkehr) hinzugemischt, die mit einem Kunstkopfmikrophon aufgenommen wurden - so erschließen sich dem Zuhörer, der einen guten Kopfhörer trägt und sich entspannt zurücklehnt, räumliche akustische Impressionen des 20. Jahrhunderts.