"Houston - wir haben ein Problem"...dieser Satz dürfte jedem Menschen auf diesem Planeten bekannt sein. Selbst denen, die die Geschichte nicht kennen. Wie die meisten wahrscheinlich dennoch wissen - sie kommen heil nach hause. Es ist die Zeitspanne zwischen „Houston, wir haben ein Problem" und der Landung, die einen während des Films in Hochspannung hält, und hierbei kommt fast mehr Spannung auf, als bei dem nervenaufreibendsten Thriller. Man leidet mit den Astronauten (und deren Familien) mit. Man bangt um sie. Man hofft. Man ängstigt sich. Man hält die Luft an in entscheidenden Momenten. Hier läuft es nach dem Prinzip: ein Problem wird gelöst - zwei weitere tauchen auf. Und das hält die Nerven des Zuschauers ganz schön auf Trab. Meines Erachtens gehört genau das zu einem wirklich guten Film. Mal ganz davon abgesehen, dass man hier auch viel über den historischen Hintergrund erfährt. Ich denke, kaum jemand hat vorher genau gewusst, was damals bei Apollo 13 passierte. Manche wussten vielleicht, dass es im All Probleme gab, aber was genau Sache war, war den meisten wahrscheinlich unbekannt. Also bekommt man hier auch noch eine kleine Geschichtsstunde. Wieder mal ist die Kombination aus Unterhaltung und Historie mehr als gut gelungen. Natürlich möchte ich mir nicht anmaßen zu behaupten, alle Fakten wären originalgetreu übernommen worden, da ich es ehrlich gesagt einfach nicht weiß, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die entscheidenden Tatsachen auf jeden Fall erzählt werden.
Dieser Film bringt den Zuschauer zum Weinen. Und das aus vielen Gründen. Was mich vor allem beeindruckt hat waren die Bilder von den Menschen auf der ganzen Welt, die für die Astronauten gebetet haben. Ein Ereignis, das die ganze Welt berührt hat, neu zu verfilmen ist für mich einfach spitzenklasse (siehe z.B. auch Titanic oder Pearl Harbor), denn dadurch wird einem erst bewusst, was die Menschen damals durchgemacht haben müssen. Im Grunde ist Apollo 13 in mehrere Kategorien zu stecken: Dokumentation, Unterhaltung, Action, Thriller, Drama. Ich kann diesen Film nur wärmstens empfehlen, der dürfte wirklich für jeden etwas sein. Ich habe ihn vor Jahren im Kino gesehen, und bin jetzt immer noch genauso begeistert wie damals.
Und auch die Besetzung ist einfach weltklasse. Tom Hanks als Jim Lovell (dessen Buch die Vorlage zum Film geliefert hat), Bill Paxton als Fred Haise, Kevin Bacon als Jack Swigert, Gary Sinise als Ken Mattingly und last but not least Ed Harris als Chef der Bodenstation. Ein Staraufgebot vom Allerfeinsten.
Ich kann diesen Film 100%ig empfehlen. Auch für diejenigen, die am historischen Hintergrund weniger interessiert sind, denn dann wird einem einfach ein super spannender Film geboten.