Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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77 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das informativste Sachbuch, dass ich jemals gelesen habe ..., 15. Oktober 2003
Das Ansinnen von "Apokalypse No" erkennt man am besten, wenn man es selber liest. Es geht darum auf unsere verzerrte Wahrnehmungen der Probleme dieser Welt hinzuweisen. Ich habe noch nie so viele Aha-Erlebnisse wie mit diesem Buch verspürt. Es geht darum den Blick zu schärfen für die tatsächliche Situation der Menschheit und der Umwelt in der wir leben, weil diese die Grundlage unserer Zukunft und unseres Wohlstandes ist. Ich schließe mich seiner Argumentation an, dass es keinesfalls akzeptabel ist, die Probleme der Welt zu überzeichnen, um damit die Aufmerksamkeit der Menschenheit auf Themen zu lenken, die eine Minderheit von radikalisierten Ökologen oder allseits bekannten Gutmenschen als am dringlichsten erachten. Nur wenn wir den Zustand der Welt wirklich so korrekt wie möglich darstellen, können wir Prioritäten setzen und zwar auf demokratische Weise. Nicht eine Sekunde habe ich Lomborg so verstanden, dass er die gesamte ökologische Bewegung oder die Sorge um die Umwelt an sich angreift. Im Gegenteil - am Ende bleibt die Erkenntnis, dass die Menschheit vor vielen Herausforderungen steht - Herausforderungen - die sie aber nur im Vorwärtsgang lösen kann und nicht über rückwärtsgewandte Sozialutopien, dass nur ein ganzheitliches Problembewusstsein die Sünden der Vergangenheit heilen hilft. Lomburg zeigt über eine sehr profunde Sammlung von Fakten, dass sich vieles anders und häufig besser darstellt als man (ich) gemeinhin annimmt (annahm). Und es gilt zu erkennen, welche positive Rolle der technische Fortschritt dabei einnimmt und wie der menschliche Erfindergeist im Angesicht von Problemen diese zu lösen in der Lage ist. Dieser optimistischen Grundaussage schließe ich mich an. Es lässt sich immer ein Haar in der Suppe finden und Fragen bleiben auch auf diesen 400 Seiten offen. Die Datenbasis für einige Aspekte bleibt letztlich zu spezifisch und karg. Aber gerade in diesen Passagen erweckt Lomborg nicht den Eindruck den Stein der Weisen gefunden zu haben, weil er sehr transparent arbeitet. Lomborg arbeitet handwerklich sehr sauber. Ich habe selber 5 Jahre an einem Statistiklehrstuhl gearbeitet und promoviert und weiss um die Problematik. Zur Manipulation anhand von Statistik gehören immer zwei - einer der manipuliert und einer der sich manipulieren lässt. Dagegen hilft nur eine gute Kenntnis der Statistik, um zu verhindern das Feld-und-Wiesen-Statistiken die öffentliche Meinung bestimmen. Lomborg liefert dafür zahlreiche Beispiele und ich habe empfunden, dass er nur zu recht hat. Man bedenke nur, wie negativ der Zustand der Welt in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Er stützt sich in weiten Teilen auf die besten Quellen die wir haben und die jedem mit einigem Aufwand zugänglich sind - die Daten der internationalen Organisationen. Er begeht nicht die peinlichen Schnitzer bei der Interpretation und Auswahl statistischer Maße. Er wählt nicht selektiv Trendwerte aus um eine genehme Aussage zu unterstreichen oder zitiert nicht wacklige Einzeluntersuchungen mit dem Anschein der absoluten Wahrheit. Diese Fehler haben andere gemacht..., diejenigen die er zurecht angreift. Über vieles hat man einfach noch keine Informationen oder weiss es auch einfach erst im Nachhinein besser. Dann sollte man aber auch entsprechend vorsichtig argumentieren ... Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch. Es ist nicht alles in Butter, aber wir stehen ganz und gar nicht vor dem Kollaps - Ärmel hochkrempeln!
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58 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bei Greenpeace rauchen die Köpfe........., 26. Mai 2003
Von Ein Kunde
Ein blonder, smarter Junge hat es endlich geschafft. Er hat hartnäckig gesammelt, argumentiert, analysiert, abgewogen. Er hat jahrelang Quellen studiert und Irrtümer ausgeschlossen. Dann hat er ein dickes Buch verfasst und einen Skandal losgetreten. Heute gehört Björn Lomborg, Ex-Greenpeace-Mitglied und Autor von "The Sceptical Environmentalist", zu den meistgehassten Personen in der wissenschaftlich-grünen Diskurswelt. Der "Economist" widmete ihm fast eine Titelgeschichte, der "SPIEGEL" bat zum - von Untergangsbildern umrahmten - Interview. Bei Greenpeace rauchen die Köpfe - wie kann man solche Feinde der guten Sache unschädlich machen?Was war geschehen? In seinem Buch belegt Lomborg akribisch, dass 99 Prozent aller Meinungen über die Negativentwicklung unserer Welt - vom Artensterben über Waldsterben, Überbevölkerung, Hunger und Armut, Umweltverschmutzung und so fort - auf tönernen Füßen stehen. Unsachliche Statistiken, willkürliche Zahlenreihen, verzerrte Wirklichkeitswahrnehmung weist er nicht nur vielen Ökologen, sondern auch den Globalisierungsgegnern nach. Der eigentliche Skandal seines Buches aber - und der wahre Grund, warum Heerscharen von Warn-Denkern mit den übelsten Verbalinjurien über ihn herfallen - liegt in der zentralen These begründet. Sie lautet schlicht: "Uns geht es immer besser." In Sachen Gesundheit, Bildung, Ernährung, Umwelt geht es bei den meisten Menschen auf diesem Planeten immer ein kleines, aber entscheidendes bisschen voran. Dies wird anhalten. Wenn wir uns bemühen. Im New Yorker Central Park herrscht die höchste Artenvielfalt der Erde. Unglaublich, aber wahr. Im Streit um Lomborg geht es darum, ob Umweltschützer, Mahner und Apokalyptiker sich den Gesetzen der Wahrheit und Wirklichkeit beugen müssen, oder ob für sie Ausnahmen gelten. Regeln, die Lomborg-Gegner Stephen Schneider im "Scientific American" so beschrieb: "Wir sind nicht nur Wissenschaftler, sondern auch menschliche Wesen. Und wie die meisten Menschen möchten wir, dass sich die Welt verbessert. Dafür brauchen wir breite Unterstützung, wir müssen die öffentliche Meinung für uns gewinnen. Das heißt auch: Medienaufmerksamkeit. Deshalb müssen wir auch Angstszenarien anbieten, vereinfachte Stellungnahmen verbreiten und unsere Zweifel hintanstellen." Dies ist der eigentliche Skandal: Im Namen der "nutzvollen Übertreibung" ist in den letzten drei Jahrzehnten ein dichtes Netzwerk "guter Lobbyisten" entstanden, deren wahre Intentionen nur noch schwer zu beurteilen sind. Sind die Warner und Mahner wirklich selbstlos und menschensgut? Oder verfolgt der Klimaexperte, der öffentlich von fünf Grad "Erderwärmung" spricht, nicht auch die Etaterhöhung seines Instituts? Wäre es nicht menschlich, allzu menschlich, wenn Greenpeace "seine" Wale auch noch über deren wirkliche Bedrohung hinaus spendengünstig vom "Abschlachten" und "Biozid" bedroht sieht? Björn Lomborg, herzlichen Dank für dieses Werk !!!!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Lehrbuch in Sachen "Zahlenakrobatik"!, 15. März 2007
Vier Jahre hat Björn Lomborg an diesem Werk gearbeitet - und herausgekommen ist keineswegs eine "Alles ist gut"-Fibel. Lomborg unterscheidet lediglich zwischen "Mythen und Realität" und offeriert nachvollziehbare Belege für die Tatsache, dass immer wieder falsche Behauptungen ohne irgendwelche Belege aufgestellt werden (auch in der öffentlichen Umweltdebatte) - die aber nach wie vor Glauben finden.
"Litanei" nennt er diese pessimistischen Dauerprognosen aus Politik und Wissenschaft zur Lage der Menschheit. In den 70ern sorgte man sich um die Erdabkühlung, heute ist es der Treibhauseffekt. Doch warum glauben wir den Apokalyptikern immer wieder? Aufgrund unserer negativen Optik, die daraus resultiert, dass "wir innerlich zu der Auffassung neigen, daß früher alles besser war und daß alles in die falsche Richtung geht" (S. 61). Und das war in der Menschheitsgeschichte in der Tat wohl nie anders, kündet doch schon eine jahrtausendealte assyrische Steintafel vom Gefühl des Niedergangs (S. 62). Offenbar spielt uns unsere Natur bis heute einen Streich, in Form einer unzulässigen Generalisierung im tiefen Unterbewusstsein unserer Egozentrik: Wir bewegen uns vom Tag unserer Geburt an auf unser Ende zu - also muss um uns herum auch alles den Bach runtergehen!
Die apokalyptischen Verzerrungen unserer Realität sind nicht zuletzt auch unserem exzessiven Hang zur Kurzfristigkeit geschuldet: "Themen, die sich über längere Zeit entwickeln, haben längst nicht so guten Nachrichtenwert wie Ad-hoc-Ereignisse (S. 59)." Unter dem Problem leiden nicht nur die Medien, sondern auch der Forschungssektor: Treibhauseffekt, Artenvernichtung und Sauerstoffrückgang "sind Probleme, deren Ursachen und Zusammenhänge nur über einen gewissen Zeitraum zu bestimmen sind." Und das ist sehr kostspielig (S. 56). Hinzu kommt, "daß es in wichtigen Forschungsbereichen schwierig sein kann, Informationen vorzuzeigen, die institutionellen Interessen zuwiderlaufen (S. 57)."
Fazit: Lomborg macht das ganze Buch lang eigentlich nichts anderes, als den laxen Umgang mit den Zahlen zu entlarven. Und das macht er so gut, dass diversen Umweltexperten und sogar einem dänischen Umweltminister in seiner Hilflosigkeit nur noch die Diffamierung Lomborgs als einen Rechtsradikalen blieb!
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