Aus der Amazon.de-Redaktion
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Moviemans Kommentar zur DVD: Eien perfekte Veröffentlichung. Das Bild ist praktisch makellos, der Ton ebenso. Und das Bonusmaterial ist sinnig und sehr niveauvoll.
Bild: Es kommt selten vor, dass man eine derart perfekte Bildqualität zu sehen bekommt. Die Vorlage ist bar jeder Verschmutzung oder Störung. Die Farben sind perfekt gesättigt, Ausfransungen gibt es nicht. Hauttöne sind perfekt getroffen, der Schwarzwert wundervoll hoch. Das geht mit dem Kontrast einher, wobei bis in die Hintergründe hinein Details sehr schön zu erkennen sind (00:58:04). Die Kompression ist sehr hochwertig, nur ganz selten fällt ein marginales Aliasing auf, das jedoch nicht im Mindesten der Rede wert ist. Im Grunde könnte man hier auch die volle Punktzahl vergeben. Selbst das bei Zeichentrickfilmen häufig vorkommende Doppelkonturenphänomen ist hier absolut vernachlässigenswert. Die Schärfe bewegt sich auf hohem Niveau, Einzelheiten sind in jeder Einstellung gut zu erkennen. Die Kanten sind schön scharf gezeichnet und auch bei den schnellen Actionsequenzen bleibt die Stabilität erhalten. "Appleseed" präsentiert sich mit einem praktisch perfekten, wundervoll plastischen Bild.
Ton: Der Ton ist sehr fein gestaltet - und das gilt für alle drei Sprachspuren. Die Dialoge sind klar und sauber zu verstehen, Störungen oder Verzerrungen gibt es nicht. Eine Direktionalität ist wahrnehmbar. Die Synchronisation ist hochwertig geworden, u.a. spricht Frank Glaubrecht, besser bekannt als Stimme von Kevin Costner und Pierce Brosnan. Raumeindruck und Effektgewitter sind phänomenal. Die vielen technischen Geräte sorgen für einen konstanten Effektpegel. Fast immer und überall hört man Motoren, Servos und dergleichen mehr. Die Actionsequenzen, die reichlich vorhanden sind, sorgen für eine Geräuschkulisse, in der man sich mittendrin fühlt. Schüsse und Explosionen sorgen für gewaltigen Punch und lassen auch den Subwoofer erbeben. So macht ein Film wirklich Spaß!
Extras: Auf der ersten DVD befindet sich ein deutsch untertitelter Audiokommentar von Shinji Aramaki und Fumihiko Sori. Beide gehen bei dem Film sehr ins Detail und unterhalten sich etwa auch mit den Schwierigkeiten, die mit der Animation des Ozeans einhergingen. Die zweite DVD enthält den Rest des Bonusmaterials. Am besten ist die 35-minütige Dokumentation, die sehr genau über die Entwicklung des Animationsprozesses berichtet. Weitere Extras sind der Trailer, ein Musikvideo, verschiedene informative Texttafeln und Musikeinspielungen. Ein bisschen mehr wäre hier sicherlich noch drin gewesen, was die Lauflänge des Bonusmaterials betrifft, aber dank des hohen Informationsgehalts von Audiokommentar und Dokumentation wird der Fan hier mehr als nur zufriedengestellt. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Die Welt in 126 Jahren. Nachdem ein 3. Weltkrieg die Zivilisation in Asche legte, ballen sich die übrig gebliebenen Menschen in der geschützten Mega-Metropole Olympus. Dort haben sich auf Anregung des regierenden Zentralcomputers Gaia sogenannte Bioroids, genetisch mutierte Klone mit reduzierten Emotionen, wie Puffer im Verhältnis 1:1 zwischen die Menschen gemischt, um so in Zukunft gewaltsame Auseinandersetzungen bereits im Keim zu unterbinden. In letzter Zeit häufen sich allerdings Übergriffe von Menschen auf Bioroids. Insbesondere die reaktionäre, komplett von Menschen bestellte Militärspitze will die Klone partout nicht respektieren. Einige Arbeit wartet daher auf Deunan Knute, erste Einzelkämpferin der Nation aus alter Offiziersfamilie, Heldin der Geschichte und Trägerin des McGuffins, der dem Film den Titel gibt.
Gern sagt man Japanern nach, stets auf dem neusten Stand der technischen Mode stehen zu wollen. Um so überraschender deshalb, dass in der ureigenen Landeskunstdomäne, dem Animationsfilm, noch immer Pinsel und Zeichenbrett bevorzugt werden. Nun aber besteigt das erste komplett digitalisierte Animé die internationale Bühne und soll nach Aussage von Studio Ghibli-Präsident Toshio Suzuki gleich mal den Maßstab für die Zukunft setzen. Ein Anspruch, dem die aller Naivität zum trotz ziemlich umständlich konstruierte Story um das schussfeste Fräulein Knute und die menschliche Erbsünde (kein Scherz) kaum gerecht wird. Dafür überzeugen erwartungsgemäß Design und Umsetzung. Regisseur Shinji Arakami animierte zuvor Kampfroboter für Fernsehserien und 3D-Filmsequenzen für Videospiele, was man 'Appleseed' auch ansieht. So bleiben furiose Actionszenen wie eine Roboterverfolgungsjagd, die klaustrophobische Eröffnungsballerei und der finale Auftritt einer Armee 'wandelnder Festungen' im Gedächtnis. Auch die schillernden Details von Olympus lohnen es, den Film lieber auf der großen Leinwand statt dem Bildschirm zu sehen. Landesbedingt gewöhnungsbedürftig dagegen das Design der Protagonisten: Wird in 'Final Fantasy' und anverwandten West-Digitoons maximale Menschenähnlichkeit angestrebt, so begegnen dem Zuschauer hier dreidimensionale Manga-Figuren komplett mit Scheinwerferaugen und mitunter ziemlich steifer Grobmimik (bes. in Close-Ups). Gleichwohl ein kurzweiliger Bildercocktail für den Kinderschuhen entwachsene Animaniacs und Leute, denen fantastische Computerwelten von daheim nicht fremd sind. ab.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Im Jahr 2131 liegt die Welt in Trümmern. Die junge Kriegerin Deunan kämpft noch immer in den Ruinen, als sie plötzlich entführt und in die Metropole Olympus verschleppt wird. Sie erwacht inmitten einer futuristischen Gesellschaft, in der Menschen und Bioroids, genetisch veränderte Klone, harmonisch und friedlich zusammenleben. Hier begegnet sie bald ihrem früheren Freund Briareos, dessen Körper mittlerweile dirch Roboterteile ersetzt wurde. Von der freundlichen Hitomi in die Abläufe der Stadt eingeweiht, ist sie, obwohl der Mix aus Menschen und kontrollierten Klonen als Gesellschaftsform tatsächlich zu funktionieren scheint, von Anfang an skeptisch. Nicht zu unrecht, wie sich schon sehr bald herausstellt. Haben die Sieben Ältesten, die mit dem Supercomputer "GAIA" die Regierung Olympus stellen, wirklich so edle Absichten? Ist das scheinbar so ausgeklügelte System wirklich in der Lage, das selbstzerstörerische Potential des Menschen druch das Zusammenleben mit perfekten "Bioroids" zu überwinden...?