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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht nur Unterhaltungslektüre,
Von Joerg Dittmann "joedittmann" (Sylt) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Apropos, Bd.13, Vicki Baum (Gebundene Ausgabe)
Das Buch bietet einen kompakten und sehr informativen Überblick über das Leben und Schaffen der Vicki Baum. Der einführende Essay von Katharina von Ankum, Literaturwissenschaftlerin und Leiterin des "German Book Office" der Frankfurter Buchmesse in New York, beschreibt das Leben dieser großartigen Realistin mit dem Selbstverständnis der "schreibenden Hausfrau". Sie bezeichnete sich selbst als eine "erstklassige Schriftstellerin zweiter Güte".Zeitweise beim Ullstein Verlag tätig, verkörperte sie die "Weimarer Superfrau", die trotz Beruf weder ihr Äußeres noch ihre "Mutterpflichten" vernachlässigte. 1931 ging sie nach Amerika. 1935 wurden ihre Bücher in Deutschland verboten. Ab 1935 unternahm sie lange und weite Reisen; die für ihr literarisches Schaffen wichtigste Reise führte sie nach Bali. Ab 1941 schreibt sie nur noch auf englisch. In späteren Jahren wurde sie immer unzufriedener mit dem Image der Melodramatikerin, das ihr seit dem Erfolg von "Grand Hotel" anhaftete, und das sie im weiteren Verlauf immer wieder selbst bedíent hatte. Die späteren Romane brachten ihr jedoch nicht den gewünschten Ruf einer ernsthaften Schriftstellerin. Auf der anderen Seite war es so, dass ein Teil der deutschen Exilliteratur gar nicht hätte erscheinen können, hätte es nicht die hohen Verkaufszahlen der Bücher von Vicki Baum gegeben. Und das war ihr sehr wohl bewusst. Die aus Europa mitgebrachte Unterscheidung zwischen hoher Literatur und Unterhaltungsliteratur, die es auf vergleichbare Weise in den USA nicht gibt, wurde sie zeitlebens nicht los. Und ihre Leser auch nicht - leider bis heute. Aber wer die Romane von Vicki Baum liest, der muss sich nicht verstecken. Mancher Literaturkritiker täte gut daran, der Autorin aus dem literaturhistorischen Jenseits herauszuhelfen. Neben dem Essay enthält das Buch eune Reíhe interessanter Fotos der Schrifstellerin und ihrer Familie. Un schließlich kommt sie mit einigen kurzen Essays auch noch zu Wort, z. B. über die Mode von 1930. In diesem Teil de Buches findet sich auch ein sehr interessanter Artikel aus der "Jewish Times" vom 1. Mai 1931, in dem beschrieben wírd, inwieweit sich Vicki Baum als Jüdin bzw. als jüdischische Schriftstellerin sah. Alles in allem ein gelungenes Buch, das als Begleitband zu den Romanen unbedingt zu empfehlen ist. "Unterhaltend zu sein, ist kein Fehler" (Erika und Klaus Mann) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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