Apples Tastatur wirkt formschön und minimalistisch. Sie ist auch nicht besonders laut und paßt sogar an einen Windows-PC (wer einige von den exotischeren Windows-Tasten benötigt, z.B. die Screenshot-Taste "S-Abf", für den gibt es kleine Zusatz-Treiber). Praktischerweise verfügt sie auch über einen zweifachen USB-Hub, an den man seine Maus anschließen kann. Wer Apples Ein-Tasten-Mäuse nicht mag, findet übrigens bei Sony eine hübsche durchsichtige Plexiglas-Alternative im Vaio-Design. Der Hub liefert allerdings nicht genug Strom für "hungrige" USB-Geräte, so daß z.B. nicht alle Grafiktabletts daran funktionieren.
Wer mit dem Kauf liebäugelt, sollte die Tastatur meiner Ansicht nach unbedingt bei einem Freund oder beim Apple-Fachhändler probetippen - ihr Anschlag ist nämlich ziemlich undefiniert. Für jemanden wie mich, der beim Zehnfingerschreiben eher sanft über die Tasten huschelt, bedeutet das, daß eins von zehn Zeichen unterschlagen wird. (In dieser Hinsicht sind klassische Mac-Tastaturen mit Microschaltern deutlich besser.) Wer die Foren der Mac-Anwender durchpflügt, wird feststellen, daß ich nicht allein dastehe mit meinem Problem - viele Schnelltipper klagen über dieselben Schwierigkeiten. Es gibt jedoch auch Anwender, die völlig glücklich mit der Tastatur zu sein scheinen. Vermutlich tritt das Problem nicht auf, wenn der Schreiber einen harten Anschlag hat.
Das ästhetische Design hat außerdem einen entscheidenden praktischen Nachteil: es zieht den Schmutz an und läßt sich nicht gut reinigen. Das Tastenfeld ist in eine nach oben offene Wanne aus Klarsicht-Kunststoff geklebt, in der sich unweigerlich Krümel, Haare, Staub und Hausstaubmilben sammeln, vermehren und vor allem präsentieren werden. Zwischen den Tastenblöcken gibt es außerdem keinen Steg, sondern einen Graben aus strahlendweißem Plastikmaterial, dessen Reinigung ohne Entfernung der Tastenkappen knifflig zu werden verspricht. In Agenturen oder Apple-Kaufhäusern herumstehende Tastaturen sehen deshalb notgedrungen mit der Zeit etwas unappetitlich aus.