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Apologie des Sokrates: Griech. /Dt [Taschenbuch]

Platon
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wie wenige hat sich Fuhrmann mit allen Fragen, vor die der Übersetzer zumal antiker Texte gestellt wird, intensiv beschäftigt. Die vorliegende Arbeit beweist, wie sehr theoretische Bemühungen dieser Art auch der Praxis zugute kommen können. Es entstand ein Text, den man gefällig nennen könnte, wenn es in ihm nicht buchstäblich um Tod und Leben ginge." -- Frankfurter Allgemeine Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Platon, 427-347 v. Chr., stammte aus adeligem Geschlecht und zählt zu den bedeutendsten griechischen Philosophen. Er war entscheidend von seinem Lehrer Sokrates geprägt. Nach dessen Tod begab er sich auf Reisen, doch scheiterten seine Hoffnungen, in Syrakus sein Staatsideal zu verwirklichen. Nach seiner Rückkehr gründete er in Athen seine Philosophenschule, die Akademie.


Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der Philosoph Sokrates hinterließ der Nachwelt nichts Schriftliches.

Alles, was man von ihm weiß, ist hauptsächlich Berichten der Philosophen Platon, Xenophon und Aristoteles zu entnehmen.

Der Grieche hat sich zu seinen Lebzeiten gerne über menschliche Dinge unterhalten. Er untersuchte im Gespräch, was gottlos , was schön, was schimpflich, was gerecht, was ungerecht und was feige sei. Ferner ermittelte er in seinen Dialogen immer wieder , wann man jemand besonnen und wann man jemanden tapfer nennen könne.

Wie sollte ein Staat , ein Staatsmann, eine Regierung und ein Regent beschaffen sein und was macht eine Person zu einem guten und edlen Menschen? Dies herauszufinden beschäftigte Sokrates.

Abermals und abermals stellte Sokrates seinen Gesprächspartnern Fragen, um diesen zur Geburt ihrer Ideen zu verhelfen.

Dabei fühlte der Philosoph sich durch eine innere Stimme geleitet, die in ihm war und ihn von unrechten Handlungen abhielt. Diese Stimme nannte er " daimonion" , das Gewissen , ( wörtlich: das Göttliche).

Sokrates glaubte, dass man Menschen nur über ihre wahre Tugend belehren müsse, um sie tugendhaft zu machen. Er verknüpfte den Gedanken der Tugend mit dem des Wissens und bezweckte durch seine Fragen Nichtwissen aufzudecken und die Menschen zu Selbstprüfung und Selbsteinkehr aufzurufen.

Dabei hatte sich der Philosoph nie an eine Menschenmenge, sondern immer nur an den Einzelnen gewandt.

Der vorliegende Text enthält die Verteidigungsrede ( Apologie) des Philosophen Sokrates, der seitens Meletos angeklagt wird in Athen andere Götter einführen zu wollen und durch seine Dialoge die Jugend verderbe. Gefordert wird die Todesstrafe.

Während der Gewaltherrschaft der Dreißig in Athen gibt es keinen Staatsanwalt, keinen beamteten Richter, keine Berufsverteidiger. Für Gerichtssachen sind Schwurgerichte zuständig. Der Ankläger legt den Juroren seine Anklage vor, begründet sie und tritt sie ab.

Daraufhin wird dem Beklagten die Chance der Gegenrede geboten, die allerdings zeitlich festgelegt ist. Im Rahmen einer geheimen Abstimmung entscheiden die Geschworenen über Schuld oder Unschuld des Beklagten. In einer weiteren Abstimmung wird im Falle eines Schuldspruchs das Strafmaß festgelegt.

Sokrates baut seine Apologie gemäß der von ihm entwickelten " Sokratischen Fragemethode" auf und hinterfragt die Lebenseinstellung seiner Kontrahenten. Er widerlegt durch seine Fragen überzeugend die Wahrhaftigkeit der Anklagepunkte und macht deutlich, dass er durch seinen Dienst an Gott, der Wahrheit ans Tageslicht verhelfe. Nicht grundlos habe er stets in tiefster Armut gelebt und sich stets allen öffentlichen Ämtern und Angelegenheiten entzogen, weil er bei seinen sittlichen Bemühungen nicht den Anschein von Käuflichkeit erwecken wolle.

Nachdem Sokrates folgerichtig nachgewiesen hat, dass die Vorwürfe der Anklageschrift des Meletos nicht haltbar sind, vermutet er , dass man ihn in Wahrheit wegen seiner vielen Anfeindungen zu Fall bringen möchte und begründet seine Vermutung stichhaltig.

Sokrates ist unbequem für die Mächtigen und damit gefährlich für die korrupte Gesellschaft in der er lebt, deshalb auch soll er nicht länger ihr Treiben stören.

So konstatiert der große Philosoph " Wenn ich jedoch sage, dies sei das größte Glück für einen Menschen, Tag für Tag über den sittlichen Wert Gespräche zu führen und über die anderen Dinge, über die ihr mich reden hört, indem ich mich selbst und andere einer Prüfung unterziehe und dass ein Leben ohne Prüfung für einen Menschen nicht lebenswert sei, dann werdet ihr meinen Reden noch weniger Glauben schenken. Es verhält sich zwar so, wie ich sage, ihr Männer; doch andere davon zu überzeugen ist nicht leicht." ( Apologie des Sokrates, S. 77)

Dreißig Stimmen fehlen für seinen Freispruch. Sokrates nimmt nicht das Recht in Anspruch die Stadt zu verlassen , sondern akzeptiert das Urteil. Er zieht den raschen Tod dem langsamen Verfall vor. Sokrates hat keine Furcht vor dem Tod, denn wie sollte er sich vor etwas fürchten, was er nicht kennt? Vor dem Urteil der Götter nach seinem Ableben ängstigt er sich ohnehin nicht, schließlich können diese ihn nicht mehr zum Tode verurteilen.

Sokrates ist überzeugt davon , dass der Tod das Beste für ihn ist, weil er dann endlich aller Mühsal enthoben sei.

Der Philosoph lässt sich seine Würde nicht nehmen. Durch seine Rede entlarvt er seine Ankläger und so geht er gelassen in den Tod als unerschütterliche, autonome Persönlichkeit.

Dieses Bild jedenfalls zeichnet Platon, dessen Schreiber das Gerichtsgeschehen Jahre später für die Ewigkeit festhält.

Ein beeindruckender Text.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung 21. November 2003
Von "moe42"
Format:Taschenbuch
Ich war erstaunt, dass so alte Texte noch soviel Unterhaltung bringen können. Im Vergleich zu den aristotelischen Texten ist dieses Stück eine echte Wohltat. Das Buch ist Sokrates Verteidigungsrede in seinem Abesie-Prozess (Gotteslästerung). Die Fußnoten geben dem Hobby-Philosophen eine Menge Hintergrundwissen. Der Schreibstil an sich hat mich jedoch überrascht, weil die deutsche Übersetzung nicht zu kompliziert ist, was wir allerdings der Primärquelle verdanken. Hier und da hat Sokrates/Platon sogar etwas Humor hineingebracht, der das ganze etwas auffrischt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der ideale Philosoph im »Auftrag« Apollons 9. August 2010
Format:Taschenbuch
Den sich widersprechenden Vorwürfen gegen ihn begegnete er mit Gelassenheit, seine Gegner konnten vor Gericht gegen seine Argumentation nicht bestehen - er lebte und atmete für seine Überzeugungen, bis zum bitteren Ende... Im Grunde hatte die Anklage gegen Sokrates nichts mit Religion zu tun; Sokrates wurde unangenehm. Menschen, die für sich beanspruchten auf dem Gebiet der Weisheit Autoritäten zu sein und hohes Ansehen bei den Mitbürgern genossen, erkannten durch die Gespräche mit Sokrates, der für sich selbst keine Weisheit beanspruchte, dass sie im Grunde nicht so weise waren, wie ihr Ruf vermuten ließ und dass sie in Wirklichkeit kein Expertentum aufweisen konnten. Mit seinen Fragen machte sich Sokrates unbeliebt, zog sich den Unmut einiger »Größen« seiner Zeit zu, die sich durch ihn bedroht fühlten. Aus diesem Grund musste er beseitigt werden. Sokrates, der die ihm angebotene Fluchtmöglichkeit ablehnte, sah sich selbst im Dienste Apollons wirkend (der Grund wird im Buch erklärt) und wollte oder konnte auf Grund seines Charakters von seiner göttlichen Mission nicht ablassen.

Er machte die Menschen auf ihre widersprüchlichen Überzeugungen aufmerksam, leitete sie an, ihr eigenes Gewissen zu überprüfen, um ihnen zu helfen, Selbsterkenntnis zu finden.

Ich empfehle dieses Buch weiter. Die Übersetzung ist gut gelungen und es werden viele Tatsachen erwähnt, die mit dem Thema zusammenhängen und wichtig sind, damit die Leser richtige Schlüsse ziehen können. Nur eine Sache hat mir nicht gefallen - und deshalb die 4 Punkte: die Schriftgröße ist viel zu klein.
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen buch
es ist nicht einfach zuverstehen. aber das nimmt in kauf wenn man dieses buch bestellt. alles in allem ist und bleibt es ein reclam und als solches erfüllt es die erwartungen... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Malte Wuensche veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Apologie des Sokrates
Ich fand das Büchlein zwar etwas langatmig. Man muss den Text etwas filtern und schauen, dass man das wesentliche herauszieht, dann ist es recht interessant.
Vor 13 Monaten von Ägypten 10 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Claudius-Übersetzung klasse zur Sprache gebracht!
Je nachdem worauf man den Schwerpunkt legen möchte, kann einen entweder der Text selber oder die Übersetzung bzw. Übertragung von Matthias Claudius zusagen. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Neuschäfer veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Die Macht des Wortes
Eine sehr interessante Darstellung über die Macht des Wortes. In einer "Gerichtsverhandlung" muss sich Sokrates gegen verschiedene Anklagen verteidigen und tut dies... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Andreas Edelmann veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Also mal ehrlich....
...dieses Buch beschreibt die Selbstbeweihräucherung von Sokrates. Die ganze Zeit über erzählt er davon das er nicht weise ist und viele Menschen besucht hat die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Februar 2011 von Andreas Schweigert
5.0 von 5 Sternen Platons philosophisches Lebensideal
Im Jahr 399 v. Chr. wurde Sokrates wegen Leugnung der staatlich anerkannten Götter und Verführung der Jugend vom Athener Rat zum Tod verurteilt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. August 2010 von Rolf Dobelli
4.0 von 5 Sternen Meisterstück
Wer schon immer mal über den Satz des Sokrates "Ich weiß, dass ich nichts weiß" nachgedacht haben und sich über seine wahre Bedeutung im Unklaren gewesen sein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Juli 2010 von helmut seeger
4.0 von 5 Sternen Für die Ewigkeit
Platon mag in der Welt der Philosophie längst nicht mehr wichtig sein und seine "Ideenlehre" ist auch seit Jahrhunderten überholt. Dennoch ist sein Werk ewig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. August 2008 von Mnemosynos
4.0 von 5 Sternen Anmerkungen zur Apologie des Sokrates
Gleich zu Beginn nennt Sokrates drei Prinzipien, die es bei allem Tun zu beachten gelte, und die er selbst in seiner Verteidigungsrede beachten werde: die Wahrheit, die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Mai 2007 von Gerhard Staude
3.0 von 5 Sternen Gut wenn man es lesen will
aber nicht als übersetzungshilfe geeignet, da es oft sehr frei ist und damit weit von griechischen entfernt (sprachlich nicht inhaltlich). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. April 2007 von ad legendum
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