"Mein Traum-Handy" oder eher gesagt ein Smartphone, dass wahrscheinlich später mit Hilfe von verschiedenen Applications ("Apps") auch Kaffee kochen kann. Was heute alles möglich ist - unglaublich!
Der Reiz, mir ein iPhone zuzulegen, besteht seit der Einführung des "iPhone 3G", aber etliche Bedingungen (z.B. Vertragszwang seitens T-Mobile) hatten mich davor immer wieder abgeschreckt und letzendlich zum Kauf allerlei Konsorten gezwungen. Ich weiss zwar nicht, ob es die eigenwillige Psyche war, weshalb mich die Konsorten nicht überzeugen konnten, aber ich bin glücklich, nach dem 3G zwei weitere Generationen abgewartet zu haben.
Mit ein wenig Recherche und den Voraussetzungen kann man ganz einfach den Zwangsvertrag in Deutschland umgehen und sich ein Exemplar aus England importieren. Dieser bindet sich weder an einen Laufzeitvertrag, noch an einem SIM-Lock: Einfach bestehende Karte einsetzen und los geht's!
Die Euphorie mit der Ankunft des iPhones war immens groß. Die edle und kompakte Verpackung ist schlicht; der Aufdruck des Apfels jedoch lässt das Herz schneller schlagen. Beim Öffnen der Verpackung springt einem sofort das Eigentliche in Auge; eine Etage tiefer gibt es einen Kopfhörer mit Fernbedienung, einem USB-Kabel sowie einem Netzteil (dieser zwar gemäß England-Import als deren Aufstecker, aber Adapter gibt es für etwa ¤ 2,-) und jeglichen Gebrauchsanweisungen mit zwei Apfel-Stickern.
Das iPhone 4 läuft lediglich mit der neuen Generation der SIM-Karten: Micro-SIM. Dieser neue Standard begrenzt sich bis auf die Grundfläche des SIM-Chips (goldene Kontaktfläche) und muss ggf. zurecht geschnitten werden oder beim Vertragspartner (gegen eine Gebühr) geordert werden. Zahlreiche (gute) Anleitungen gibt es im Internet genug - ist fast ein Kinderspiel.
Dann kann es mit der "Spielerei" losgehen, denn Apple liefert seine Smartphones mit 40% Akkuleistung von Werk aus.
Das Design hat sich im Gegensatz zum Vorgängermodell deutlich geändert. Es ist zwar Geschmackssache, ob man die typische Rundung auf dem Rücken der alten iPhones besser findet oder nun die glatte Variante beim iPhone 4. Meiner Meinung nach finde ich das jetzige Design viel besser, da dadurch einfach mehr das luxuriöse zur Geltung kommt anstatt bei der gewölbten Form. Vorder- und Rückseite des iPhones sind jeweils mit "Gorilla-Glas" beschmückt und man hat nicht mehr das Gefühl - was allzu häufig bei anderen Herstellern der Fall ist -, einen Plastikbomber in der Hand zu halten. Darüber hinaus verfügt das Gerät natürlich über eine Hörmuschel, einem Mikrofon, Front- und Hauptkamera mit Blitzfunktion sowie Lautstärketasten und Stummschalter an der Seite des iPhones.
Beim Einschalten des Displays und dem Erscheinen des Firmenlogos kommt schon der erste "WOW!"-Effekt, weil man vermutlich bis zu diesem Zeitpunkt nicht ein so brillantes Display mit so einer Auflösung gesehen hat:
Das Retina-Display ist nämlich so scharf, dass das menschliche Auge die vorhandene Pixelanzahl nicht wahrnehmen kann. Das hat natürlich positive Folgen, denn das menschliche Auge ist nicht mehr dazu in der Lage, "Treppchenbildungen" oder "Kästchen" zu sehen, die natürlich beim Zoomen etc. des Öfteren so ein Problem waren. Zahlreiche Test-Videos können dies belegen.
Bilder und Videos, die erfreulicher Weise jetzt in HD-Qualität aufgenommen werden können, sehen auf dem Display noch ein weites Stückchen besser aus als gewohnt - auch Nachtbilder! Die Aufnahmen können wahlweise mit der Front-VGA-Kamera oder dem Hauptkamera auf dem Rücken des iPhones aufgenommen werden - beim Letzteren beträgt die Auflösung 5 Megapixel.
Die neue Generation des Telefonierens "FaceTime", welches zur Zeit noch iPhone 4 exklusiv ist, funktioniert demnach auch nur mit iPhone 4 (beide Gesprächspartner) und einer vorhanden WiFi-Verbindung. Da in meinem Bekanntenkreis leider keiner einen iPhone 4 hat kann ich zu diesem Zeitpunkt diese Funktion nicht bewerten.
Der Akku hält nach Angaben von Apple und Usern, die zuvor auch das iPhone 3GS besaßen, deutlich länger und wird einem Smartphone-Akku gerecht, was Anruf- und Stand-by-Zeiten angeht. Auch dies kann ich nicht beurteilen, weil ich kein 3GS besaß, jedoch kann ich deutlich erfreut berichten, dass die Akkulaufzeit recht ordentlich ist und einiges durchhält.
Die gewohnte iPod touch- und iPhone-Software lädt man sich bei iTunes herunter und registriert nebenbei sein Smartphone bei Apple - von nun an ist iTunes die "Mutter" für das iPhone, welche die Einzige ist, das Gerät ordnungsgemäß mit verschiedenen Inhalten zu versorgen. Als USB-Stick für Datentransport kann man das iPhone nämlich nicht nutzen und auch ohne iTunes keine Inhalte draufpacken. Für viele ein dramatischer Punkt, aber iTunes kann wohl überzeugen.
Das Telefonieren mit dem iPhone wird oftmals vernachlässigt, weil man sich über bestimmte soziale Netzwerke auch kostenlos (Internetverbindung erforderlich) unterhalten kann - demnach spielt es keine Rolle, ob man per WiFi oder draußen unterwegs mit 3G ist. Für die Leute, die trotzdem mehr telefonieren als in sozialen Netzwerken Konversationen führen, gibt es erleichternde Informationen: Das "Calling" wurde beim iPhone 4 nicht außer Acht gelassen. Man war stets danach bestrebt, die Hauptfunktionen eines "Handys" gut aufzubauen: Demnach ist neben dem Mikrofon ein weiteres installiert, welches für Rauschunterdrückung zuständig ist, um so ein glasklares Telefonat führen zu können.
Die Schnelligkeit des Internets hängt immer an zwei Faktoren: Erstens die Leistung des Smartphones und zweitens am Netzbetreiber. Führen erst beide ihren Job gut aus, kann man von einer guten Netzabdeckung sprechen. Ich nutz zur Zeit BASE, welche zwar nicht die besten Netze aufweisen, aber ich bin völlig zufrieden mit dem Seitenaufbau und mit meinem vorhandenem Netz. Man muss dazu aber auch sagen, dass ich bisher keine Probleme mit der Antenne habe, die viele Apple-Hasser mal so richtig dramatisieren. Ich hatte bisher in den 2 Monaten gar kein Anruf-Abbruch oder Netzlosigkeit. Es kann zwar sein, dass es mal vorkommt, aber dies ist dann wirklich ein Bruchteil und Apple tauscht diese Geräte auch selbstverständlich um.
Alles andere ist gleich geblieben: Die iPod-Funktion, die gleich mit dem iPod touch ist, ist sowieso genial und intuitiv. Überschaubar ist alles durch verschiedene Anordnungen wie Alben, Titel, Interpreten oder Genre. Wenn man das iPhone waagerecht hält bekommt man sogar alle Alben in einem Überblick, die seitlich nach rechts oder links hin und her gescrollt werden können. Intuitiv und überschaubar, aber auch spielerisch.
Die tatsächliche Festplattenkapazität nach dem Installieren der Software beträgt 14 GB beim 16 GB Modell. Dies ist meiner Meinung gut gelöst und für mich indiviudell völlig ausreichend. Wer ein Iphone mit 32 GB hat zwar mehr Platz, aber ob er dann wirklich alles braucht, ansieht und hört, sei mal dahin gestellt - außerdem entsteht so leichter eine Unüberschaubarkeit, aber das sollte jeder für sich selbst entscheiden. ;-)
Fazit: Am Anfang sprach ich von einer Euphorie, die, wie Sie selbst bestimmt auch erkannt haben, immer noch Bestand hat. Es ist zwar deutlich teurer als ein normales Smartphone, aber nicht alles ist Apple und iPhone. Die Bedienung ist einfach hervorragend und die Funktion, Apps aus dem App-Store herunterladen zu können, einfach genial. Darüber hinaus gibt es tausende verschiedene Möglichkeiten, die allein mit den Apps aus dem Appstore ermöglicht werden.
Wer jemals ein iPhone hatte möchte nicht mehr zur "Konkourrenz" wechseln - ganz sicher!