Brian Enos "Apollo" stellte beim ersten Hören für mich geradezu eine Offenbarung dar, so ungewohnt und faszinierend waren die Eindrücke. Auch nach nahezu zehn Jahren sind die Klänge, die er mit seinem Bruder Roger Eno sowie mit Daniel Nois auf diese Scheibe gebannt hat, noch immer Anlass genug, meine Gedanken schweifen und mich von dem filigranen Klangteppich der CD umschließen zu lassen. Es mag übertrieben scheinen, doch mir gibt die Instrumentalmusik von Eno - insbesondere "Apollo" - jedes Mal aufs Neue ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit, also Empfindungen, die im aktuellen Musikschaffen anscheinend verpönt sind. Daher kann ich nur jedem raten, sich mit dieser Musik zu befassen.
Wer zu intellektuellen Zerpflückungen neigt, sollte jedoch Abstand halten. Diese CD will gehört und gefühlt - nicht seziert werden! Die Bereitschaft, sich geistig fallen zu lassen, wird - das kann ich versprechen - reichlich belohnt!