Die Druuna-Hefte sind zwar allesamt etwas verrückt und gehen oft an die Grenze des Absurden, aber daran kann man sich gewöhnen. Immerhin sollte man wissen worauf man sich bei dieser Serie einlässt. Doch dieser Teil ist in meinen Augen der langweilligste und überflüssigste von allen. Die Story ist so dünn, dass man sie fast nicht mitbekommt. Die Zeichnungen sind spitze, das Einzige was diesen Teil zumindest etwas rettet, aber ansonsten...
Am Anfang irrt der Will durch eine Traumwelt und findet bald darauf Druuna die wieder einmal von irgendwelchen Mutanten be... Na, sie wissen schon. Dann wechselt er schlagartig in eine ander Traumwelt, in der er von irgendwelchen riesigen Kreaturen gejagt und verletzt wird. Dann ist er wieder in der realen Welt und erzählt dem Doc alles. Szenenwechsel zu Druuna, die im Eva-kostüm aus dem Meer kommt. Am Strand trifft sie einen fremden Typ und beide fangen sofort an zu ... sie wissen schon. Dabei werden sie auch noch beobachtet und ihr gefällt das. Doch plötzlich bricht die Welt zusammen und der Strand verändert sich. Er richtet sich auf und Druuna muss die Wand emporklettern. Sie trifft auf einen Zwilling von sich selber und gemeinsam irren sie durch das Gebäude. Verfolgt von -natürlich wieder- Mutanten laufen sie durch ein Tor und wachsen aus einer Wand heraus. Der Zwilling verschwindet und eine andere Frau empfängt Druuna. Sie begleitet sie zu einer Gruppe von Männern zum Massen... na, sie wissen schon. Sie wacht auf und Fragen aus den vergangenen Bändern werden versucht an dieser Stelle zu beantworten (endlich mal). Das Ende wirkt dann etwas dürftig und man hat den Wunsch die Uhr zurückzudrehen, um mit der verlorenen Zeit etwas besseres anfangen zu können.
Mein persönliches Fazit: Ich habe den Eindruck, das Serpierie bei diesem Band keine Ideen hatte und entweder unter Termindruck stand oder schnell etwas auf den Markt werfen wollte um einen zwei Jahres Rhytmus einzuhalten. Auf jeden Fall scheint er alte Ideen aus vergangenen Bändern aufgewärmt zu haben und zu einem Ende bringen zu wollen. Dabei hat er die einzelnen Einfälle so absurd miteinander verknüpft, als wollte er schnell von einer ... na, sie wissen schon zur nächsten führen wollte. Hauptsache schnell durch. Wie zuvor schon einmal erwähnt,t sind die Zeichnungen echt gut. Zeichnen kann der Mann, aber das war auch schon alles was in diesem Band gefällt. Es gibt bessere Teile.