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Und der ist auf dem deutlich härteren Album Apocalyptica noch die Tanznummer. Mit Songs wie "Fisheye", ""Fatal Error" oder "Betrayal/Forgiveness" können sich selbst gestandene Headbanger einen Nackenkrampf abholen, einige Stellen bei letzterem Song gehen schon gut in Richtung Death-Metal. Und ja, auch die Single "Bittersweet" ist drauf, sowie in der Fan-Edition noch "En Vie/How Far/Wie Weit", ein treibendes Rockstück mit Martha von Die Happy am Gesang in drei Sprachen. Die Cello-Sounds wurden teilweise so stark verfremdet und verzerrt, dass man das Ursprungs-Instrument kaum erkennt, aber wenn dann Balladen wie das sehr finnisch-traurige "Farewell", das Breitwandgejammer "Ruska" oder das Vampirfilmsoundtrack-anmutende "Deathzone" erklingen, dann ist die Cello-Welt wieder völlig in Ordnung.
Insgesamt ist Apocalyptica eher mit Cult als mit Reflections zu vergleichen, und das ist gut so. Denn wer einen solchen Bandnamen führt, sollte ab und zu mal die Welt in Trümmer in legen, und das haben die Streichorgienmeister mal wieder ganz himmlisch hingekriegt. --Deborah Denzer
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Jetzt aber mal zur technischen Seite:
Kopierschutz schön und gut, aber von den Specials auf einer Limited Edition erwarte ich, dass ich sie mir ansehen kann OHNE:
a) dubiose Software wie den Apocalypticaplayer installieren zu müssen (der automatisch Verbindung mit dem I-Net aufnehmen will um irgendwelche Dinge downzuladen)
und
b) ohne mir außerdem noch einen Code von der dazugehörigen Website zuschicken lassen zu müssen!
Die drei Sterne gibts nur noch, weil ich hoffe, dass beim nächsten Album alles besser wird ;-)
Life Burns!: Bei diesem Stück, das agressiv klingt und vom Sound her eher auf E-Gitarren als auf Cellos schließen lässt, wurde „The Rasmus"-Sänger Lauri für die Vocals engagiert. Überrascht und rockt.
Quutamo: Absolut rastlos, treibend, energiegeladen, mit einer wunderbaren Melodie.
Bittersweet: Dies schon als Single veröffentlichte Stück wurde auf diesem Album um einen kurzen Instrumental-Part erweitert. Was soll man noch mehr dazu sagen? Beim Refrain scheint die Welt unterzugehen...
Farewell: Düster, melancholisch, geisterhaft. Eine Melodie, die gespenstisch klingt. Das richtige Lied für graue Morgenstunden nach einer langen Nacht, in denen man auf das erste Licht des Tages wartet.
Ruska: Anfangs eine Piano-Melodie, die sich durch das ganze Stück zieht. Eine unendlich traurige Cello-Melodie lässt Bilder vorm geistigen Auge entstehen. Weites Land, karger Fels, Nadelwälder im Nebel, Sternenhimmel.
En Vie / How Far / Wie weit: Für die drei auf der Special Edition (bzw. auf der Single „Wie weit") enthaltenen Versionen des Liedes „Quutamo" wurden die französische Sängerin Emmanuelle Monet sowie die Sängerin der Band „Die Happy", Marta Jandová, verpflichtet. Alle drei Versionen sind absolut hörenswert.
Auch das Design von „Apocalyptica" ist erstklassik. Sehr stimmungsvolle Landschaftsaufnahmen und Fotos der Bandmitglieder setzen den Sound des Albums wunderbar um.
Zur Special Edition sei gesagt, dass sie in einem schicken Pappschuber verpackt ist und neben den drei Gesangs-Versionen von „Quutamo" auch den Apocalyptica-Player (den man allerdings schon von der „Bittersweet"-Single kennt) enthält, mit dem man sich das Video zu „Bittersweet" und ein gut 4-minütiges Interview über das neue Album anschauen kann.
Alles in Allem ein wunderbares Album, das sehr abwechslungsreich daherkommt und einen mitreisst. Vielleicht auch für Einsteiger in die Musik von Apocalyptica eine gute Wahl, da es sicherlich zugänglicher ist als die früheren Alben.
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