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Appaloosa (Blu-ray) (2008)
 
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Appaloosa (Blu-ray) (2008)

 Nicht geprüft   Blu-ray
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region B/2
  • Anzahl Disks: 1
  • Studio: Entertainment In Video
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001LM6VTU
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 71.746 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Renee Zellweger, Jeremy Irons, Timothy Spall, Ed Harris, Lance HenriksenDirector: Ed Harris

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Kundenrezensionen

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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Gefühle bringen Dich um!" 18. September 2009
Format:DVD
Virgil Cole(Ed Harris) weiß wovon er spricht. Zusammen mit seinem Freund Everett Hitch(Viggo Mortensen) ist er in der "Waffenarbeit" tätig. Will heißen: Gegen bare Münze sorgen die beiden Männer für Recht und Ordnung, auch mit dem Marshall-Stern auf der Brust.

In Appaloosa, einem kleinen Ort im New Mexico Territory, werden 1882 genau solche Männer gesucht. Der fiese Randall Bragg(Jeremy Irons) terrorisiert den Ort mit seinen Männern ohne Unterlass. Als er dann noch Marshall Bell und seine Deputys erschießt, als diese eine Festnahme durchführen wollen, haben Appaloosas Ratsherren die Nase voll. Sie heuern Cole und Hitch an und die fangen ziemlich schnell an, mit Braggs Bande aufzuräumen. Der gibt allerdings so schnell nicht auf.
Als die Barpianistin Allison French(Rene Zellweger) in den Ort kommt, verliebt sich Cole in sie. Für Hitch ist Allison ein wenig zu undurchsichtig, als das er ihr voll und ganz vertrauen würde.
Kurze Zeit später verhaften Cole und Hitch Bragg. Der soll einem Richter vorgeführt und abgeurteilt werden, Klar, dass es bis dahin noch eine Menge Hindernisse für unsere Revolverhelden zu überwinden gilt...

Ed Harris hat seinen -Appaloosa- in der guten alten High-Noon-Tradition angelegt. Zwei Männer gegen eine ganze Bande von Ganoven. Was -Appaloosa- jedoch von den Genre-üblichen Filmen unterscheidet ist Harris Storybook. Er zeigt uns nicht nur die knallharten Männer, die um jeden Preis ihren Weg gehen, sondern macht uns Virgil Cole und Everett Hitch gerade wegen ihrer skurrilen Partnerschaft und ihrer kleinen Schwächen zu Sympathieträgern. Wenn Hitch zum Beispiel Cole helfen muss, das richtige Wort in einem Satz zu finden, oder die beiden Männer Dialoge spinnen, die jedem alten Ehepaar zu Ehren gereichen würden, dann ist das überaus witzig und unterhaltsam.

Nach der Vorlage der Novelle von Robert B. Parker ist -Appaloosa- ein erfrischend anderer Western. Wenig Brimborium und viel Geschichte zeichnen ihn aus. Dabei erfüllt Harris nichtsdestotrotz alle Klischees, die Liebhaber des Wilden Westens für eine gute Story brauchen. Allerdings legt Harris den absoluten Schwerpunkt seiner Handlung auf die Beziehung Cole/Hitch und packt dann noch Nebenschauplätze unter der Rubrik Cole und Hitch in ihren Beziehungen zum Rest der Welt dazu. Das ist manchmal knochentrocken, staubig und beinhart, dann aber auch wieder leicht beschwingt und mit feinem Humor angereichert.

Die Besetzung von -Appaloosa- lässt keine Wünsche offen. Harris und Mortensen sind ein kongeniales Gerechtigkeitsduo. Rene Zellweger spielt mal nicht das Dummchen von Nebenan, sondern eine ziemlich vielschichtige Allison French. Jeremy Irons ist so bösartig und fies, wie man sich das für einen Schurken nur wünschen kann. Harris Regiearbeit lässt in -Appaloosa- die "normale" Westernromantik außen vor. Grandiose Landschaften und die Kulisse des Lonesome Riders vor der aufgehenden Sonne, sucht man vergeblich. Das gibt Harris Film eine ganz besondere Note.

"Das Töten ist manchmal ein Nebenprodukt" sagt Cole zu Allison French, als diese ihn nach seinem Job fragt. Bei -Appaloosa- ist das wirklich so. Aber keine Angst, ohne schnelle Schießeisen, Staubwolken aufwirbelnde Pferde und Kneipenschlägereien kommt auch Ed Harris Western nicht aus.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eher still, aber stark! 29. November 2009
Von Tristram Shandy TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Clint Eastwood soll einmal gesagt haben, Western würden immer gedreht werden. Eine Zeitlang sah es so aus, als straften ihn die Zeitläufte Lügen, doch mittlerweile scheint sich dieses mein Lieblingsgenre wieder wachsender Beliebtheit zu erfreuen - mal mit mehr ("Todeszug nach Yuma"), mal mit weniger Erfolg ("Die Ermordung des Jesse James").

Der 2008 unter der Regie von Ed Harris nach dem gleichnamigen Roman von Robert B. Parker gedrehte Film "Appaloosa" gehört für mich eher zu den geglückten Filmen. In "Appaloosa" geht es um die Freundschaft zweier Männer, die weniger von Worten als vielmehr von Gesten lebt. Virgil Cole (Ed Harris) und Everett Hitch (Viggo Mortensen) werden vom Gemeinderat der Stadt Appaloosa als Gesetzeshüter engagiert, da die Bürger vom Rancher Randall Bragg (Jeremy Irons) und seinen Männern tyrannisiert werden. Bevor Cole, ein schweigsamer, geradliniger und kindisch ehrlicher Mann, jedoch einwilligt, die Aufgabe zu übernehmen, müssen die Ratsmitglieder ihm völlige Handlungsfreiheit einräumen, so daß er de facto der erste Mann in der Stadt ist. Schon am ersten Tag geraten Cole und Hitch mit einigen Cowboys der Bragg-Ranch in eine tödliche Auseinandersetzung. Bragg versucht, die zwei Neuankömmlinge einzuschüchtern, doch wenig später findet er sich als Gefangener der zwei Gesetzeshüter wieder und steht plötzlich einem seiner Cowboys gegenüber, der bereit ist, als Belastungszeuge gegen ihn, der immerhin kurz zuvor einen US-Marshal erschossen hat, auszusagen. Immerhin scheint er stark mit seiner Verurteilung zu rechnen, denn kurze Zeit später tauchen die Shelton-Brüder, zwei Revolverhelden, die Cole von früher her kennt, in der Stadt auf und erklären ihrem alten Bekannten, daß sie eigens gekommen sind, um dem interessanten Prozeß beizuwohnen.

Neben dieser Geschichte um Gerechtigkeit wartet "Appaloosa" auch mit einer Liebesgeschichte auf, und die geht so: Kurz nachdem Cole und Hitch ihren Dienst in Appaloosa aufgenommen haben, taucht die arbeitslose gutbürgerliche Organistin Allison French (Renée Zellweger) in der Stadt auf und becirct Cole, der sich sofort in sie verliebt. Allerdings macht sie auch Hitch Avancen und, als sie von den Sheltons als Geisel genommen wird, um Bragg freizupressen, findet nichts dabei, mit Ring Shelton zu schlafen. Cole erkennt schnell, daß er hier eine Frau vor sich hat, die sich immer dem gerade mächtigsten Mann hingibt, doch gleichwohl hält er an ihr fest, bis ... Naja, nicht zu viel verraten.

Die Liebesgeschichte zwischen Cole und der Witwe French drosselt zwar ein wenig die Geschwindigkeit der Haupthandlung, doch sie trägt dazu bei, den Charakter Coles deutlicher werden zu lassen. Wie oben bereits gesagt, ist Cole absolut ehrlich und direkt, er hat ein Problem mit komplizierten Wörter - das kommt im Englischen besser herüber, da ihm in der deutschen Synchro selbst das Wort "bemitleiden" nicht einfallen will, was dem Charakter eine leicht andere Richtung verleiht -, so daß er sie sich von seinem Freund einsagen läßt, und ist insgesamt ein rauher, aber anständiger Kerl. Beinahe grotesk ist das Loblied, das er auf Mrs. French singt, in dem er zunächst in etwa sagt: "Sie ist kultiviert, gebildet, kleidet sich gut, spielt gut Klavier, kocht gut" und dann in der komischen Klimax endet "und sie kaut ihr Essen immer gut durch", und das alles in einem absolut trockenen Ton, der darauf hindeutet, daß er jedes Wort so meint, wie er es sagt. Fast kindlich sind auch viele der Dialoge zwischen ihm und seinem Freund Hitch, in denen ohne ein überflüssiges Wort das Gemeinte genau auf den Punkt gebracht wird.

Ed Harris spielt diesen bemerkenswerten Mann absolut überzeugend und gibt ihm - dadurch, daß er irgendwie ausgezehrt und dünn wirkt - eine fast zerbrechliche, rührende Note. Mortensen ist die Rolle des treuen und geduldigen Freundes ebenfalls auf den Leib geschneidert. Auch Jeremy Irons verleiht dem eloquenten und gleichzeitig so kaltblütigen Schurken Randall Bragg - schon der Name klingt böse - die Aura eines großkalibrigen Bösewichts. Lediglich Zellweger ist für mich ein Ärgernis: Ihr Gesichtsausdruck legt stets die Vermutung nahe, daß sie gleich in Tränen ausbrechen wird, und doch entbehrt er jeglichen Lebens, jeglicher Emotion. Genausogut hätte man Augen, Nase und Mund auf einen mit Perücke ausgestatteten Basketball malen und dann diesem Sportutensil die Rolle geben können. Naja, ich will nicht ungerecht sein - beim zweiten Ansehen des Filmes hätte man es sicherlich gemerkt.

Ansonsten ist "Appaloosa" ein sehr empfehlenswerter Western für diejenigen, die nicht immer rasantes Tempo und bleihaltige Luft erwarten, sondern auch an den Charakteren interessiert sind und denen es darauf ankommt, daß ein Film mit Liebe zum - hier historischen - Detail gedreht wird.

Die DVD enthält außerdem einige entfallene Szenen, von denen vor allem die erste meiner Meinung nach ruhig hätte integriert werden können, sowie mehrere Features (insgesamt vielleicht 20 Minuten, ich habe nicht genau darauf geachtet), beispielsweise über den Kameramann Dean Semler, der auch "Der mit dem Wolf tanzt" gedreht hat, oder über die historische Feinstrecherche, die der korrekten Darstellung von Alltagsgegenständen in "Appaloosa" vorausging.

Fazit: Aufgrund der einfach schlechten Renée Zellweger und einiger durch die Liebesgeschichte hervorgerufenen Längen in der Handlung würde ich einen halben Stern abziehen, also auf 4,5 Sterne kommen.

Zum Ausklang gibt es den Voice-over-Kommentar eines der beiden Hauptdarsteller: "I headed straight into the setting sun and rode west at an easy pace. It was gonna be a long ride, and there was no reason to hurry." Der Western lebt!
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dude TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
Es handelt sich hier um einen eher ruhigen Western, den Ed Harris in seiner zweiten Regiearbeit routiniert umgesetzt hat.

Ich persönlich würde ihn hinter "Seraphim Falls", "Todeszug nach Yuma" und "Three Burials" (sofern man diesen als Western werten will) und auch hinter "Open Range" einordnen, wenn man mal die in den letzten Jahren erschienenen Western als Vergleich heranzieht.

Die Klassiker verbieten sich als Vergleich ohnehin.

Im Zentrum des Films steht die Männerfreundschaft zwischen den von Ed Harris und Viggo Mortensen routiniert verkörperten Charakteren.

Die plötzliche Zuneigung Coles' zu der im verschlafenen Westernkaff auftauchenden Allison French (für mich nicht ganz so überzeugend gespielt von Reneé Zellweger) scheint mir etwas unglaubwürdig und nicht ganz nachvollziehbar.
Der von ihr verkörperte Charakter ist auch eher uninteressant und verhindert eine 5-Sterne-Bewerung des Films.

Davon abgesehen aber handelt es sich hier um einen unterhaltsamen Old-School-Western, den man sich sicher auch öfter anschauen und somit auch käuflich erwerben kann.
Bild- und Tonqualität bei der DVD sind in Ordnung.
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Western "Appalossa" 4 07.02.2009
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