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Aphorismen zur Lebensweisheit [Gebundene Ausgabe]

Arthur Schopenhauer
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

25. Januar 2010
Jeder steckt in seinem Bewusstsein, wie in seiner Haut, und lebt unmittelbar nur in demselben: daher ist ihm von außen nicht sehr zu helfen. (Arthur Schopenhauer)


Schopenhauers Philosophie geht davon aus, dass unser ganzes Leben etwas sei, das besser gar nicht wäre. Da wir aber nun einmal sind, müssen wir unsere Jahre bewältigen. Seine Ratschläge schmähen schnelle Genüsse, verheißen aber demjenigen intellektuelle Freuden, der sich den großen Mühen unterzieht. Der düstere, mitunter sarkastische Zug seines Denkens ist nicht einfach, doch seine spitze Art zu analysieren, beeindruckt zutiefst. Dieses Buch kann niemanden kalt lassen: Entweder man wehrt sich gegen Schopenhauers Weltsicht, und schärft dadurch die eigene Anschauung. Oder man findet bei ihm Erkenntnisse, die tatsächlich helfen, das Dasein auf Erden leichter zu meistern.
Lebenshilfe-Literatur hat
heute Hochkonjunktur. Bevor diese Gattung zum seichten Fühl-dich-wohl -
Geschwätz verkam, wandte
man sich an die Philosophen.

Schopenhauers Werk gliedert sich in drei große Kapitel:
was Einer ist, was Einer hat, was Einer vorstellt [gilt] .
Der pessimistische, mitunter zynische Zug seines Denkens mutet dem Leser einiges zu, auch sein sprachlicher Stil fordert ganze Aufmerksamkeit. Doch wer sich auf die Lektüre einlässt, wird mit literarischem Genuss belohnt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: MARIXVERLAG; Auflage: 1., Auflage (25. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865392326
  • ISBN-13: 978-3865392329
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.184 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gewiss, ein Buch für Philosophen -- ohnehin, aber eben auch für den Leser, der philosophisch weder vorgebildet noch sonderlich interessiert ist. Ein Ratgeber fürs richtige Leben im Sinne einer durchaus pragmatisch gesehenen Überlebens- und Selbstbehauptungsklugheit; im letzten Jahrhundert wohl nicht zuletzt darum ein Vademecum des gebildeten Bürgertums.

Schopenhauer entwirft hier eine "Als-ob"-Ethik, eine unter Vorbehalt gegebene Anweisung zum "glücklichen" Leben: Tun wir so, als ob wir überhaupt glücklich sein könnten und fragen wir uns, was die Grundbestimmungen für ein solches Glück sein mögen. Es sind nach Schopenhauer deren drei:
"1) Was Einer ist:...Gesundheit, Kraft, Schönheit, Temperament, Intelligenz und Ausbildung derselben... 2) Was Einer hat:...Eigentum und Besitz... 3) Was Einer vorstellt [was einer gilt]:....was er in der Vorstellung Anderer ist...Ehre, Rang, und Ruhm."

Schopenhauer beschreibt nun anschaulich das komplexe Wechselspiel dieser Bestimmungen. Das Haben zwar schützt uns vor täglich drohender Unbill, sichert uns "Comfort", hat aber auch eine umkehrende Kraft: Am Ende hat es uns, und wir nicht es. "Haben, als hätte man nicht", rät er.

Auf das Gelten nun haben wir den geringsten Einfluß; was wir in den Augen der anderen sind, unterliegt Zufall und Willkür im besonderen Maße. Für den gesellschaftlichen Umgang allerdings gilt: Esprit und ausgesuchte Höflichkeit sind obligatorisch. Verlieren wir uns allerdings im Gelten, verlieren wir womöglich uns. Haben und Gelten sollen uns schließlich frei machen, das was wir sind, überhaupt erst zu entdecken -- Genuß aus uns selbst, aus unseren geistigen und körperlichen Anlagen zu ziehen, Leiden zu vermeiden.

Diese Philosophie für die Welt präsentiert uns der Autor, und das ist in der deutschen Philosophie wahrlich nicht üblich, auf höchstem schriftstellerischen Niveau, präzise, pointiert und, ein wenig koketten Pessimismus gestattet er sich, voller Sarkasmus; hier werden sprachliche Gemälde geliefert und keine Schablonenmalereien (Schopenhauer über Schopenhauer).

Sie müssen auf eine einsame Insel; Sie dürfen nur ein philosophisches Buch mitnehmen -- nehmen Sie die Aphorismen! Verzichten Sie lieber auf die Schwimmweste! --Dietrich Thieden -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Arthur Schopenhauer (1788 1860) gilt als einer der wichtigsten deutschen Philosophen. Der bedeutende Schüler Kants prägte andere Philosophen, aber auch die frühe Psychologie und vor allem die Kunst: Wagner, Tucholsky, Hesse oder Mann schätzten Schopenhauers ganz eigenen Blick auf die Welt und den Menschen.
Dr. Georg Schwikart,
geb. 1964, Religionswissenschaftler und Theologe, lebt als Publizist und Schriftsteller in Sankt Augustin bei Bonn.

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Kundenrezensionen

4.7 von 5 Sternen
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51 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pure Lebensweisheit in exzellenter Sprache! 9. Oktober 2002
Von Matthias
Format:Gebundene Ausgabe
Nun, dieses Buch war das erste ernsthafte philosophische Werk, das ich gelesen habe und bisher fand ich kein anderes, das seiner Weisheit gleichkommt. Dieses Buch muss man ganz langsam lesen, Satz für Satz, nicht hastig, besser mehrmals die Zeilen lesen, denn der Inhalt ist recht komprimiert und mann muss erst das gelesene Häppchen verdauen, sich an ihm ergötzen bis man zum nächsten schreitet. Ich war höchst beeindruckt von der sprachlichen Elleganz, in die Schopenhauer seine äußerst humorvollen und bissigen Sarkasmen kleidet. Das geht unter die Haut, das gräbt sich ein ins Gehirn, das muss man essen! Ich fand das Buch auch gar nicht pessimistisch, wie einige der Schopenhauer-Kritiker behaupten, nein, eher realistisch: mit einer ungeheuren Menschenkenntnis verrät er uns die Wahrheit über den Menschen, die ja oft schmerzt. Das empfinden wir dann als Pessimismus, der keiner ist. Bei der sehr amüsanten Lektüre dieses Buches wurden mir viele Sinnlosigkeiten unseres menschlichen Treibens klar.
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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Liebe zur Weisheit im wörtlichen Sinne... 25. Juli 2005
Format:Sondereinband
Die „Aphorismen" erschienen 1851 im Rahmen einer Sammlung populärer Schriften, der „Parerga und Paralipomena". Dabei handelt es sich aber um oft ziemlich lange Abhandlungen, aus denen man viele Aphorismen ziehen kann, da sie so präzise formuliert sind. Schopenhauers Denken nahm bei Kant seinen Ursprung, in seinen Augen entwickelte er dessen Werk weiter, ging sozusagen den nächsten Schritt. Schopenhauer entwickelte ein System der Metaphysik, das die Bedeutung des Unbewußten thematisiert. Er verbindet altindische Weisheiten mit einem Pessimismus, der sich in seinen Augen erfrischend von der „Hegelei" seiner Zeit unterschied.
In den Aphorismen nimmt er eine Unterteilung in drei Grundbestimmungen für das persönliche Glück vor: 1) Was Einer ist... Gesundheit, Schönheit, Kraft, Intelligenz usw. 2) Was Einer hat... seinen persönlichen Besitz 3) Was Einer vorstellt... Sicht der anderen auf ihn (Ruhm und Ehre). Er verweist auf die unendliche und unstillbare Suche des Menschen nach dem Glück, die nie dauerhaft ihr Ziel erreicht. So sollte man doch besser alle Kraft auf die Vermeidung von Unglück verwenden. Dabei zeigt er sehr fortschrittliches Denken in Bezug auf die Relevanz des Meinung anderer für das persönliche Glück und er kritisiert auf sehr sarkastische Weise die Untriebe des Duellierens seiner Zeit. Schopenhauer war sprachlich sehr begabt und das Gleiche setzt er auch bei seinen Lesern voraus. Zitate auf Griechisch, Latein, Französisch, Spanisch, Italienisch und Englisch werden selten übersetzt. Sein Buch ist auf höchstem schriftstellerischen Niveau, pointiert, ironisch und liefert „sprachliche Gemälde und keine Schablonenmalereien".
Kritik an Schopenhauers Werken bezieht sich oft auf gewisse Einseitigkeiten, die man durch sein sehr einsames Leben zu erklären sucht. Doch man sollte sich davor hüten, sein ganzes Werk so zu beurteilen. Alexander Heine schreibt: „Letztlich kann das Biographische nur die äußere Hülle des Denkens erklären. Ob ein Gedanke wahr oder falsch ist, hat damit nichts zu tun. Und Vieles von dem, was Schopenhauer schreibt, ist nicht nur gewandt, witzig, intelligent, es ist auch wahr..." Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anleitung zur überwindung des pessimismus 16. Oktober 2004
Von gerleim
Format:Sondereinband
es ist schon absurd, wenn schopenhauer in seinen 50er jahren eine "anleitung zum glücklichsein schreibt", besser gesagt eine "anleitung zur vermeidung von unglück und leid". verständlich ist die absurdität all jenen, die sein hauptwerk "die welt als wille und vorstellung" gelesen haben, was übrigens ein faszinierendes erlebnis ist.

grundsätzlich sagt schopenhauer, dass man sich bewusst machen muss, dass man nicht zum glücklichsein auf der welt ist (um glücklich werden zu können). eine anleitung zum glücklichsein gibt es also gar nicht. die jagt nach dem glück eine missliche sache, die einen immer wieder zurückwirft. darum empfiehlt schopenhauer, nach aristoteles, lieber zu versuchen, das unglück zu vermeiden. das unglück ist real und automatisch vorhanden, das glück nur schwer erreichbar und flüchtig. darum also sich auf die vermeidung von unglück und leid konzentrieren.

schopenhauer teilt drei bereiche: das was einer besitzt (besitztum), was einer (für andere) darstellt, und was einer (für sich selbst) ist. und gibt ratschläge wie die dinge zu sehen und zu behandeln sind.
dann folgt ein katalog von kleinen absätzen mit maximen, und noch eine schrift über das verhalten im jeweiligen alter.
die "aphorismen" sind eigentlich teil der "parerga und paralipomena", entstanden im reiferen alter, das sind kleinere schriften und aufsätze, gegliedert, zu verschiedensten themen wie religion, tod, musik, frauen, etc., alles auf dem hauptwerk fußend, das im alter von 27 entstand, und mitte 50 entstand band zwei mit ergänzungen, jedoch keinen wesentlichen neuerungen.

FAZIT:
schopenhauers werk ist in sich rund abgeschlossen. die "aphorismen" sind aber auch ohne den rest gelesen zu haben, eine bereicherung und im alltag nützlich, ergreifend geschrieben - und sind demnach sowohl für "laien" als auch zb. "philo absolventen" ein genuss und eine bereicherung zu lesen. man muss schopenhauer nicht in allem zustimmen, aber vieles hat er raffiniert durchschaut und zeitlos auf den punkt gebracht.

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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Genial!
Ein Buch das absolut lesenswert ist! Gut verständlich dank der Notizen am Boden der Seiten. Ein Genuss den jeder im Regal stehen haben sollte.
Vor 23 Tagen von T. Bauer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Alles bestens Immer wieder.. Die Ware hatte ich für eine Bekannte...
Alles bestens Immer wieder.. Die Ware hatte ich für eine Bekannte bestellt. Daher kann ich dazu kein weiteres Statement abgeben
Vor 1 Monat von Norbert Hauk veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Griesgram
Schopenhauers Aphorismen sind leicht verständlich im Vergleich zu seinem Hauptwerk, die Welt als Wille und Vorstellung, und gleichen oft den hingestreuten mürrischen... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von schihuangti veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schopenhauers Sicht auf die Kunst zu leben
Dem Frankfurter Philosphie-Professor Alfred Schmidt wurde in einem Interview einmal die Frage gestellt, welches philosophische Buch ein Berufsmensch, der plötzlich vier Wochen... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Tscharlie veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein sehr gutes Buch
Schopenhauer in seiner gewohnt sarkastisch - direkten Manier über einiges an Schwachsinn, an dem die Menschheit sich (seiner Auffassung nach) labt(e). Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von steff veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schopenhauer "Aphorismen zur Lebensweisheit"
Lieber Arthur,

obwohl ich weiblichen Geschlechts und demnach über weniger Gehirnsubstanz verfüge,als die männlichen Brüder,stimme ich Dir in jeder... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Neffi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen So aktuell wie damals wohl
Im Vergleich zu Nietsches "Ecce Homo" ist die Sprache von Schopenhauer und hier besonders die lang gezogenen und mit Gedanken, Ideen und Hinweisen vollgestopften Saetzen, um... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. April 2011 von S. Leibelt
5.0 von 5 Sternen "Aller Geist der Welt ist dem unnütz, der selbst keinen hat."
Der Buchtitel könnte für den modernen Leser missverständlich sein, denn die Schrift ist keine Sammlung von Epigrammen nach Art von Oscar Wilde, sondern eine frei... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. November 2010 von Solzimer
5.0 von 5 Sternen "Das Glück gehört denen die sich selber genügen."...
Aphorismen zur Lebensweisheit von Arthur Schopenhauer hört sich nicht gerade sehr aktuell und lesenswert an. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. Juni 2010 von Jürgens "Bücher"
5.0 von 5 Sternen Schopenhauerjahr
Dieses Büchlein ist allen zu empfehlen, die mit sich und ihren Mitmenschen unzufrieden sind. Es hilft. Auch nach 150 Jahren noch.
Veröffentlicht am 2. Juni 2010 von Ellen Wild
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