Nach dem Kauf des iPod touch und iPhone 4 war ich von der Bedienung und Innovation derart positiv beeindruckt von Apple, sodass ich mir dachte: "Warum auch kein Laptop von Apple?". Wobei ich sagen muss, dass ich wirklich einen Laptop gebraucht habe.
Typisch Apple kommen die Produkte in einer wirklich sehr edlen und schönen Verpackung - nicht anders als hier beim MacBook. Das Herz schlägt schon schneller beim Auspacken des Gerätes, wobei der Lieferumfang zusätzlich keine Wünsche offen lässt: MacBook, Netzteil (mit kurzem Aufladekabel sowie einem zusätzlichen Verlängerungskabel; insgesamt etwa vier Meter lang), Mac OS X Snow Leopard Betriebssystem (inklusive iPhoto, iMovie sowie Garage Band), Hardware-Check-DVD, detaillierte Bedienungsanleitungen.
Das MacBook überzeugt mit dem Motto "Weniger ist mehr": Erst die geniale Schlichtheit verleiht dem MacBook die wirkliche Genialität. Mit der LCD-Hintergrundbeleuchtung wird das Leuchten des Apple-Symbols auf dem Deckel des MacBooks ermöglicht; was jedoch nicht heissen soll, dass die LCD-Hintergrundbeleuchtung nur dafür ausgelegt ist. Zusammengeklappt ist das MacBook wirklich sehr flach und wiegt auch nicht viel. Auf der linken Seite befinden sich der Anschluß zum Aufladen, eine Büchse für kabelverbundenes Internet, zwei USB-Anschlüsse sowie einen Kopfhörer-Anschluß, der für gewöhnlich auch für externe Boxen geeignet ist. Auf der rechten Seite befindet sich das DVD-Laufwerk, welcher weder rausfährt noch -springt: Der Datenträger wird eingeschoben.
Auf dem Deckel, in der Mitte über dem Display, befinden sich WebCam sowie Mikrofon. Das WebCam kann im Vergleich zu anderen Laptop-WebCams wirklich sehr tolle Fotos machen und Videos drehen. Die Echtzeit-Übertragung in sozialen Netzwerken klappt demnach auch ruckel- und einwandfrei.
Solange ich im Hause bin kann ich die Helligkeit des Displays auf die niedrigste Stufe einstellen - gerade bei dem trüben und dunklen Winterwetter ist dies kein Problem. Jetzt kommt's: Ich hatte den Akku des MacBook gestern Abend vollständig aufgeladen und habe ihn eben angemacht. Restzeit: Wahnsinnige 12 Stunden und 7 Minuten (!) werden derzeit bei mir angezeigt - und der Akku hat sich wirklich noch nicht richtig entfaltet (ist mein dritter Ladevorgang; erst nach 5-8 mal vollständigem Akku-Verbrauch und Akku-Ladevorgang erreichen Akkus die höchste Kapazität). Ich bin einfach nur überwältigt...
Auch der Sound weiß richtig zu überzeugen: Während ich die Lautsprecher von dem Laptop meiner Schwester bisher gegen gute Lautsprecher-Boxen umtauschte oder gar völlig darauf verzichtete, kommt mir beim MacBook nicht einmal der Gedanke, periphere Geräte mitzuschleppen. Kein Rauschen, kein Blechern, keine Dumpfheit. Einfach nur genial; egal, welche Musik ich abspiele (ich höre wirklich alles): Es klingt alles so fantastisch und eben so, wie Notebook-Lautsprecher sich anhören sollten.
Beim ersten Einschalten des MacBooks kommt wie gewohnt der angebissene Apfel in einer gestochen scharfen Auflösung. Das ist für Apple-Kenner und -Liebhaber ein Moment des Schmunzelns, für alle anderen vermutlich der "WOW!-Effekt". Wie bei allen anderen Betriebssystemen auch sind zum Start einige Informationen des Halters notwendig - vielleicht auch etwas mehr als bei den anderen Betriebssystemen, aber man sollte bedenken, dass man zeitgleich, mit den angegebenen Informationen, sein MacBook bei Apple registriert und somit von der Garantie Gebrauch machen kann.
Eine Installation des "Mac OS X Snow Leopard" ist nicht notwendig, denn das Betriebssystem ist schon vorinstalliert und die Festplatte formatiert und konfiguriert - fehlt also nur noch die Personalisierung.
Mit der Personalisierung kann es auch schon sofort losgehen, denn Apple liefert seine Produkte mit 40% Akku aus. Die gewöhnlichen Basics bei einem Betriebssystem - Rechner, Wetter, Kalender etc. - sind selbstverständlich vorinstalliert. Die Zusatzprogramme, die Apple auch derzeit in ihrem neuen Mac Store verkauft, sind ebenfalls bereits im Betriebssystem enthalten (iPhoto, iMovie, Garage Band).
Als langjähriger, erfahrener Windows-Nutzer seit etlichen Jahren ist der Umstieg natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber lohnenswert: Schon nach kurzer Eingewöhnungszeit dachte ich mir, dass ich mir das Leben mit dem Windows-Betriebssystem echt schwierig gemacht habe. Klar, es bedarf an Zeit, Geduld und Experimentierungen, bis man das alles lernt, einprägt und einsetzen kann, aber das ist nun mal beim Eingewöhnen so.
Danach geht schon so ziemlich alles wie geschmiert. Das Andocken und die Synchronisierung von Apple-Produkten stellt auch kein Problem dar - verständlich, aber auch nicht Apple-Produkte, wie z.B. USB-Sticks, Drucker, Lautsprecher, Mobiltelefone etc. konnte ich ohne Probleme anschließen und auch verwenden. Dies bezüglich habe ich des Öfteren von enttäuschten Menschen gehört, jedoch weiß ich nicht, was diese falsch gemacht haben. Wie gesagt: Bei mir ohne Probleme und Zickereien.
Fazit: Abwertende Argumentation gegen das Macintosh-Betriebssystem wie "Macintosh hat nicht annähernd so viel Software wie Windows" sind völliger Quatsch! Ich für meine Bedürfnisse habe mittlerweile mein MacBook so personalisieren können, dass jede weitere Installation für mich nicht mehr "Must-Have" sondern "Can-Have" ist - damit möchte ich sagen, dass ich eben alles, was ich auch bei Windows zum Arbeiten, Spielen, Programmieren, Designen etc. gefunden und zusätzlich noch glücklicher mit "Aperture", "iPhoto" sowie "iMovie" und vielen anderen "Applications" bin als mit Windows.
Lasst Euch daher nicht vom Preis erschrecken - der ist wirklich eindeutig rechtfertigt!
Absolute Kaufempfehlung daher meinerseits.