Begleitend zur Videorezension hier noch einiges, was es nicht mehr in das Video geschafft hat:
Getestet wurde mit der iOS Version 4.3. iOS 5 ist für den Herbst 2011 angekündigt.
Das iPad 2 stellt die neue Generation mobiler Computer dar. Und das System aus App-Store, iBooks und iTunes bietet abertausende von Möglichkeiten dieses Gerät zu nutzen. Solch ein mobiler Computer steht und fällt mit der Fülle und Qualität der Software.
Dank bereits 90.000 speziell für das iPad entwickelter Apps(Stand Juni 2011) und einer bisweilen recht anspruchsvollen Qualitätssicherung seitens Apple (die zugegeben nicht immer logisch funktioniert) findet sich für wirklich jeden Geschmack und jede Anforderung etwas passendes.
Der Großteil der Dinge, für die man einen Computer oder ein Notebook nutzt, lassen sich mit dem iPad ausführen, sowie vieles mehr, was man sich auf einem normalen Computer oder Notebook nicht hätte vorstellen können. Touchdisplay und Neigungssensoren sind hier ein Stichwort, welche dem iPad interessante Welten durch die Eingabemethodik ermöglichen.
Die flache Bauform bei gleich gebliebener Akkuleistung und das sehr angenehme Gewicht von unter 700 Gramm tun ihr übriges dazu, dass man das Gerät bald nicht mehr aus den Fingern legen mag.
Bei mir hält der Akku im Schnitt ca. 5 bis 7 Stunden, je nach dem was für Anwendungen ich ausführe.
Bei sehr aufwändigen Spielen schließe ich idR. das 10 Watt Power USB Netzteil an.
Übrigens: Auch mit dem "kleinen" Netzteil eines iPhone kann das iPad - sehr langsam - geladen werden. Z.B über Nacht.
An einem USB Anschluss am USB-Hub oder Mac/PC lädt es hingegen nicht.
Dem iPad fehlen - warum auch immer - die "Rechner", "Uhr", "Wetter", "Recorder" und "Aktien" Apps.
Im App-Store finden sich alternativ viele kostenfreie Programme, meine Favoriten sind allerdings die kostenpflichtigen Programme "Taschenrechner HD" und "World Clock HD", sowie "Voice Recorder". Warum Apple diese Programme, welche jedem iPod Touch und iPhone anbei sind, nicht installiert, wird wohl ein kalifornisches Geheimnis bleiben.
Das iPad 2 kann per Digital-AV-Adapter an einen HD-TV angeschlossen werden (Optional zu kaufen!) und bietet neben 1080p Video auch Digitalen 5.1 Dolby Digital Sound, welcher von einem Decoder/Receiver verarbeitet werden kann.
Die Druckfunktion "Air-Print" arbeitet derzeit nur mit HP-Druckern. Andere Drucker können mittels Druckerfreigabe und einem kostenpflichtigen Programm von einem PC oder Mac angesteuert werden. Hier herrscht dringender Nachholbedarf, seitens Apple.
Ebenso der allgemeine Datenaustausch, welcher noch oft einen Umweg über iTunes benötigt, sofern nicht "mobileMe", E-Mail oder z.B. WebDAV möglich sind. Aber hier setzt nun mal Apple seinen "Kreislauf" an. iTunes ist (noch) Dreh- und Angelpunkt, an dem sich teils die Geister scheiden. Mit iOS 5 soll sich das iPad (und das iPhone) vom Computer und somit auch von iTunes lösen. Näheres wird aber erst der Herbst 2011 zeigen.
Die große Frage, die sich nun mancher stellt: benötige ich denn nun das iPad 2, oder reicht nicht auch das iPad ?
Für alle, die ein iPad 1 besitzen: Wenn alle Apps flüssig laufen und man mit der Größe und dem Gewicht gut leben kann, gibt es keinen Grund zu wechseln.
Das iPad 2 ist zwar leichter, dünner und hat zwei Kameras, letztere sind aber wirklich nur für "Face Time" bzw. Video Telefonie geeignet und sonst wenig nützlich. Da das iPad 2 auch keine höhere Display-Auflösung bereit stellt, ist ein Upgrade meines Erachtens nach Luxus.
Wenn man noch kein iPad besitzt, sollte der Griff direkt zum 2. Modell gehen, um für die zukünftigen Software-Entwicklungen gerüstet zu sein.
Wenn man bereits ein iPhone 3GS/4 und z.B: ein Notebook oder Macbook (Pro) besitzt, ist ein iPad 2 ebenfalls ein Gerät, welches man nicht zwingend benötigt, aber es ist sicherlich ein angenehmes Bindeglied zwischen stationärem Computer und Smartphone, welches Platzsparend immer anbei ist und 90% aller Aufgaben abdecken kann.
Das iPad 2 kann auch als seriöses Business Gerät überzeugen, sofern das Business die iTunes Verwendung erlaubt. Hier haben sich bereits Firmen spezialisiert und bieten passende Lösungen um Richtlinien in Unternehmen einzubringen und eine zentrale Steuerung und Verwaltung des iPads zu ermöglichen.
Ich empfehle übrigens sich einen Kopfhörer für das iPad anzuschaffen, denn der eingebaute Mono-Quäker ist zwar nicht schlecht, doch richtige Freude kommt nur im Stereo-Betrieb auf. :-) Viele Spiele bieten gute Soundeffekte und tolle Atmosphären, die sonst ungenutzt verpuffen.
Im iPad 2 Wi-Fi werkeln neben dem 3-Achsen-Gyrometer und Beschleunigungssensor noch ein Digitaler Kompass und Bluetooth 2.1 EDR.
Die Standortermittlung erfolg über WLAN-Hot-Spots und die entsprechend gepflegte Datenbank, welche in jüngster Zeit für so viel Aufsehens sorgte.
Die Ermittlung des aktuellen Standorts war bei mir teils auf wenige Meter genau, selbst an Orten, an denen ich es nicht vermutet hätte. Und das ganz ohne GPS-Chip.
Mein Fazit: Wer sein iPad mit WLAN betreiben will und im Freien kein Internet benötigt oder z.B. über das iPhone per Tethering den Zugang zum weltweiten Netzwerk bekommt, kann sich unbesorgt das iPad 2 Wi-Fi zulegen. Die Variante mit 32 GB stellt einen guten Kompromiss aus Platzangebot und Preis dar. Die 16 GB Variante ist schnell gefüllt und daher wenig attraktiv. Die Preise für die 3G Modelle sind recht hoch und natürlich kämen noch Kosten für einen Datenvertrag hinzu. Hier muss man den Nutzen für sich entscheiden.
Auch wenn Apple seine Nutzer in einigen Dingen gängelt und hier und da noch Verbesserungspotential besteht, kann ich dem iPad 2 nur die volle Punktzahl von 5 Sternen geben. Die Konkurrenz der Android-Systeme holt zwar auf, bietet aber immer nur in gewissen Teilbereichen einen Vorteil.
Und das Angebot des App-Store ist in seiner Auswahl und Umfang bisher nicht zu topen.
Das iPad 2 ist ein ultramobiler Computer mit hoher Akkulaufzeit, geringem Gewicht, hoher Verarbeitungsqualität und einem innovativem Betriebsystem.
Die Masse an nutzbarer Software bietet ungeahnte Möglichkeiten und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Für mich der perfekte Computer für alle, die sich nicht mit Computern auseinander setzen wollen und ihr Gerät am liebsten immer dabei haben möchten.
Kritikpunkte, die ich am iPad 2 sehe, sind die "so gerade noch ausreichende" Auflösung des Displays und die magere Leistung der Heck-Kamera. Diese bietet _sogar_ ein 5-Fach "Digitalzoom" - mit andern Worten einen Ausschnitt aus mageren 0,7 MPx - wozu nur?