Das frage ich mich jedesmal, wenn ich den iMac anschalte. Ich war seit Jahren Windows Nutzer, habe wohl alle Höhen und Tiefen mit diesem OS erlebt und kann sagen, dass meine Entscheidung zu Apple zu wechseln, die eher aus Neugier als aus Notwendigkeit geschah, die beste Entscheidung in meinem PC Leben war. Um es deutlich zu sagen ich bin kein Apple Nerd oder Freak, sondern jemand, der sich sein PC System nach den Kriterien aussucht, die die beste Lösung für meine Bedürfnisse darstellt. So blieb ich jahrelang bei Windows mit kurzen Ausflügen zu Linux (besonders beim Netbook). Durch Zufall war ich in der ersten Aprilwoche in New York und wollte eigentlich nur den Apple Store fotografieren, doch ich verließ den Store mit einem iPad, dass mich als Fotografen derart in der Fotodarstellung fasziniert hat, dass es einfach mitgenommen werden musste. So kam ich nach einem iPod zu meinem ersten anspruchsvolleren Produkt. Nachdem ich durch die ständige Benutzung des iPads mehr und mehr von der Philosophie Apples begriff, entstand die Neugier, ob auch die Rechner ähnlich komfortabel sind. Da ich ohnehin einen Tischrechner wollte, entschied ich mich gegen den Windows Tower und Griff zum iMac in der kleinsten Liefervariante. Durch zusätzliche Recherchen bestellte ich noch iWork 09 und Aperture sowie die Datenbank Bento 3 dazu.
Der iMac kommt in einer schicken weißen Tragebox, im üblichen stylischen Apple Design. Bei Auspacken merkt an bereits, dass alles Hand und Fuß hat. Das Produkt ist sparsam verpackt, jede Form von unnötigen Verpackungen wurde reduziert, dennoch ist alles so verpackt, dass der Lieferservice sich schon mit dem Auto überschlagen muss, damit ein Schaden entstehen kann. Man entnimmt den kompletten iMac der Verpackung, es ist kein Zusammenbauen nötig. Ebenso stellt man die kleine, aber feine Blutooth Tastatur, sowie die Magic Mouse auf den Tisch. Anschließend schließt man noch an der Rückseite das Stromkabel an und das wars. Wirklich. Der erste ich-bin-platt Effekt. Auf der Rückseite findet man den Power-Knopf. Wenn man ihn drückt, leuchtet der Bildschirm weiß auf. In diesem Moment dachte ich schon der iMac ist kaputt, denn man hört sonst nichts!! Gar nichts!!! Nach kurzer Zeit sieht man das Apple Logo und eine Einführung. Ebenso erfolgen Hinweise die Maus und die Tastatur einzuschalten. Einfacher und komfortabler geht es wirklich nicht. Man legt sich ein Benutzerkonto an (vorzugsweise das Apple iTunes Konto das man schon hat, oder legt ein neues an). MobileMe braucht man in der Regel nicht, es gibt kostenlose Alternativen, allen voran Google, das sich mittlerweile Out-Of-the-Box mit iCal und dem Adressbuch verbinden lässt (per MS Exchange witzigerweise). 10 Minuten nachdem man den iMac ausgepackt hat, befindet man sich auf der MacOS X Oberfläche unten sieht man die Programme im Dock. Alles ist vorinstalliert. OS und iLife 09. Damit lässt sich schon was anfangen. Gewohnheitsgemäß klickt man ein paar Programme auf und staunt über die Geschwindigkeit. Vor allem, dass man keinen Lüfter hört, keine Festplatte. Nichts. Außer meine externe Festplatte. Sie ist lauter als der Mac. Vielleicht kann man sich das jetzt vorstellen. WLAN wird schnell gefunden, Passwort, fertig. Im Internet. Mail konfigurieren. iCal verbinden. Fertig. 20 Minuten rum.
Zeit die zusätzlichen Programme zu installieren. DVD seitlich in den Slot (Laufwerk ist ebenfalls sehr leise), Programm startet. Entweder man bekommt ein "Setup"-Programm, dass eher eine Kopierroutine darstellt, oder die Aufforderung das Programmicon in den Programmordner ins Dock zu ziehen. In beiden Fällen sieht man eine kurze Kopieranimation und fertig. Ja richtig. Fertig. Ich dachte im ersten Moment ich hab was falsch gemacht, aber das geht so. Die Programme sind dann "installiert". Ein Klick und sie öffnen sich. Und wie wird man Programme wieder los? Naja man zieht die aus dem Programmordner im Dock auf den Papierkorb. Fertig. Ja man glaubt es im ersten Moment kaum.
Nach der ersten Freude bekommt man einen Blick fürs Detail. Der iMac ist der wohl am edelsten anmutende PC den es gibt, der Alu-Body sieht gut aus und übernimmt die Kühlung, die Front ist bis auf den Alubereich mit den Lautsprechern vollverglast. Ein wunderbarer Anblick. Und nicht nur designtechnisch. Das Display ist fantastisch. Die Farbtreue ist einmalig. Ich habe auf noch keinem besseren Display meine Fotos bearbeitet. Apple bring auch gleich alles für eine Kalibrierung mit. Wunderbar. Ich habe dennoch mit einem Spyder nachkalibriert. Fantastisch. Meine Fotos sind farblich derart genau, dass entwickelte Fotos identisch mit der Ansicht am iMac sind. Unglaublich. Videos sehen ebenfalls hervorragend aus. DVDs, Mov,MP4 werden von Haus aus abgespielt. Der Quicktime Player ist ein echter Genuss. Kein Vergleich zum Windows Pendant oder MediaPlayer. Im Vollbild hat man das Gefühl vor einem Fernseher zu sitzen.
Die Tastatur ist klein aber ausreichend. Nach kurzer Gewöhnungsphase hat man die anderen Tastengriffe mit Apple Taste usw. im Griff, ebenso die etwas andere Tastenanordnung. Im übrigen sind viele Funktionen direkt über die Tastatur zu bedienen, die somit fast einer kleinen Fernbedienung gleichkommt. Die MagicMouse sieht aus wie ein großes Stück weiße Seife, hat es aber in sich. Ein tolles Gerät. Das "Streicheln" der Maus in alle 4 Richtungen ist absolut praktisch und sinnvoll. Ich möchte es nicht mehr missen. Die Maus kann auch Rechtsklicks, diese müssen aber in der Systemsteuerung aktiviert werden. Für Windows-User ist das eine große Hilfe.
Es bietet sich ohnehin an die Einstellungen einmal komplett durchzugehen. Firewall einschalten, Energieplan konfigurieren...alles simpel und einfach.
Danach kann man die Rückseite des iMac einmal betrachten. Hier sind alle Anschlüsse zu finden 4 USB, Firewire, Lan und VGA Out (nur mit Adapter). Also genug Möglichkeiten um Geräte anzuschließen. Ich habe einen zweiten 21,5 Zoll Samsung angeschlossen. Der iMac erkennt den Monitor und erlaubt eine separate Konfiguration, inklusive eigenem Farbprofil und Kalibrierung. Das ist mehr als sinnvoll, sondern einfach nur großartig. Menschen die farbtreu arbeiten müssen, werden das zu schätzen wissen.
Zum Ende möchte ich noch einen kurzen Ausblick auf die Software geben und welche davon den iMac sinnvoll ausbaut.
iWork 09: Fantastisches Paket, habe mich dank diesem Produkt von Office verabschiedet und bereue es keinen Tag. Besonders Keynote stellt Powerpoint in den Schatten. Habe eine Firmenpräsentation mit diesem Programm innerhalb kürzester Zeit erstellt. Designtechnisch sind alle Programmteile auf höchstem Niveau, ebenso Pages. Numbers als Excel Ersatz kann ich nicht so beurteilen, bin kein Excel User, nur sporadisch.
Wer allerdings auf ein "klassisch" anmutendes Office nicht verzichten will, nimmt OpenOffice.org ab Version 3.2. Bento 3 als Datenbank ist für einen Home User sehr ausreichend und einfach zu bedienen. Somit hat man eigentlich alles abgedeckt.(iPad App gib es ebenfalls zur Sync)
Videoschnitt/DVD erstellen: Am besten mit iMovie und iDVD. Alles onboard. Ich habe mit iMovie meine HD Urlaubsvideos in kürzester Zeit verarbeitet. Der iMac kommt nicht mal ins Schwitzen. Sowas muss man gesehen haben. Es ist nicht mit Windows vergleichbar. Schnell wird hier neu definiert.
Internet: Firefox, Safari, Chromium, Opera - alles möglich, empfehle Chromium, als FTP Client Cyberduck
Fotos: iPhoto onboard, empfehle aber PS Elements 8 mit Adobe Bridge CS4 integiert, da hier die Ordnerstruktur mit Fotos erhalten bleibt. iPhoto kopiert alle Bilder in eine Datenbank. Wer mit Fotos in anderen Programmen arbeiten will, sollte iPhoto beiseite lassen. Aperture ist für Profis das Maß aller Dinge, ein fantastisches Programm, dass Einstellungen auch auf ein Foto "pinseln" kann. Meiner Meinung nach besser als Lighroom. Als besserer Bildbetrachter eignet sich Xee.
Brennen: Onboard vieles dabei, Roxio Toast ist aber das Maß aller Dinge, vergleichbar mit Nero. Das kostenlose Burn tut es aber auch. Ein ext. Brenner ist anschließbar, wenn Lighscribe möglich ist muss man nur die Lightscribe Host Software aus dem Internet laden und man kann mit dem LaCie Disc Labeler (Free) Lighscribe auf dem ext. Brenner brennen.
Finanzen: StarMoney läuft mit Hile eines Emulators, davon merkt man aber nichts. Kostenlos gibt es nativ das Programm Pecunia. Ein Steuerprogramm wie WISO wird man nicht finden. Hier bleibt nur Windows als parallel oder BootCamp Installation.
Instant Messenger: Skype & AdiumX, damit deckt man alles ab
Video/Audio Konvertierung: MPEGStreamclip konvertiert jedes Format (Audio/Video) in ein beliebiges anderes. Fantastisch, vergleichbar mit SUPER/MediaCoder unter Windows, Handbrake und VLC (Achtung 64Bit Version suchen) sind ebenfalls häufig in Foren genannt worden. All2MP3, Audacity
Ansonsten findet man eigentlich für alles eine MacOSX Version. Man sollte nur darauf achten, dass die Version für 10.5 oder 10.6 von MacOS geeignet ist.
Wer noch eine externe Platte hat sollte sie für TimeMachine verwenden. Das wohl simpelste Backup für den Mac und gleich onboard mit dabei. Eine 10.6,5TB Platte mit 500/1000GB Aufteilung ist am sinnvollsten. 500GB für TimeMachine der Rest als Archiv. Wer mal einen neuen Mac kauft, braucht man nur den Pfad zum Backup angeben und der neue Mac wird automatisch eingerichtet. Wie der alte Mac, nur mit Programmen, Einstellungen und allem anderen.
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