Das neue MacBook Pro, endlich steht es bei mir auf dem Tisch. Vielleicht liegt meine Freude darüber darin begründet, dass ich erst seit Ende April 2010 Mac Nutzer bin und ich mich noch nicht so wirklich daran gewöhnt habe, dass diese Art zu Arbeiten normal sein soll.
Nach iPad und iMac (April) wollte ich nun komplett Windows entsagen und bestellte das neue MacBookPro. Warum dieses MacBookPro? Es hat eine beleuchtete Tastatur (die erste seit ich Notebooks verwende und ich muss sagen, das ist fantastisch auch mal im Dunkeln alle Buchstaben zu erkennen), die Ausstattung vom Speicher ist besser als bei dem kleinen Macbook und die MacFernbedienung funktioniert mit diesem Gerät einwandfrei. Kleinen MacBooks haben keinen IR Empfänger mehr. Ebenso genial ist das Alu Unibody Gehäuse. Wer es mal in die Hand genommen hat wird wissen was ich meine. Stabil, robust und scheinbar unempfindlicher als die Plastikverkleidungen anderer Hersteller. Dennoch habe ich dem Rechner eine Tucanon Second Skin verpasst. Denn wenn man es auspackt hat man sofort den Wunsch dieses Gerät zu pflegen, da es wirklich wertvoll und edel rüberkommt.
War ich schon beim iMac über die Verpackung überrascht, hat mich Apple beim MacBookPro nochmals überrascht. Die Verpackung ist mit einem etwas breiteren Aktenköfferchen vergleichbar. Dennoch ist alles enthalten was man braucht. Rechner, Netzteil, CDs und ein Tuch zum reinigen des Displays. Allein sowas wie die Zugabe eines Reinigungstuchs lässt mich immer wieder seufzen und der Gedanke drängt sich auf, warum sotwas bei anderen Herstellern nicht auch Standard ist. Man hat einfach, das Gefühl, dass Apple seine Produkte liebt und diesem den Kunden zeigt. So hat man das Gefühl ,dass alle Entwickler die Geräte auch im täglichen Leben einsetzen und jede Verbesserungsmöglichkeit sofort einfließen lassen. Allein der MagSafe Stromanschluss. Bei Apple schon länger Standard wird man bei anderen Herstellern sowas wohl noch lange nicht finden.
Nachdem man den wirklich edlen Laptop am Tisch stehen hat und das erste Mal einschaltet kommt der Einrichtungsassistent und wie gewöhnlich ist man nach ca.20 Minuten fertig. Mit allem. Ja mit allem.
Was mir allerdings diesmal die Schuhe ausgezogen hat, war die Möglichkeit mit Hilfe von Timemachine mein iMac Nutzerkonto auf das MacBook zu übertragen. Vorher nie gemacht, aber gewillt es zu probieren, hab ich die Festplatte angeschlossen und die Timemachine Platte ausgewählt. 1Stunde bis Fertigstellung. Na super, 60 Minuten für ein paar Dokumente und Einstellungen, Musik und Bilder hab ich ja ohnehin extern gespeichert. Anja. Na 60 Minuten wieder gekommen. Fertig. Vielleicht noch zu erwähnen, dass ich meinen Nutzernamen ein wenig ändern musste, da 2x das Gleiche mag er nicht. Egal, der Erstinstallationsname wird ohnehin wieder gelöscht und der andere dann umbenannt.
So anmelden' und nun traf mich fast der Schlag' mein MacBook war ein 1:1 Klon meines iMacs! Aber mit allem! Alle Daten, Programme, Einstellungen; Passwörter, sogar das dämliche Hintergrundbild war da. Mein iMac wurde im Netzwerk angezeigt und nach Eingabe von Nutzernamen und Passwort meines iMac Accounts war ich schon auf meinem Rechner und konnte auf alles zugreifen, sogar auf die externen Festplatten. Genial.
Keine Neuinstallation, gar nichts war mehr nötig. Stunden wurden mir so erspart. Dann konnte ich ds MacBook zumachen und mit der Freundin Essen gehen. Die hat es auch nicht glauben können. Wie schon fertig, dachte du sitzt da wieder das ganze Wochenende'
Nun und das ist genau der Punkt der mir die Apples so sympathisch macht. Einschalten, Arbeiten, ausschalten. Fertig. Alles andere ist Windows ABM. Aber hier nicht mehr nötig.
Ws das Arbeiten betrifft habe ich nun eine mobile Version meines iMac. CS5, LR, iWork, IMovie alles rennt flott und fein. Freude pur. USB, Firewire, MiniDVI-Out und SD Karte Links, DVD rechts. Fertig, das wars und mehr braucht man auch nicht. Auf der 250GB Platte ist auch noch massig Platz :-)
Was einige als Kritikpunkt nehmen ist eine geniale Idee. Der MiniDVI kann mit verschiedenen Adaptern an verschiedene Geräte angeschlossen werden. So verbindet sich mein Book mit dem Projektor, oder mit einem HDMI Adapter mit dem TV. Und im übrigen geht das anstecken, einschalten, Bild betrachten (vielleicht noch andere Auflösung wählen) und das wars auch schon. Gefummel wie zu Windows Zeiten gibt's nicht mehr.
Klangqualität der Speaker ist verdammt gut, und ich komme von einem Win-Lappi mit Harman-Kardon Lautsprechern'.
Das Display ist fantastisch. Die Farbtreue ist einmalig. Ich habe auf noch keinem besseren Display meine Fotos bearbeitet. Apple bring auch gleich alles für eine Kalibrierung mit. Wunderbar. Ich habe dennoch mit einem Spyder nachkalibriert. Fantastisch. Meine Fotos sind farblich derart genau, dass entwickelte Fotos identisch mit der Ansicht am iMac sind. Unglaublich. Videos sehen ebenfalls hervorragend aus. DVDs, Mov,MP4 werden von Haus aus abgespielt. Der Quicktime Player ist ein echter Genuß. Kein Vergleich zum Windows Pendant oder MediaPlayer.
Die Sensoren für Beleuchtung und Keyboard arbeiten fein und sinnvoll. Man kann sie aber mit Tools abstellen oder selber einstellen. Die Hotkeys machen alle was sie sollen. Mit anderen Worten. Auspacken, Einschalten, Arbeiten. So einfach ist es. Und bis vor 4 Monaten hätte ich es selber nicht geglaubt.
Um schnell noch zur Software zu kommen: Bis auf Aperture und PS Elements sind alle nach der Migration gelaufen ohne auch nur einen Piep von sich zu geben. Lediglich Aperture möchte nochmals die Seriennummer und PS Elements muss dazu mit einem Trick überredet werden, da der FlexLizenzmanager einen Fehler hat. Dazu löscht man einfach den Ordner:
/Festplatte/Library/Preferences/FlexNet Publisher
Zum Ende möchte ich noch einen kurzen Ausblick auf die Software geben und welche davon den Mac sinnvoll ausbaut.
iWork 09: Fantastisches Paket, habe mich dank diesem Produkt von Office verabschiedet und bereue es keinen Tag. Besonders Keynote stellt Powerpoint in den Schatten. Habe eine Firmenpräsentation mit diesem Programm innerhalb kürzester Zeit erstellt. Designtechnisch sind alle Programmteile auf höchstem Niveau, ebenso Pages. Numbers als Excel Ersatz kann ich nicht so beurteilen, bin kein Excel User, nur sporadisch.
Wer allerdings auf ein "klassisch" anmutendes Office nicht verzichten will, nimmtOpenOffice, dass sich nahtlos in die Aqua Oberfläche integriert.
Bento 3 als Datenbank ist für einen Home User sehr ausreichend und einfach zu bedienen. Somit hat man eigentlich alles abgedeckt.(iPad App gib es ebenfalls zur Sync)
Videoschnitt/DVD erstellen: Am besten mit iMovie und iDVD. Alles onboard. Ich habe mit iMovie meine HD Urlaubsvideos in kürzester Zeit verarbeitet. Der iMac kommt nicht mal ins Schwitzen. Sowas muss man gesehen haben. Es ist nicht mit Windows vergleichbar. Schnell wird hier neu definiert.
Internet: Firefox, Safari, Chromium, Opera - alles möglich, empfehle Chromium, als FTP Client Cyberduck
Fotos: iPhoto onboard, empfehle aber PS Elements 8 mit Adobe Bridge CS4 integiert, da hier die Ordnerstruktur mit Fotos erhalten bleibt. iPhoto kopiert alle Bilder in eine Datenbank. Wer mit Fotos in anderen Programmen arbeiten will, sollte iPhoto beiseite lassen. Aperture ist für Profis das Maß aller Dinge, ein fantastisches Programm, dass Einstellungen auch auf ein Foto "pinseln" kann. Meiner Meinung nach besser als Lighroom. Als besserer Bildbetrachter eignet sich Xee.
Brennen: Onboard vieles dabei, Roxio Toast ist aber das Maß aller Dinge, vergleichbar mit Nero. Das kostenlose Burn tut es aber auch. Ein ext. Brenner ist anschließbar, wenn Lighscribe möglich ist muss man nur die Lightscribe Host Software aus dem Internet laden und man kann mit dem LaCie Disc Labeler (Free) Lighscribe auf dem ext. Brenner brennen.
Finanzen: StarMoney läuft mit Hile eines Emulators, davon merkt man aber nichts. Kostenlos gibt es nativ das Programm Pecunia. Ein Steuerprogramm wie WISO wird man nicht finden. Hier bleibt nur Windows als parallel oder BootCamp Installation.
Instant Messenger: Skype & AdiumX, damit deckt man alles ab
Video/Audio Konvertierung: Adapter (Free) konvertiert jedes Format (Audio/Video) in ein beliebiges anderes. Fantastisch, vergleichbar mit SUPER/MediaCoder unter Windows, Handbrake und VLC (Achtung 64Bit Version suchen) sind ebenfalls häufig in Foren genannt worden.
Ansonsten findet man eigentlich für alles eine MacOSX Version. Man sollte nur darauf achten, dass die Version für 10.5 oder 10.6 von MacOS geeignet ist.
Wer noch eine externe Platte hat sollte sie für TimeMachine verwenden. Das wohl simpelste Backup für den Mac und gleich onboard mit dabei.
Ich hoffe man hat in diesem Text lesen können, dass eine Umstellung auf Mac kein Desaster oder Problem sein muss. Im Prinzip kann man nach einem Tag sofort seine Arbeit fortsetzen. Ich schreibe noch kurz eine Liste über sinnvolle Programme, die man leicht über google finden kann.
LaTeX mit TeXShop, DRI-Maker, Picasa (fantastische Bildverwaltung nativ laufend in MacOS), GimP, Hugin Panorama, Inkscape, iPhone Explorer (auch für iPad), Inkscape, Jing, Xee, Kompozer, NoobProof, TeamViewer, Zattoo, Stuffit Expander, TrueCrypt, Onyx, Parallels Desktop, LittleSnitch; theUnarchiver; Smultron, Caffeine; Connect360. Und wer gerne Tv mit DVB-T sieht der schaut sich mal den Equinux TubeStick an.
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