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Apple Venus - Vol. 1
 
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Apple Venus - Vol. 1

Aviv Geffen, XTC Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (30. Juli 2006)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Cooki (Hoanzl)
  • ASIN: B000023Y1S
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 174.613 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. River Of Orchids
2. I'd Like That
3. Easter Theatre
4. Knights In Shining Karma
5. Frivolous Tonight
6. Greenman
7. Your Dictionary
8. Fruit Nut
9. I Can't Own Her
10. Harvest Festival
11. The Last Balloon

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wegen ihres Prozesses um einen Plattenvertrag war Apple Venus Volume One das erste Album von XTC mit neuem Material nach fast sieben Jahren. Die verbleibenden zwei Künstler (Andy Partridge und Colin Moulding) schienen ihre Auszeit genutzt zu haben, um in Gärten zu lustwandeln, sind doch ihre Texte voll von Früchten, Nüssen, Löwenzahn, Orchideen, Sonnenblumen und Erntedank. Auf Apple Venus kommen XTC dem komplizierten, üppigen Sound der Beach Boys auf Pet Sounds und der Beatles auf Sgt. Pepper am nächsten (und wer Skylarking von 1986 kennt weiß den Stellenwert dieser Aussage einzuschätzen). Celli, Flöten und andere anspruchsvolle Instrumente mehr liefern den Hintergrund für die blumigen Texte. Das neckische "I'd Like That" ist eben der unaufdringliche Popsong, den Partridge bis dahin nie zustande gebracht hatte. Nur "Your Dictionary" ist nicht eitel Freude und Sonnenschein; hier wimmelt es von schmutzigen Wörtern, die Partridge, ganz der englische Gentleman, aber nur buchstabiert. Dies ist weder ein essentielles, noch ein innovatives Album. Aber es ist ein solides, schlüssiges Werk eines der künstlerischsten Künstler des Rock. --Bill Crandall

AUDIO

Die Story von Eva und dem Apfel ist Asbach uralt. Doch auch Musikfans, die sich weder für Schlangen noch für Obstbau interessieren, werden feststellen: "Apple Venus - Volume 1", das klingende Statement, das die beiden Briten Andy Partridge und Colin Moulding alias XTC nach dem Weggang von Gitarrist und Keyboarder Dave Gregory kredenzen, ist fast eine Sünde wert. Ein paar Mark allemal. Die Qualität scheint unter dem Personalabbau nicht gelitten zu haben. So spannt diese "Apfel-Venus" den stilistischen Bogen von wohlarrangierten Streicher-Pizzicati ˆ la Rupert Hine ("River Of Orchid") bis hin zu einigen verdächtig an Paulchen McCartney erinnernden Ohrwürmern ("I'd Like That"). War der Vorgänger "Nonsuch" (1992) noch vom Wavepop dominiert, so kann man bei "Apple Venus" den Zusatz "Wave" guten Gewissens streichen: Das ist klassischer Pop vom Feinsten, Musik, bei der Kopf und Herz im Einklang stehen und das Handwerk stimmt. Sieben Jahre lang machten XTC Pause - und stritten sich mit der Plattenfirma, zum Beispiel über Live-Auftritte. "Die Musikindustrie scheint zu glauben, daß eine Band nicht existiert, wenn sie nicht auf Tour geht", meint Gitarrist und Sänger Partridge. Er weigert sich seit 1982 konstant, XTC aus der Tonkonserve auf die Bühnenbretter zu bringen. "Wir wollen einfach unsere Musik machen. Die Leute sollen das einsehen und sich unsere Platten anhören." Das kann man akzeptieren. Schließlich sind wir nicht bei Peter von Frosta - die musikalische Paella von XTC hat so gar nichts mit Tiefkühlkost gemein, vielmehr schmeckt sie ungemein frisch. Die neue Company meint: "XTC übersetzen Pop jenseits von postmoderner Hybridität und retrospektiver Verwirrung in eine einzigartige Balance aus Kunst und Popularität." Kapiert? Wir nicht. Aber wir grübeln noch - und vermelden schon mal: "Apple Venus" ist eine tolle Scheibe. Mit wunderbaren Pop-Songs, feinsinnig arrangiert, superb produziert sowie mit einer Menge überraschender Einfälle. Und hoffentlich folgt "Volume 2" nicht erst in sieben Jahren. Musik: ´´´´´ Klang: ´´´´
©Audio

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Diese CD habe ich 1999 durch Zufall entdeckt - das Album hat mich umgehauen! Der Opener ist sehr verspielt, aber bereits hier fällt die hervorragende Produktion und das exquisite, beatlesque Songwriting auf. Scharfsinnig auch die Texte, insbesondere das Scheidungslied Your Dictionary (F-u-c-k is that how you spell love in your dicitionary?). Last Balloon melancholisch und nachdenklich, Harvest Festival eine Kindheitserinnerung voller Nostalgie und Sehnsucht. Höhepunkt: Easter Theatre. Gänsehautmusik. Mit ein paar Jahren Abstand ist die Platte weiter gereift. Partridge ist recht dominant, aber sein Partner Colin Moulding weiß Gegenakzente zu setzen, die ebenfalls überzeugen können. Meisterlich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pretty Sounds 15. März 2000
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Die geniale Verspieltheit von Pet Sounds, vertrackte Beatles-Melodien und bissige Texte - Apple Venus zeigt die zum Duo geschrumpften XTC kurz vor der Jahrtausendwende noch einmal in Bestform. Einzelne Songs hervorzuheben wäre müssig, das Ganze ist sowohl als passender Soundtrack für jede Tageszeit und zu jeder Gelegenheit als auch als Lehrstück für das zu werten, zu was Pop-Musik eigentlich in der Lage sein sollte, setzt man als Musiker eher auf die eigene Kreativität denn auf vorprogrammierte Keyboard-Patterns. Die hervorragende Aufnahmequalität macht Apple-Venus zusätzlich zum Hörvergnügen. Dass Andy Partidge für sein Meisterwerk auch diesmal keinen Echo abbekam, ist angesichts des Zustandes der Branche durchaus als Ehre anzusehen, genauso wie er wohl auf ewig in der sogenannten Hall of Fame ein Nobody bleiben wird. Dabei ist allein eine Nummer wie "Your Dictionary" mehr wert als alle Clapton-Scheiben der 90er zusammengenommen. Aber das Lied können auch andere singen, und hoffentlich läßt er sich davon nicht abhalten, weiter ins Studio zu gehen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Perfekt 25. August 2010
Von Sascha
Format:Audio CD
Nach sieben Jahre Streik-Pause (äh: soll heißen; XTC haben sieben Jahre gestreikt und nicht sieben Jahre Pause vom Streik gemacht...), was dem Konflikt mit ihrer Plattenfirma geschuldet war, erschien dieses Werk (1999). Es gab einige Querelen mit den diversen Produzenten und Langzeit-Mitglied Dave Gregory stieg während der Aufnahmen auch noch aus, weil er sich zuwenig einbringen durfte. Soviel zu den äußeren Umständen.
Zur Musik: Um es kurz zu machen; ein Meisterwerk an avantgardistischen Pop. Delikat arrangierte Songs mit vergleichsweise wenig Gitarren und Drums, dafür oft Streicher und dezente Bläsereinsätze. Aber nichts davon ist überproduziert oder, wie es XTC ja oft gerne machen, den Hörer mit zu vielen Ideen auf zu wenig Raum überfordernd; alles ordnet sich diszipliniert dem jeweiligen Song unter.
"Knights In Shining Kharma" z.B. ist geradezu skelettiert und lebt in seiner sakralen Stimmung nur durch eine malerische Klangfarben erzeugende E-Gitarre plus ein Vibraphon und eine eindringlich-festliche Gesangsmelodie, ohne süßlich zu werden. Simon & Garfunkel in gut sozusagen...
Der grandiose und gewagte Opener "River Of Orchids" fängt mit leisem Pluckern an, bevor abgehackte Trompetentöne und Violinenzupfer eine rhythmisch anspruchsvolles Fundament liefern, über die Andy Partridge leicht gequält seinen komplexen Text wirft. "Easter Parade" und "Harvest Festival" hingegen sind lupenreine, eklektizistische Kammer-Pop-Perlen, "Green Man" kann man fast als fröhlich bezeichnen, während "Your Dictionary" eine düstere Abrechnung mit Partridge's Ex-Frau ist. Bassist Colin Moulding steuert seine üblich lockeren zwei Nummern bei, die das doch etwas introvertiert-katharsische Gesamtbild an den richtigen Stellen aufhellt. Und immer wieder tauchen interessante Stellen und Wendungen in jedem Song auf, die einen ein ums andere Mal überrascht stehen bleiben lassen.
Insgesamt also eine Erste Sahne-Kollektion perfekter, liebevoll gestalteter, intelligenter und gekonnt in Szene gesetzter Musik. XTC's sorgfältigste und beste Platte. Absolut preisverdächtig, aber natürlich kommerziell ein Flop. Auch, weil sich keine potentielle Single anbietet. Das ist einfach ein in sich geschlossenes, hochwertiges Album, wie es sie selten gibt.
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