Apocalyptica


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The advent playlist is completed by 2 songs by your favourite cellists. Happy xmas! http://t.co/TQQ1BaaGRv Apo HQ http://t.co/PbcKUX8zyT


Biografie

Die aus Finnland stammende, orchestrale Rockband Apocalyptica hat seit ihrer Gründung im Jahr 1993 sechs Studioalben veröffentlicht. Cello-Instrumentals bildeten stets die Basis, doch immer wieder wurde auch gesungen. Eigentlich spielte es jedoch keine allzu große Rolle, welche Ausdrucksform Apocalyptica gerade erforschten, ob sie nun atmosphärische Zwischenspiele inszenierten, oder mit rasanten Rhythmen voranstürmten – ihre Musik war stets packend, dynamisch und äußerst melodisch. Mit ihrem siebten Album 7th Symphony betreten sie jetzt allerdings Neuland: Das Werk klingt nicht nur ... Lesen Sie mehr

Die aus Finnland stammende, orchestrale Rockband Apocalyptica hat seit ihrer Gründung im Jahr 1993 sechs Studioalben veröffentlicht. Cello-Instrumentals bildeten stets die Basis, doch immer wieder wurde auch gesungen. Eigentlich spielte es jedoch keine allzu große Rolle, welche Ausdrucksform Apocalyptica gerade erforschten, ob sie nun atmosphärische Zwischenspiele inszenierten, oder mit rasanten Rhythmen voranstürmten – ihre Musik war stets packend, dynamisch und äußerst melodisch. Mit ihrem siebten Album 7th Symphony betreten sie jetzt allerdings Neuland: Das Werk klingt nicht nur „symphonisch“, es ist formal tatsächlich eine Symphonie.

„Die Instrumentalstücke sind kompromissloser als alles, was wir je zuvor gemacht haben“, erklärt Cellist und Haupt-Songwriter Eicca Toppinen: „Auf unseren früheren Alben hatten wir immer wieder Songs, zu denen Gesang durchaus gepasst hätte, die wir aber trotzdem als Instrumentalstücke umsetzten. Die aktuellen Instrumentals mit ihren langen, progressiven Passagen sind wesentlich puristischer, die Frage nach dem Gesang stellte sich überhaupt nicht. Wir wollten einfach Stücke schreiben, bei denen kein Zuhörer den Gesang auch nur ansatzweise vermisst.“

Andererseits enthält 7th Symphony Songs, die wesentlich härter rocken als alles, was Apocalyptica seit zehn Jahren aufgenommen haben. Damals erschien ihr episches, kraftvolles Album Cult, auf dem die Band erstmals vornehmlich Eigenkompositionen präsentierte. In der gleichen Weise, wie seinerzeit Cult den Fans eine neue Perspektive auf die Band eröffnete, ist auch 7th Symphony ein Meilenstein in Apocalypticas kreativem Reifeprozess. Die meisten der Songs wurden von Joe Barresi (Queens Of The Stone Age, Tool) produziert, zwei der vier Gesangsnummern von Howard Benson (My Chemical Romance, Papa Roach). Dazu Eicca Toppinen: „Joe ist sich sicher, dass dieses Album vor allem bei den Metal-Fans punkten wird. Denn es ist kraftvoll, aufregend und verschmilzt auf nachdrückliche Weise Klassik mit Metal. Außerdem sind die härteren Stücke tatsächlich richtig hart.“

Neben den sechs symphonischen Tracks enthält 7th Symphony vier Gesangsnummern, die gemeinsam mit etablierten Kollegen geschrieben wurden. „End Of Me“, die erste Single-Auskopplung, entstand in Zusammenarbeit mit Johnny Andrews und dem Bush-Frontmann Gavin Rossdale, der auch den Gesang beisteuerte. „Das ist definitiv ein cooler Rocksong“, urteilt Eicca Toppinen: „Gavin brachte seinen eigenen Ideen ein, nahm an der Musik und am Text ein paar Änderungen vor. Es war ein Vergnügen, mit ihm zu arbeiten, denn er ist nicht nur ein netter Kerl, sondern auch hoch professionell.“

Beeindruckend sind auch die weiteren Gastauftritte: Brent Smith von der Band Shinedown singt auf „Not Strong Enough“, einer Komposition der preisgekrönten Pop-Songschreiberin Diane Warren (Aerosmith, Toni Braxton, LeAnn Rimes, Trisha Yearwood) und produziert von Howard Benson. Letzterer kooperierte auch mit Lacey von der Band Flyleaf, und zwar beim Song „Broken Pieces“.

Eines der kraftvollsten Stücke des Albums ist „Bring Them To Light“, eine Kollaboration mit Joe Duplantier von der experimentellen französischen Prog-Metal-Band Gojira. Den Kontakt zu Toppinen hatte Apocalypticas französischer Verleger hergestellt, der auch für Gojira tätig ist. „Er hatte den Eindruck, dass wir gut miteinander auskommen würden“, erzählt der Cellist, „und er sollte Recht behalten. Der Song ist wirklich großartig, er klingt weder nach Gojira, noch allzu vordergründig nach Apocalyptica. Es ist symphonischer Thrash Metal, und Joe inszenierte seine Gesangslinien ganz anders als bei Gojira, was ziemlich aufregend ist.“

Die Zusammenarbeit mit dem Hauptproduzenten Barresi zahlte sich für Apocalyptica gleich in mehrerer Hinsicht aus. Zum einen, da die Band für die Aufnahmen – anders als in der Vergangenheit – nicht mehr rund um den Globus jetten musste, sondern zuhause in Helsinki arbeiten konnte. Wichtiger noch: Sie lernten Barresis Detailverliebtheit und seine Kreativität schätzen. „Diesmal verwendeten wir viel mehr Effekte als je zuvor“, erklärt Toppinen, „was uns eine ganz neue Klangdimension eröffnete. Das Album klingt aber dennoch sehr organisch. Das Schlagzeug wurde natürlicher aufgenommen, auf Sampling und Nachbearbeitung haben wir weitgehend verzichtet. Wir entdeckten die großartigen Sounds bereits während der Aufnahmen und hielten sie sofort fest, nachträgliche Korrekturen, die mittlerweile so beliebt sind, waren also überhaupt nicht nötig.“

Einer von Toppinens Lieblingssongs auf 7th Symphony ist „Beautiful“: Das orchestrale Instrumentalstück wurde mit drei Celli und Schlagzeuger Mikko Sirén aufgenommen – der allerdings den Bass spielte. Toppinen: „Mikko spielte den Bass zum ersten Mal in seinem Leben, das Ergebnis ist ein wunderschöner Akustik-Song, der in nur einem Take aufgenommen wurde.“ Dass „Beautiful“ so unverhüllt und verletzlich klingt, mag mit der Art und Weise zusammenhängen, wie das Stück aufgenommen wurde. „Wir entschlossen uns dazu, den Song nackt einzuspielen“, erzählt Toppinen: „Da gab es also diesen Moment, in dem vier nackte Typen in einem Raum saßen und einfach nur akustische Musik spielten. Nackt zu sein, ruft immer ein gutes Gefühl hervor. Wir versuchten es angezogen, hatten aber den Eindruck, dass irgendetwas fehlt. Mikko spielte ohnehin nackt, um sein Debüt als Bassist zu feiern, also entschlossen wir uns, es ihm gleich zu tun. Sofort hatten wir viel mehr Spaß.“

Die Arbeiten an 7th Symphony begannen im vergangenen Herbst, im Januar flog Sirén dann erst einmal nach Los Angeles, um die Schlagzeug-Tracks aufzuzeichnen. Doch sobald er dort eingetroffen war, verspürte Toppinen daheim in Finnland einen plötzlichen Kreativitätsschub: „Ich schrieb drei weitere Songs, schickte ihm die Demos und er machte die Schlagzeugaufnahmen. Erst dann nahmen wir alle anderen Parts auf, aber es war ziemlich seltsam, in ein Studio zu gehen und Songs einzuspielen, die wir weder gemeinsam geprobt noch fertig arrangiert hatten. Vieles fehlte noch, aber letztlich war es eine spannende Erfahrung, denn es zwang uns dazu, neue Wege zu beschreiten und ständig kreativ zu sein. Das führte zu einem viel frischeren Ansatz, denn diesmal konnten wir nicht einfach aus fünf Demoaufnahmen jene herauspicken, die uns am vielversprechendsten erschien.“

Letztlich ist 7th Symphony das Ergebnis von 17 Jahren harter Arbeit. Apocalyptica begannen 1993 als Plattform für Toppinen und drei seiner klassisch geschulten Kollegen der renommierten „Sibelius Akademie“. Drei Jahre später erschien dann ihr Debütalbum Apocalyptica Plays Metallica By Four Cellos. „Als wir unser erstes Werk produzierten, hegten wir nicht allzu große Erwartungen. Wir dachten, es wäre cool, wenn wir 1.000 Exemplare verkaufen und ein paar Konzerte geben könnten. Doch dann wurden wir für ziemlich viele Shows gebucht, und unser Sound änderte sich völlig. Wir bemerkten, dass unser Debüt eigentlich recht grauenhaft klang und wollten ein aufregenderes, zweites Album nachlegen.“

Mit der 1998 erschienenen Inquisition Symphony, produziert von Otto Donner und Hiili Hiilesmaa, verfeinerten Apocalyptica ihre Herangehensweise und ihren Sound. Wie das Debüt, enthielt auch das Nachfolgewerk Songs von Metallica, allerdings ergänzt um Cover-Versionen von Faith No More, Sepultura, Pantera sowie drei Eigenkompositionen. „Es war ziemlich lustig“, erinnert sich Toppinen, „denn nach dem Debüt sagten uns alle, dass die Idee nur einmal funktionieren würde. Nach dem zweiten Album hieß es dann, wir hätten unser Potenzial jetzt aber wirklich ausgeschöpft, eine Weiterentwicklung könne es nicht geben, Apocalyptica seien am Ende. Wir sind aber immer noch da.“

Um auch weiterhin relevant zu bleiben, musste die Band einige Veränderungen vornehmen. Also enthielt ihr 2000er-Album Cult lediglich drei Cover-Versionen, der Rest stammte aus der Feder von Eicca Toppinen. Zudem integrierte man Sandra Nasic (Guano Apes) und Matthias Sayer (Ex-Farmer Boys), die bei zwei Songs den Gesang übernahmen. Doch die Plattenfirma war mit dem Werk nicht sonderlich zufrieden, sie hatte schlichtweg eine weitere Sammlung von Metal-Cover-Versionen erwartet. Glücklicherweise lief Apocalypticas Plattenvertrag damals gerade aus, und die Plattenfirma hatte es versäumt, rechtzeitig ihre Option auf weitere Werke wahrzunehmen.

„Sie verlangten verrückte Cover-Versionen von Motörhead und AC/DC, doch derartige Sachen wollten wir einfach nicht mehr machen. Also entschlossen wir uns dazu, den Vertrag lieber auslaufen zu lassen. Man kann auf Cult jede Menge Emotionalität heraushören, es war ein enorm leidenschaftliches Album. Und glücklicherweise unterschrieben wir bei einem Label in Deutschland, das Cult dann auch veröffentlichte. Es war dennoch keine leichte Zeit für uns, sondern ein wirklich wichtiger Wendepunkt. Hätten wir auf unser altes Label gehört und ein weiteres Album mit Cover-Versionen veröffentlicht, wäre das wohl unser Ende gewesen. Mit Cult erfanden wir uns neu.“

Mit neuer Ausrichtung und jede Menge Schwung kehrten Apocalyptica 2003 ins Studio zurück. Die Gesangsaufnahmen von Cult hatten der Band derart gefallen, dass sie nun an Nina Hagen herantrat, die ein Cover von Rammsteins „Seemann“ einsang. Die schwedische Sängerin Linda Sundblad wirkte indes bei „Faraway, Vol. 2“ mit. Der 2005 erschienene Nachfolger Apocalyptica konnte sogar mit noch mehr Prominenz aufwarten: Auf „Betrayal/Forgiveness“ trommelte Slayers Schlagzeuger Dave Lombardo, „Bittersweet“ wurde von HIM’s Ville Valo und Lauri Ylönen (The Rasmus) gesungen, der auch „Life Burns!“ übernahm.

Doch es war Worlds Collide aus dem Jahr 2007, das Apocalyptica zu einem internationalen Phänomen erhob. Wie bereits bei den Vorgängeralben, wirkten auch auf diesem Werk zahlreiche Gastmusiker mit: Dave Lombardo kehrte für „Last Hope“ zurück, Slipknots Corey Taylor sang „I`m Not Jesus“ und Cristina Scabbia von Lacuna Coil übernahm „S.O.S. (Anything But Love)“. Rammsteins Till Lindemann brillierte beim Bowie/Eno-Cover „Helden“ und Adam Gontier von Three Days Grace kehrte für „I Don’t Care“ sein Innerstes nach außen. Das amerikanische Radio reagierte sofort, „I Don’t Care“ brachte die Band auf Platz 59 der „Billboard Hot 200“. In den amerikanischen Indie- und Rockcharts eroberten Apocalyptica gar Rang 7.

„Dieser Erfolg war wirklich eigenartig“, erinnert sich Toppinen: „Das Rammstein-Cover mit Nina Hagen war ein großer Erfolg in Mitteleuropa gewesen, der Song, den wir mit Ville Valo eingespielt hatten, lief sogar in ganz Europa sehr erfolgreich. Doch in den USA hatten wir nie wirklich Fuß fassen können. Als ich „I Don’t Care“ schrieb und das erste Demo fertig war, dachte ich schon, dass der Song Potenzial haben könnte, einen derartigen Erfolg hatte ich jedoch nie erwartet.“

Mit der geplanten Sommertournee durch Europa und die USA ist für 7th Symphony die Bühne bereitet: Apocalypticas eklektischstes und inspiriertestes Album, das gleichermaßen mit wunderschönen Melodien und kraftvollen, bombastischen Rhythmen prunkt. „Wir haben in dieses Werk wirklich harte Arbeit investiert und hatten dabei jede Menge Spaß“, erklärt Eicca Toppinen. Wer Instrumentals liebt, wird begeistert sein. Wer harte Rocksongs liebt, ebenfalls. Auf diesem Album wird für jeden etwas geboten!“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Die aus Finnland stammende, orchestrale Rockband Apocalyptica hat seit ihrer Gründung im Jahr 1993 sechs Studioalben veröffentlicht. Cello-Instrumentals bildeten stets die Basis, doch immer wieder wurde auch gesungen. Eigentlich spielte es jedoch keine allzu große Rolle, welche Ausdrucksform Apocalyptica gerade erforschten, ob sie nun atmosphärische Zwischenspiele inszenierten, oder mit rasanten Rhythmen voranstürmten – ihre Musik war stets packend, dynamisch und äußerst melodisch. Mit ihrem siebten Album 7th Symphony betreten sie jetzt allerdings Neuland: Das Werk klingt nicht nur „symphonisch“, es ist formal tatsächlich eine Symphonie.

„Die Instrumentalstücke sind kompromissloser als alles, was wir je zuvor gemacht haben“, erklärt Cellist und Haupt-Songwriter Eicca Toppinen: „Auf unseren früheren Alben hatten wir immer wieder Songs, zu denen Gesang durchaus gepasst hätte, die wir aber trotzdem als Instrumentalstücke umsetzten. Die aktuellen Instrumentals mit ihren langen, progressiven Passagen sind wesentlich puristischer, die Frage nach dem Gesang stellte sich überhaupt nicht. Wir wollten einfach Stücke schreiben, bei denen kein Zuhörer den Gesang auch nur ansatzweise vermisst.“

Andererseits enthält 7th Symphony Songs, die wesentlich härter rocken als alles, was Apocalyptica seit zehn Jahren aufgenommen haben. Damals erschien ihr episches, kraftvolles Album Cult, auf dem die Band erstmals vornehmlich Eigenkompositionen präsentierte. In der gleichen Weise, wie seinerzeit Cult den Fans eine neue Perspektive auf die Band eröffnete, ist auch 7th Symphony ein Meilenstein in Apocalypticas kreativem Reifeprozess. Die meisten der Songs wurden von Joe Barresi (Queens Of The Stone Age, Tool) produziert, zwei der vier Gesangsnummern von Howard Benson (My Chemical Romance, Papa Roach). Dazu Eicca Toppinen: „Joe ist sich sicher, dass dieses Album vor allem bei den Metal-Fans punkten wird. Denn es ist kraftvoll, aufregend und verschmilzt auf nachdrückliche Weise Klassik mit Metal. Außerdem sind die härteren Stücke tatsächlich richtig hart.“

Neben den sechs symphonischen Tracks enthält 7th Symphony vier Gesangsnummern, die gemeinsam mit etablierten Kollegen geschrieben wurden. „End Of Me“, die erste Single-Auskopplung, entstand in Zusammenarbeit mit Johnny Andrews und dem Bush-Frontmann Gavin Rossdale, der auch den Gesang beisteuerte. „Das ist definitiv ein cooler Rocksong“, urteilt Eicca Toppinen: „Gavin brachte seinen eigenen Ideen ein, nahm an der Musik und am Text ein paar Änderungen vor. Es war ein Vergnügen, mit ihm zu arbeiten, denn er ist nicht nur ein netter Kerl, sondern auch hoch professionell.“

Beeindruckend sind auch die weiteren Gastauftritte: Brent Smith von der Band Shinedown singt auf „Not Strong Enough“, einer Komposition der preisgekrönten Pop-Songschreiberin Diane Warren (Aerosmith, Toni Braxton, LeAnn Rimes, Trisha Yearwood) und produziert von Howard Benson. Letzterer kooperierte auch mit Lacey von der Band Flyleaf, und zwar beim Song „Broken Pieces“.

Eines der kraftvollsten Stücke des Albums ist „Bring Them To Light“, eine Kollaboration mit Joe Duplantier von der experimentellen französischen Prog-Metal-Band Gojira. Den Kontakt zu Toppinen hatte Apocalypticas französischer Verleger hergestellt, der auch für Gojira tätig ist. „Er hatte den Eindruck, dass wir gut miteinander auskommen würden“, erzählt der Cellist, „und er sollte Recht behalten. Der Song ist wirklich großartig, er klingt weder nach Gojira, noch allzu vordergründig nach Apocalyptica. Es ist symphonischer Thrash Metal, und Joe inszenierte seine Gesangslinien ganz anders als bei Gojira, was ziemlich aufregend ist.“

Die Zusammenarbeit mit dem Hauptproduzenten Barresi zahlte sich für Apocalyptica gleich in mehrerer Hinsicht aus. Zum einen, da die Band für die Aufnahmen – anders als in der Vergangenheit – nicht mehr rund um den Globus jetten musste, sondern zuhause in Helsinki arbeiten konnte. Wichtiger noch: Sie lernten Barresis Detailverliebtheit und seine Kreativität schätzen. „Diesmal verwendeten wir viel mehr Effekte als je zuvor“, erklärt Toppinen, „was uns eine ganz neue Klangdimension eröffnete. Das Album klingt aber dennoch sehr organisch. Das Schlagzeug wurde natürlicher aufgenommen, auf Sampling und Nachbearbeitung haben wir weitgehend verzichtet. Wir entdeckten die großartigen Sounds bereits während der Aufnahmen und hielten sie sofort fest, nachträgliche Korrekturen, die mittlerweile so beliebt sind, waren also überhaupt nicht nötig.“

Einer von Toppinens Lieblingssongs auf 7th Symphony ist „Beautiful“: Das orchestrale Instrumentalstück wurde mit drei Celli und Schlagzeuger Mikko Sirén aufgenommen – der allerdings den Bass spielte. Toppinen: „Mikko spielte den Bass zum ersten Mal in seinem Leben, das Ergebnis ist ein wunderschöner Akustik-Song, der in nur einem Take aufgenommen wurde.“ Dass „Beautiful“ so unverhüllt und verletzlich klingt, mag mit der Art und Weise zusammenhängen, wie das Stück aufgenommen wurde. „Wir entschlossen uns dazu, den Song nackt einzuspielen“, erzählt Toppinen: „Da gab es also diesen Moment, in dem vier nackte Typen in einem Raum saßen und einfach nur akustische Musik spielten. Nackt zu sein, ruft immer ein gutes Gefühl hervor. Wir versuchten es angezogen, hatten aber den Eindruck, dass irgendetwas fehlt. Mikko spielte ohnehin nackt, um sein Debüt als Bassist zu feiern, also entschlossen wir uns, es ihm gleich zu tun. Sofort hatten wir viel mehr Spaß.“

Die Arbeiten an 7th Symphony begannen im vergangenen Herbst, im Januar flog Sirén dann erst einmal nach Los Angeles, um die Schlagzeug-Tracks aufzuzeichnen. Doch sobald er dort eingetroffen war, verspürte Toppinen daheim in Finnland einen plötzlichen Kreativitätsschub: „Ich schrieb drei weitere Songs, schickte ihm die Demos und er machte die Schlagzeugaufnahmen. Erst dann nahmen wir alle anderen Parts auf, aber es war ziemlich seltsam, in ein Studio zu gehen und Songs einzuspielen, die wir weder gemeinsam geprobt noch fertig arrangiert hatten. Vieles fehlte noch, aber letztlich war es eine spannende Erfahrung, denn es zwang uns dazu, neue Wege zu beschreiten und ständig kreativ zu sein. Das führte zu einem viel frischeren Ansatz, denn diesmal konnten wir nicht einfach aus fünf Demoaufnahmen jene herauspicken, die uns am vielversprechendsten erschien.“

Letztlich ist 7th Symphony das Ergebnis von 17 Jahren harter Arbeit. Apocalyptica begannen 1993 als Plattform für Toppinen und drei seiner klassisch geschulten Kollegen der renommierten „Sibelius Akademie“. Drei Jahre später erschien dann ihr Debütalbum Apocalyptica Plays Metallica By Four Cellos. „Als wir unser erstes Werk produzierten, hegten wir nicht allzu große Erwartungen. Wir dachten, es wäre cool, wenn wir 1.000 Exemplare verkaufen und ein paar Konzerte geben könnten. Doch dann wurden wir für ziemlich viele Shows gebucht, und unser Sound änderte sich völlig. Wir bemerkten, dass unser Debüt eigentlich recht grauenhaft klang und wollten ein aufregenderes, zweites Album nachlegen.“

Mit der 1998 erschienenen Inquisition Symphony, produziert von Otto Donner und Hiili Hiilesmaa, verfeinerten Apocalyptica ihre Herangehensweise und ihren Sound. Wie das Debüt, enthielt auch das Nachfolgewerk Songs von Metallica, allerdings ergänzt um Cover-Versionen von Faith No More, Sepultura, Pantera sowie drei Eigenkompositionen. „Es war ziemlich lustig“, erinnert sich Toppinen, „denn nach dem Debüt sagten uns alle, dass die Idee nur einmal funktionieren würde. Nach dem zweiten Album hieß es dann, wir hätten unser Potenzial jetzt aber wirklich ausgeschöpft, eine Weiterentwicklung könne es nicht geben, Apocalyptica seien am Ende. Wir sind aber immer noch da.“

Um auch weiterhin relevant zu bleiben, musste die Band einige Veränderungen vornehmen. Also enthielt ihr 2000er-Album Cult lediglich drei Cover-Versionen, der Rest stammte aus der Feder von Eicca Toppinen. Zudem integrierte man Sandra Nasic (Guano Apes) und Matthias Sayer (Ex-Farmer Boys), die bei zwei Songs den Gesang übernahmen. Doch die Plattenfirma war mit dem Werk nicht sonderlich zufrieden, sie hatte schlichtweg eine weitere Sammlung von Metal-Cover-Versionen erwartet. Glücklicherweise lief Apocalypticas Plattenvertrag damals gerade aus, und die Plattenfirma hatte es versäumt, rechtzeitig ihre Option auf weitere Werke wahrzunehmen.

„Sie verlangten verrückte Cover-Versionen von Motörhead und AC/DC, doch derartige Sachen wollten wir einfach nicht mehr machen. Also entschlossen wir uns dazu, den Vertrag lieber auslaufen zu lassen. Man kann auf Cult jede Menge Emotionalität heraushören, es war ein enorm leidenschaftliches Album. Und glücklicherweise unterschrieben wir bei einem Label in Deutschland, das Cult dann auch veröffentlichte. Es war dennoch keine leichte Zeit für uns, sondern ein wirklich wichtiger Wendepunkt. Hätten wir auf unser altes Label gehört und ein weiteres Album mit Cover-Versionen veröffentlicht, wäre das wohl unser Ende gewesen. Mit Cult erfanden wir uns neu.“

Mit neuer Ausrichtung und jede Menge Schwung kehrten Apocalyptica 2003 ins Studio zurück. Die Gesangsaufnahmen von Cult hatten der Band derart gefallen, dass sie nun an Nina Hagen herantrat, die ein Cover von Rammsteins „Seemann“ einsang. Die schwedische Sängerin Linda Sundblad wirkte indes bei „Faraway, Vol. 2“ mit. Der 2005 erschienene Nachfolger Apocalyptica konnte sogar mit noch mehr Prominenz aufwarten: Auf „Betrayal/Forgiveness“ trommelte Slayers Schlagzeuger Dave Lombardo, „Bittersweet“ wurde von HIM’s Ville Valo und Lauri Ylönen (The Rasmus) gesungen, der auch „Life Burns!“ übernahm.

Doch es war Worlds Collide aus dem Jahr 2007, das Apocalyptica zu einem internationalen Phänomen erhob. Wie bereits bei den Vorgängeralben, wirkten auch auf diesem Werk zahlreiche Gastmusiker mit: Dave Lombardo kehrte für „Last Hope“ zurück, Slipknots Corey Taylor sang „I`m Not Jesus“ und Cristina Scabbia von Lacuna Coil übernahm „S.O.S. (Anything But Love)“. Rammsteins Till Lindemann brillierte beim Bowie/Eno-Cover „Helden“ und Adam Gontier von Three Days Grace kehrte für „I Don’t Care“ sein Innerstes nach außen. Das amerikanische Radio reagierte sofort, „I Don’t Care“ brachte die Band auf Platz 59 der „Billboard Hot 200“. In den amerikanischen Indie- und Rockcharts eroberten Apocalyptica gar Rang 7.

„Dieser Erfolg war wirklich eigenartig“, erinnert sich Toppinen: „Das Rammstein-Cover mit Nina Hagen war ein großer Erfolg in Mitteleuropa gewesen, der Song, den wir mit Ville Valo eingespielt hatten, lief sogar in ganz Europa sehr erfolgreich. Doch in den USA hatten wir nie wirklich Fuß fassen können. Als ich „I Don’t Care“ schrieb und das erste Demo fertig war, dachte ich schon, dass der Song Potenzial haben könnte, einen derartigen Erfolg hatte ich jedoch nie erwartet.“

Mit der geplanten Sommertournee durch Europa und die USA ist für 7th Symphony die Bühne bereitet: Apocalypticas eklektischstes und inspiriertestes Album, das gleichermaßen mit wunderschönen Melodien und kraftvollen, bombastischen Rhythmen prunkt. „Wir haben in dieses Werk wirklich harte Arbeit investiert und hatten dabei jede Menge Spaß“, erklärt Eicca Toppinen. Wer Instrumentals liebt, wird begeistert sein. Wer harte Rocksongs liebt, ebenfalls. Auf diesem Album wird für jeden etwas geboten!“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Die aus Finnland stammende, orchestrale Rockband Apocalyptica hat seit ihrer Gründung im Jahr 1993 sechs Studioalben veröffentlicht. Cello-Instrumentals bildeten stets die Basis, doch immer wieder wurde auch gesungen. Eigentlich spielte es jedoch keine allzu große Rolle, welche Ausdrucksform Apocalyptica gerade erforschten, ob sie nun atmosphärische Zwischenspiele inszenierten, oder mit rasanten Rhythmen voranstürmten – ihre Musik war stets packend, dynamisch und äußerst melodisch. Mit ihrem siebten Album 7th Symphony betreten sie jetzt allerdings Neuland: Das Werk klingt nicht nur „symphonisch“, es ist formal tatsächlich eine Symphonie.

„Die Instrumentalstücke sind kompromissloser als alles, was wir je zuvor gemacht haben“, erklärt Cellist und Haupt-Songwriter Eicca Toppinen: „Auf unseren früheren Alben hatten wir immer wieder Songs, zu denen Gesang durchaus gepasst hätte, die wir aber trotzdem als Instrumentalstücke umsetzten. Die aktuellen Instrumentals mit ihren langen, progressiven Passagen sind wesentlich puristischer, die Frage nach dem Gesang stellte sich überhaupt nicht. Wir wollten einfach Stücke schreiben, bei denen kein Zuhörer den Gesang auch nur ansatzweise vermisst.“

Andererseits enthält 7th Symphony Songs, die wesentlich härter rocken als alles, was Apocalyptica seit zehn Jahren aufgenommen haben. Damals erschien ihr episches, kraftvolles Album Cult, auf dem die Band erstmals vornehmlich Eigenkompositionen präsentierte. In der gleichen Weise, wie seinerzeit Cult den Fans eine neue Perspektive auf die Band eröffnete, ist auch 7th Symphony ein Meilenstein in Apocalypticas kreativem Reifeprozess. Die meisten der Songs wurden von Joe Barresi (Queens Of The Stone Age, Tool) produziert, zwei der vier Gesangsnummern von Howard Benson (My Chemical Romance, Papa Roach). Dazu Eicca Toppinen: „Joe ist sich sicher, dass dieses Album vor allem bei den Metal-Fans punkten wird. Denn es ist kraftvoll, aufregend und verschmilzt auf nachdrückliche Weise Klassik mit Metal. Außerdem sind die härteren Stücke tatsächlich richtig hart.“

Neben den sechs symphonischen Tracks enthält 7th Symphony vier Gesangsnummern, die gemeinsam mit etablierten Kollegen geschrieben wurden. „End Of Me“, die erste Single-Auskopplung, entstand in Zusammenarbeit mit Johnny Andrews und dem Bush-Frontmann Gavin Rossdale, der auch den Gesang beisteuerte. „Das ist definitiv ein cooler Rocksong“, urteilt Eicca Toppinen: „Gavin brachte seinen eigenen Ideen ein, nahm an der Musik und am Text ein paar Änderungen vor. Es war ein Vergnügen, mit ihm zu arbeiten, denn er ist nicht nur ein netter Kerl, sondern auch hoch professionell.“

Beeindruckend sind auch die weiteren Gastauftritte: Brent Smith von der Band Shinedown singt auf „Not Strong Enough“, einer Komposition der preisgekrönten Pop-Songschreiberin Diane Warren (Aerosmith, Toni Braxton, LeAnn Rimes, Trisha Yearwood) und produziert von Howard Benson. Letzterer kooperierte auch mit Lacey von der Band Flyleaf, und zwar beim Song „Broken Pieces“.

Eines der kraftvollsten Stücke des Albums ist „Bring Them To Light“, eine Kollaboration mit Joe Duplantier von der experimentellen französischen Prog-Metal-Band Gojira. Den Kontakt zu Toppinen hatte Apocalypticas französischer Verleger hergestellt, der auch für Gojira tätig ist. „Er hatte den Eindruck, dass wir gut miteinander auskommen würden“, erzählt der Cellist, „und er sollte Recht behalten. Der Song ist wirklich großartig, er klingt weder nach Gojira, noch allzu vordergründig nach Apocalyptica. Es ist symphonischer Thrash Metal, und Joe inszenierte seine Gesangslinien ganz anders als bei Gojira, was ziemlich aufregend ist.“

Die Zusammenarbeit mit dem Hauptproduzenten Barresi zahlte sich für Apocalyptica gleich in mehrerer Hinsicht aus. Zum einen, da die Band für die Aufnahmen – anders als in der Vergangenheit – nicht mehr rund um den Globus jetten musste, sondern zuhause in Helsinki arbeiten konnte. Wichtiger noch: Sie lernten Barresis Detailverliebtheit und seine Kreativität schätzen. „Diesmal verwendeten wir viel mehr Effekte als je zuvor“, erklärt Toppinen, „was uns eine ganz neue Klangdimension eröffnete. Das Album klingt aber dennoch sehr organisch. Das Schlagzeug wurde natürlicher aufgenommen, auf Sampling und Nachbearbeitung haben wir weitgehend verzichtet. Wir entdeckten die großartigen Sounds bereits während der Aufnahmen und hielten sie sofort fest, nachträgliche Korrekturen, die mittlerweile so beliebt sind, waren also überhaupt nicht nötig.“

Einer von Toppinens Lieblingssongs auf 7th Symphony ist „Beautiful“: Das orchestrale Instrumentalstück wurde mit drei Celli und Schlagzeuger Mikko Sirén aufgenommen – der allerdings den Bass spielte. Toppinen: „Mikko spielte den Bass zum ersten Mal in seinem Leben, das Ergebnis ist ein wunderschöner Akustik-Song, der in nur einem Take aufgenommen wurde.“ Dass „Beautiful“ so unverhüllt und verletzlich klingt, mag mit der Art und Weise zusammenhängen, wie das Stück aufgenommen wurde. „Wir entschlossen uns dazu, den Song nackt einzuspielen“, erzählt Toppinen: „Da gab es also diesen Moment, in dem vier nackte Typen in einem Raum saßen und einfach nur akustische Musik spielten. Nackt zu sein, ruft immer ein gutes Gefühl hervor. Wir versuchten es angezogen, hatten aber den Eindruck, dass irgendetwas fehlt. Mikko spielte ohnehin nackt, um sein Debüt als Bassist zu feiern, also entschlossen wir uns, es ihm gleich zu tun. Sofort hatten wir viel mehr Spaß.“

Die Arbeiten an 7th Symphony begannen im vergangenen Herbst, im Januar flog Sirén dann erst einmal nach Los Angeles, um die Schlagzeug-Tracks aufzuzeichnen. Doch sobald er dort eingetroffen war, verspürte Toppinen daheim in Finnland einen plötzlichen Kreativitätsschub: „Ich schrieb drei weitere Songs, schickte ihm die Demos und er machte die Schlagzeugaufnahmen. Erst dann nahmen wir alle anderen Parts auf, aber es war ziemlich seltsam, in ein Studio zu gehen und Songs einzuspielen, die wir weder gemeinsam geprobt noch fertig arrangiert hatten. Vieles fehlte noch, aber letztlich war es eine spannende Erfahrung, denn es zwang uns dazu, neue Wege zu beschreiten und ständig kreativ zu sein. Das führte zu einem viel frischeren Ansatz, denn diesmal konnten wir nicht einfach aus fünf Demoaufnahmen jene herauspicken, die uns am vielversprechendsten erschien.“

Letztlich ist 7th Symphony das Ergebnis von 17 Jahren harter Arbeit. Apocalyptica begannen 1993 als Plattform für Toppinen und drei seiner klassisch geschulten Kollegen der renommierten „Sibelius Akademie“. Drei Jahre später erschien dann ihr Debütalbum Apocalyptica Plays Metallica By Four Cellos. „Als wir unser erstes Werk produzierten, hegten wir nicht allzu große Erwartungen. Wir dachten, es wäre cool, wenn wir 1.000 Exemplare verkaufen und ein paar Konzerte geben könnten. Doch dann wurden wir für ziemlich viele Shows gebucht, und unser Sound änderte sich völlig. Wir bemerkten, dass unser Debüt eigentlich recht grauenhaft klang und wollten ein aufregenderes, zweites Album nachlegen.“

Mit der 1998 erschienenen Inquisition Symphony, produziert von Otto Donner und Hiili Hiilesmaa, verfeinerten Apocalyptica ihre Herangehensweise und ihren Sound. Wie das Debüt, enthielt auch das Nachfolgewerk Songs von Metallica, allerdings ergänzt um Cover-Versionen von Faith No More, Sepultura, Pantera sowie drei Eigenkompositionen. „Es war ziemlich lustig“, erinnert sich Toppinen, „denn nach dem Debüt sagten uns alle, dass die Idee nur einmal funktionieren würde. Nach dem zweiten Album hieß es dann, wir hätten unser Potenzial jetzt aber wirklich ausgeschöpft, eine Weiterentwicklung könne es nicht geben, Apocalyptica seien am Ende. Wir sind aber immer noch da.“

Um auch weiterhin relevant zu bleiben, musste die Band einige Veränderungen vornehmen. Also enthielt ihr 2000er-Album Cult lediglich drei Cover-Versionen, der Rest stammte aus der Feder von Eicca Toppinen. Zudem integrierte man Sandra Nasic (Guano Apes) und Matthias Sayer (Ex-Farmer Boys), die bei zwei Songs den Gesang übernahmen. Doch die Plattenfirma war mit dem Werk nicht sonderlich zufrieden, sie hatte schlichtweg eine weitere Sammlung von Metal-Cover-Versionen erwartet. Glücklicherweise lief Apocalypticas Plattenvertrag damals gerade aus, und die Plattenfirma hatte es versäumt, rechtzeitig ihre Option auf weitere Werke wahrzunehmen.

„Sie verlangten verrückte Cover-Versionen von Motörhead und AC/DC, doch derartige Sachen wollten wir einfach nicht mehr machen. Also entschlossen wir uns dazu, den Vertrag lieber auslaufen zu lassen. Man kann auf Cult jede Menge Emotionalität heraushören, es war ein enorm leidenschaftliches Album. Und glücklicherweise unterschrieben wir bei einem Label in Deutschland, das Cult dann auch veröffentlichte. Es war dennoch keine leichte Zeit für uns, sondern ein wirklich wichtiger Wendepunkt. Hätten wir auf unser altes Label gehört und ein weiteres Album mit Cover-Versionen veröffentlicht, wäre das wohl unser Ende gewesen. Mit Cult erfanden wir uns neu.“

Mit neuer Ausrichtung und jede Menge Schwung kehrten Apocalyptica 2003 ins Studio zurück. Die Gesangsaufnahmen von Cult hatten der Band derart gefallen, dass sie nun an Nina Hagen herantrat, die ein Cover von Rammsteins „Seemann“ einsang. Die schwedische Sängerin Linda Sundblad wirkte indes bei „Faraway, Vol. 2“ mit. Der 2005 erschienene Nachfolger Apocalyptica konnte sogar mit noch mehr Prominenz aufwarten: Auf „Betrayal/Forgiveness“ trommelte Slayers Schlagzeuger Dave Lombardo, „Bittersweet“ wurde von HIM’s Ville Valo und Lauri Ylönen (The Rasmus) gesungen, der auch „Life Burns!“ übernahm.

Doch es war Worlds Collide aus dem Jahr 2007, das Apocalyptica zu einem internationalen Phänomen erhob. Wie bereits bei den Vorgängeralben, wirkten auch auf diesem Werk zahlreiche Gastmusiker mit: Dave Lombardo kehrte für „Last Hope“ zurück, Slipknots Corey Taylor sang „I`m Not Jesus“ und Cristina Scabbia von Lacuna Coil übernahm „S.O.S. (Anything But Love)“. Rammsteins Till Lindemann brillierte beim Bowie/Eno-Cover „Helden“ und Adam Gontier von Three Days Grace kehrte für „I Don’t Care“ sein Innerstes nach außen. Das amerikanische Radio reagierte sofort, „I Don’t Care“ brachte die Band auf Platz 59 der „Billboard Hot 200“. In den amerikanischen Indie- und Rockcharts eroberten Apocalyptica gar Rang 7.

„Dieser Erfolg war wirklich eigenartig“, erinnert sich Toppinen: „Das Rammstein-Cover mit Nina Hagen war ein großer Erfolg in Mitteleuropa gewesen, der Song, den wir mit Ville Valo eingespielt hatten, lief sogar in ganz Europa sehr erfolgreich. Doch in den USA hatten wir nie wirklich Fuß fassen können. Als ich „I Don’t Care“ schrieb und das erste Demo fertig war, dachte ich schon, dass der Song Potenzial haben könnte, einen derartigen Erfolg hatte ich jedoch nie erwartet.“

Mit der geplanten Sommertournee durch Europa und die USA ist für 7th Symphony die Bühne bereitet: Apocalypticas eklektischstes und inspiriertestes Album, das gleichermaßen mit wunderschönen Melodien und kraftvollen, bombastischen Rhythmen prunkt. „Wir haben in dieses Werk wirklich harte Arbeit investiert und hatten dabei jede Menge Spaß“, erklärt Eicca Toppinen. Wer Instrumentals liebt, wird begeistert sein. Wer harte Rocksongs liebt, ebenfalls. Auf diesem Album wird für jeden etwas geboten!“

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

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