"April, May und June" beschreibt, wie eine Mutter versucht, ihren drei kleinen Töchter anhand von selbstvertonten englischen Kindergedichten die Zeit zu vertreiben. "Action" wird man nicht viel finden; das Schöne sind die wirklich "echten" Kinder und die absolut glaubhaften Probleme der Mutter (im Grunde kein Wunder, da das Buch teilweise autobiographisch ist). Als Extra findet man sogar die Noten der entsprechenden Lieder inklusive Text, englisch und deutsch. Elizabeth von Arnim hat einen sehr erfrischenden, oft auch ironischen Schreibstil, so daß man das Buch kaum aus der Hand legen kann; besonders amüsant sind die Kommentare über das deutsche Landleben Ende des letzten Jahrhunderts, langweilig wird es jedenfalls nie. Von der Atmosphäre her ist es durchaus mit "Elizabeth und ihr Garten" zu vergleichen, nur ist es möglicherweise interessanter für Leute, die kein großes gartenbauliches Interesse haben, und auch etwas kurzweiliger. Alles in allem wärmstens zu empfehlen für einen gemütlichen Nachmittag vor dem Kamin. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)