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Apokalypsen
 
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Apokalypsen [Audiobook] [Audio CD]

Gerhard Polt
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD: 70 Seiten
  • Verlag: Kein & Aber; Auflage: 5 (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3036912444
  • ISBN-13: 978-3036912448
  • Größe und/oder Gewicht: 14 x 12,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.582 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Gerhard Polt
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wo er auftritt, ist Kultur, also Stimmung, und seine Stimme gibt er all jenen, die zur Mehrheit gehören, also schweigen. Ein Mann des Volkes, was man freilich auch von seinen neuen Figuren behaupten kann. Hier zu erwähnen sei der Spinatgeschädigte, welcher nie Kind war, weil er nämlich gar keine Zeit dafür hatte und das auch noch beweisen kann. Denn was heißt, eine Kindheit haben? Von früh bis spät Blumenkohl fressen, und erst den Griesbrei und den Lebertran, ganz zu schweigen vom Spinat. Auch der Mozartgeschädigte, ein Mann von echtem Schrot und Korn, Herkunft tadellos, aber was hat er davon? Genau. Darum geht s. Künstlerische Gerechtigkeit. Und um vieles andere. Polt liefert die Tatsachen und solidarisiert sich in seinen monologischen Dramoletten mit denen, die schon von Anfang an was zu sagen hatten, aber bis jetzt noch nicht drangekommen sind.

Über den Autor

Gerhard Polt, geboren 1942 in München, brilliert seit 1975 als Sänger, Schauspieler, Poet und Philosoph auf deutschen und internationalen Bühnen. Polt erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Staatspreis für Literatur (Jean Paul Preis) und den Heimito von Doderer Literaturpreis. 2006 erhält er den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. 2010 wird ihm der Ernst-Toller-Preis für "besondere Leistungen im Grenzbereich von Literatur und Politik" verliehen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Duzi, Duzi, Duzi 22. November 2008
Format:Audio CD
Gemach, gemach! Auch wenn sich die Schenkelklopfer auf den "Apokalypsen" nicht im Minutentakt einstellen, ist das doch was ganz Feines. Der Polt wird ruhiger, philosophisch gelegentlich. Was er in der ersten Nummer "Mehr oder weniger"sprachlich auf die Bretter bringt, ist ganz grosses Kabarett. Und auch die Fans des "jungen" Polt kommen mit "Spinat" oder "Ein Mäzen" auf ihre Kosten. Und dass so manche Figuren schon aus alten Nummern bekannt sind, stört nicht wirklich, denn auch diese sind gereift. Vielleicht erfüllt der neue Polt beim ersten Hören nicht immer die Erwartungen seiner Fans, aber das spricht nicht unbedingt gegen den bayerischen Kontinent aus Schliersee. Spätestens beim zweiten Hören dringt die neue Reife ins Ohr.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Im Hirnkastl weit voraus 23. September 2009
Format:Audio CD
Gerhard Polt liebt Anekdoten. Das selbst Erlebte anderer Leute ist ihm genauso wichtig wie ihre Meinung, die gern auch verschroben-spießig sein darf. Für mich persönlich zeichnet sich beim Polt des neuen Jahrtausends ein neuer Trend ab: War Polts Darstellung des Spießers in der Vergangenheit meist wie durch einen Zerrspiegel kritisch gebrochen, so bleibt in seinen neueren Werken die Distanz zwischen Künstler und Kunstfigur häufiger auf der Strecke. Diese Tendenz mag man etwas bedauern. Zumal Polt mit seinen nicht abreißen wollenden Kommentaren auf den Nationalsozialismus gerne mit dem Feuer spielt.

Auch APOKALYPSEN (2008) enthält eine zwielichtige Anspielung auf die "gute alte Zeit". In "Duzi Duzi" erfahren wir von einer regen Münchner Biertischdiskussion zwischen Hitler und Ludendorff über die Dolchstoßlegende. Weil der spätere "Führer" ihretwegen im Cafè Annas Lokalverbot erhalten habe, hätte die greise Erzählerin, zur Zeit der Begebenheit ein Säugling, dem Hitler im nachhinein "die Prinzregententorte ja bezahlt", denn: "Man kann über den Hitler viel sagen - aber ein Zechpreller war er nicht".

Ein Glück, dass die meisten der Anekdoten auf APOKALYPSEN ohne Politik auskommen. Polt plaudert aus dem Nähkästchen, vorzugsweise aus der Kindheit. Natürlich derb. Vom Berti" erfahren wir, dass dieser den anderen im Hirnkastl weit voraus" war: "Wenn man zum Berti is' und hat gsagt: ,Du Berti, soach' amoll in d'Hosn', nor hat der in die Hosn gebrunzt. Ja Moment: Aber er hat ein Fünferl dafür verlangt." Geschäftssinn will früh geübt sein: "Nur solche Leute kommen bei der Allianzversicherung hinauf." Trotz seiner gewohnt zynischen Einwürfe wirken Polts Erzählungen weniger kritisch als kurios. Zwar wird man in Spinat" erneut in die dunklen Nachkriegsjahre versetzt: "Eine Kindheit hab' ich ja gar keine ghabt". Obwohl Züchtigungen an der Tagesordnung waren, haben diese nicht mehr traumatische Spuren hinterlassen als die dürftige Diät jener Tage. Blumenkohl und - eben - Spinat. Das verleiht dem ganzen einen reichlich komischen Anstrich.

Polts anekdotische Erzählweise ist angelehnt an seine Kindheitserinnerungen (HUNDSKRÜPPEL), erinnert stilistisch aber auch an die miniaturhaften Sketche und Porträts seiner Anfangszeit (DER ERWIN, LEBERKÄS' HAWAII, D'ANNI HAT GSAGT). Bei allem Respekt vor Polts Erzählkunst reißen einen nicht alle Stücke vom Hocker ("Der Regenwurm"). Im Kuriositätenkabinett der APOKALYPSEN strahlen andere Stücke heller: "Dieser Mozart" ist die herrlich absurde Geschichte eines Metzgers namens Schikaneder, der behauptet, als Nachfahre des Zauberflöten-Librettisten im Besitz eines Schuldscheines von - eben - W. A. Mozart zu sein: "Die Symphonie hat er nie geschrieben (...). Meine Lebensplanung wäre eine ganz andere gewesen": teuere Fliesen in der Metzgerei, ein Bugatti statt eines Porsche. Als ironischer Sprachkünstler glänzt Polt immer noch: Vom "Apokalyptiker" etwa erfährt man, dass er in seiner Jugend "nicht so equipped wie heute" war.

So kurzweilig es sein mag, Polt beim Erzählen zuzuhören - am Wertvollsten ist er immer noch in seinem angestammten Fach. Als bekannte Figur aus Polts Bühnenkabinett kommt der hochnäsige Spießer ("Mehr oder weniger") ebenso zum Zuge wie der Konservator ("Das CSU-Museum"). Das Schlusswort ("Der Apokalyptiker") gebührt Polts ureigenster Maske: dem Polterer. Nomen est omen.

Freilich: Nicht alle Lacher auf dem Album sind taufrisch. Polt weiß zwar, wie gut seine recycelten Pointen vergangener Tage bei vielen Fans ankommen. Von einer Neuauflage des Weißwurst grillenden Dr. Brezner wird man hier verschont. Zu viel ist allerdings in Wort und Tat an vergangene Glanznummern angelehnt - insbesondere an Polts `97er Meisterwerk DER STANDORT DEUTSCHLAND.

Was den APOKALPYSEN weitgehend fehlt, wird auf der Schlussgeraden zum Glück noch nachgeholt: Gegenwartsbezug. "Der Apokalyptiker" besticht mit einer hochkarätigen Schimpftirade: über abgehobene Politik, nichtexistente Privacy ("wo ist denn meine Privatheit? alles durchlöchert!") und Bankenpleiten. Auch "Das CSU-Museum" hält, was der Titel verspricht: Es ist Polts größte Ansammlung von Pointen seit langem. Sämtliche Parteigrößen bekommen ihr Fett ab - vom "Ochsensepp" über FJS und den Verkehrssünder Wiesheu ("mehr Promille, als der Haider jemals hatte") bis zu Stoiber, Beckstein und Huber. Das CSU-Museum, bayrisches Pseudo-Pendant zu Louvre und British Museum, ist ein Lachkabinett erster Güte.

Fazit: APOKALPYSEN ist ein Album in "elder-Statesman-Manier". Gerhard Polt muss nichts mehr beweisen und hat sich schwerpunktmäßig aufs Anekdotenerzählen verlegt. Bezieht er bisweilen Stellung zu aktuellen Problemen, so tut er das immer noch mit einer erstaunlichen Autorität. APOKALPYSEN ist kein Meisterwerk; ein würdiges Alterswerk ist es allemal.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Apokalypsen Now .... 4. Dezember 2008
Format:Audio CD
Die neue Polt ist richtig gut und ich finde die Auswahl der Livemitschnitte gelungen und ausgewogen. "Apokalypsen" ist schon wie sein Vorgänger etwas leiser als die "Standort D" und "Geistesmensch",
jedoch ist der Hörgenuss der gleiche.
Dass man manche Dinge aus "Hundsgrüppel" und "offener Volzug" schon
kennt, ist kaum störend, da es in einem völlig anderem Hörgewand daher kommt.
Humor mit Hirn .... Apokalypsen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
einfach göttlich
Polt läuft wieder zur Höchstform auf. Wenn er über die Minoritäten parliert,"sind sie sich immer noch nicht wenig genug" muss man schmunzeln und dann stellen... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Barbara veröffentlicht
Nicht nur für Polt-Fans zu empfehlen!
ein Polt-Produkt erster Güteklasse mit gewohnt bissig-hinterkünftigem Humor. Gerhard Polt ist der Exportschlager aus Bayern, was intelligenten und unaufdringlichen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. März 2009 von Dr. J. Wohlschlaeger
Polt ist und bleibt der GRÖSSTE...
KEINer kommt ihn nahe, ABER die, welche seinen tiefschwarzen und tiefsinnigen Humor - gepaart mit seinem wundervollen - Dialekt nicht verstehen, sollten nicht hinhören. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Januar 2009 von Stan
Gutes Album für Fans
Gerhard Polts neues Album beginnt mit "Mehr Oder Weniger", einer Fortsetzung des legendären Minderheitentraktakts "1705" (von dem Meisterwerk "Der Standort Deutschland"). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Januar 2009 von Wirtshausberater
Apokalypse für Polt Fan
meine Meinung:

Die neue CD "Apokalypsen" ist selbst für einen ehemals hargesottenen Polt-Fan eine herbe Enttäuschung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Dezember 2008 von 3.141592654
hörenswert
Für den Polt-Fan ein Muss, das erstmal vorweg. Es geht ruhiger zu wie auf früheren Cds, aber je öfter man die Titel anhört, umso mehr schmunzelt man über... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. November 2008 von I. Schneider
Schade - so schlecht habe ich IHN selten gehört!
Als großer POLT-Fan habe ich lange auch das Erscheinen dieser CD gewartet. Ich liebe die kleinen, ironisch-humoresken Anekdoten (Der Cineast, Badhausen, Oktoberfest mit dem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. November 2008 von J. Bensch
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