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Buchnotiz zu : Die Zeit, 01.08.2002
Ein glatter Verriss, was Christiane Grefe da schreibt. Ihrer Meinung nach baut der dänische Statistiker Lomborg mit seinem zahlengestützten Bild von der jammernden Ökoszene nämlich einen Popanz auf und bescheidet sich im übrigen mit dem, was er den "Apokalyptikern" vorwirft: selektiver Wahrnehmung, "allerdings in der Gegenrichtung". Die Tatsachen bleiben dabei auf der Strecke, wenn Lomborg auch "in Einzelfällen" Recht behält. Dass der Autor der Differenziertheit anderer Wissenschaftler den Respekt versagt, ist indes noch nicht das Schlimmste. Die Diskreditierung vergangener umweltpolitischer Interventionen, ohne die es wahrlich schlechter stünde mit der Umwelt, regt Grefe auf und ein "vollkommen unpolitischer Fortschrittsglaube", der missachtet, dass es für einen heutigen Slumbewohner tatsächlich wenig relevant ist, ob sich die gesundheitliche Lage der Menschheit in den vergangenen Jahrhunderten dramatisch verbessert hat oder nicht.
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Kurzbeschreibung
Seit Jahrzehnten hören wir die Litanei: "Die Menschen zerstören ihre Lebensgrundlagen!"
"Der deutsche Wald stirbt!" "Wirtschaftswachstum ist umweltfeindlich!" Umweltgruppen, Medien, Parteien, aufgescheuchte Zeitgenossen - alle stimmen in das Lied vom drohenden Untergang ein.
Die Litanei ist allbekannt. Aber stimmt sie auch mit der Realität überein? "Nein!" lautet die klare Antwort von Bjoern Lomborg. Die Prognosen einer unaufhaltsamen Verschlechterung der menschlichen Lebensgrundlagen beruhen zum nicht unerheblichen Teil auf selektiver oder schlicht falscher Nutzung von Daten.
Der Autor dieses provozierenden Buches, selbst einst Umweltaktivist und Greenpeace-Mitglied, lehrt Statistik an der Universität Aarhus. Das Resultat seiner nüchternen Prüfung der großen Umwelt- und Wohlfahrtsfragen: im längeren Trend betrachtet, hat sich die Lage für die Menschheit nicht verschlechtert, sondern deutlich verbessert
Über den Autor
Bjorn Lomborg war Umweltaktivist und Greenpeace-Mitglied. Lehrt heute Statistik an der Universität Aarhus.