Produktinformation
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Rein optisch/tricktechnisch (wenn man's denn so nennen kann?) macht die neue Appleseed-Umsetzung richtig was her. Die Atmosphäre kommt sehr gut herüber, die Hintergründe strotzen vor Details und auch die viel beschworenen Kampfsequenzen sind eindrucksvoll gestaltet. Hier braucht sich Appleseed nicht hinter "realen" Produktionen zu verstecken, dies wird sicherlich ein Maßstab für zukünftige Produktionen sein.
Die computeranimierte Umsetzung der Figuren ist jedoch gewöhnungsbedürftig: M. E. kommen die Figuren sehr kühl und unpersönlich herüber. Es wirkt alles, trotz hohem Standard, etwas mechanisch. Ich bin beim Zuschauen nie das Gefühl losgeworden beim Puppenspiel oder bei Tomb Raider am PC zuzuschauen... Man kann förmlich die Engine im Hintergrund arbeiten hören, um z. B. geschmeidige Bewegungen und passendes Wippen von Haarspitzen zu erzeugen.
Größtes Manko jedoch: die Augen der Figuren. Der "Charme" oder den Charakter, den "echte" gezeichnete Figuren als Ganzes haben, kommt für mich nicht herüber. Soll vielleicht auch nicht so sein? Immerhin wird hier eine neue Technik ausprobiert, die neue gestalterische Mittel und Wege erlaubt. Insofern halte ich, wie einst auch Macross PLUS (die erste OAV mit edv-animierten Szenen), Appleseed dennoch für gelungen.
Die größere Enttäuschung kam mir dann aber (erneut, wie beim ersten Versuch einer Verfilmung) bei der inhaltlichen Umsetzung. Sicherlich kann man keinen Manga im Format eines Telefonbuches in eine 105minütigen Film pressen. Zahlreiche Szenen, Figuren und Elemente wurden auch originalgertreu übernommen, aber das Gesamtwerk bleibt doch - gegenüber der Literatur - seicht. Zu vereinfacht ist die Story rund um Deunan Knute und Briareos dargestellt und auf "wir-machen-jetzt-auf-Knopfdruck-alle-Bioroiden-fruchtbar-und-alles-wird-gut" reduziert. Natürlich, das Thema Gentechnnik und friedliches Miteinander zu welchem Preis sorgt fürs Nachdenken. Aber das war's dann auch. Der Manga hat hier definitiv mehr zu bieten, und vieles ist einfach der stark vereinfachten Dramaturgie des Filmes geopfert worden.
Auch das zusammenhanglose Auftauchen einzelner Figuren (Warum taucht im Film Yoshi, Hitomis Freund, auf? Und noch dazu ohne Einführung? Wer ist Nike?) läßt den Zuschauer über das Who-is-who rätseln. Der Manga ist auch hier weit vielschichtiger und tiefer. Den Versuch ihn auch nur ansatzweise zu verfilmen, möchte ich denn doch als inhaltlich eher schählich gescheitert ansehen.
Mein Gesamturteil: 3 Sterne.
Technische Umsetzung verdient 4 Sterne. Zu 5 reicht es nicht, dazu wirken die Figuren zu hölzern und unpersönlich. Inhaltlich gebe ich Appleseed nur 1 bis 1,5 Sterne: zu dünn, zu einfach, gemessen an der Vorlage und der gebotenen Dramaturgie. Insgesamt also wohlwollende 3 Sterne, immerhin eine Pionierleistung des Genres mit sehr guten Kampfszenen und detaillierter Ausführung.
PS:
Was zu empfehlen ist: der Soundtrack, u. a. mit den Boom Boom Satellites, Basement Jaxx, Ryuichi Sakamoto.
Die Story ist ok ! Sie ist zwar nicht neu aber dennoch bietet sie eine gewisse Spannung. Wer denkt dies sei eine neuauflage des Animes von 1988 der irrt! Die Storys liegen zwar nahe beieinander aber dennoch sind es zwei unterschiedliche Geschichten! Man könnte diesen Film zeitlich gesehen vor dem 1988 erschienenen Appleseed einordnen, da er die Anfänge von Deunen in Olympus erzählt. Die Story ist geprägt von Action, gewaltigen Mecha Kämpfen und letztendlich doch noch irgendwo ein wenig Gefühl.
So, nun zu den Animationen: wie ich ja schon zu Anfang angemerkt habe, ist dieser Film für mich kein Anime im eigentlichen Sinne. Appleseed ist der erste komplett Computeranimierte Anime und das hat seine Vor- aber auch Nachteile! Es geht rasant daher, kein harken zwischen den rasanten Verfolgungsjagten und den zusammenstsürtzenden Häuserschluchten. Die Animationen sind sind einfach einwandfrei. Bis auf die unecht wirkenden Gesichter und Emotionen der Charas. Das ist das größte Mankel an diesem Film. Die Lippen bewegen sich alles andere als synchron und es sieht teilweise so aus als wenn sich der Mund nur halb so schell bewegt, wie der Sprecher spricht. Aber nichts desto trotz sind die Animationen einfach meisterhaft in Zsene gesetzt.
Was die Synchro angeht, bleibt nicht viel zu sagen außer das sie sehr gut gelungen ist. Es wurden wirklich sehr professionelle Sprecher ausgewählt, die sehr gut zu den einzelnen Charas passen! Besonders die Stimme von Briarius passt hervorragend zu dem großen musukulösem Cyborg!
Fazit: Appleseed ist ein Meisterwerk in der Animationsgeschischte und hat mit seinem Erscheinen eine neue Sparte des Anime gegründet. Für jeden, der sich Anime Fan schimpft ist dieser Film ein Pflichtkauf und für jeden nicht Anime Fan sollte dieser Film trotzdem interesannt sein denn wer vor ein paar Jahren Final Fantasy geschaut hat, der sollte sich diesen Film erst recht anschauen, denn Appleseed stellt diesen weit in den Schatten!
Mit "Anime" im klassischen Sinne hat das ganze nicht mehr viel zu tun: Die Ausdrucksstärke von klassischen Anime-Zeichnungen ist komplett verloren gegangen. Die Protagonisten wirken tatsächlich wie eine Ansammlung von Gliederpuppen. Durchaus gut animiert aber nur was die Körperbewegungen angeht.. Die Gesichtsanimation wirkt dagegen so extrem schwach, dass man sich schon fragt, ob das künstlerische Absicht war (nur, zu welchem Zweck?), oder Unvermögen. Die Lippen bewegen sich dagegen so undeutlich und schwach, dass keine Synchro dazu recht passen will.
Eigentlich könnte dieser Film direkt aus Hollywood stammen:
Von "typisch japanisch/asiatischer" Optik ist kaum etwas übriggeblieben, wenn man von der Cell-Shading-Optik mal absieht.
Ansonsten geht der Film glatt in Bezug auf Optik, aber mehr noch
der Handlung, komplett als Mainstream-Werk aus den USA durch..
wenn man es nicht besser wüßte.
Die Handlung ist schlicht und ergreifend "seicht", keine Komplexität, kaum Hintergründe. Ich kenne den Manga jetzt
nicht, habe aber kaum Zweifel daran, dass hier die Handlung wesentlich komplexer war.
Im Film ist fast alles vorhersehbar. Es werden Elemente
aufgewärmt, die man schon x-mal gesehen hat...
(Vorsicht, im folgenden "Spoiler":")
Amulette, die Geheimnisse bergen, Rettung der Helden mit einem
Sprung von der Plattform im Meer, mit anschließendem Anspülen am
Strand, gefolgt von einer Herz-Schmerz-Szene.... (inklusive
erbarmungswürdigen Husten eines fast dahinscheidenden
Protagonisten) usw., Charaktere, die Geheimnisse haben
und denen man das schon an den Reaktionen innerhalb der
ersten 45 Minuten ansieht.....
Handlungsfäden (wie der um das Militär) werden plötzlich abgeschnitten, manche Charaktere nicht mal in einer Szene irgendwie charakterisisert (Nike..) usw. usw.
Da rettet auch unsere Protagonistin, mal wieder eine Form
der "Kampf-Amazone" nur mit kurzen Haarputz, nicht viel.
Symphatie mit den Hauptpersonen kommt kaum auf.
Als Zuschauer bleibe ich seltsam unberührt.
Als Action-Feuerwerk und Technologie-Demo ist der Film durchaus zu gebrauchen (erinnert sich jemand noch an Final Fantasy: Die Mächte in dir? Da war es ähnlich... Aber da wirkten die Charaktere fast brauchbarer..).
Das Anime-Fest, wie einige aber prophezeit hatten, ist es aber nicht geworden.
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