Edenbridge präsentiert ihre dritte CD (auch) als Limited Edition. Man bekommt ein nettes "3D"-Cover und einen Bonustitel, dessen Lyrics man sich aber nur im Internet anschauen kann, da der Extratitel im Coverheft vollständig ignoriert wird.
Sooo wichtig sind die Lyrics aber auch nicht, sie zeigen lediglich, dass Texter und Komponist Lanvall ein bischen viel Star Trek geguckt hat. Titel wie "The Undiscovered Country" oder "Farpoint Everwhere" zeigen das. Naja, und außerdem steht's in der Biographie.
Aber zur Musik: Ein wenig härter als "Nightwish" (die man im Zusammenhang mit Edenbridge gemeinhin erwähnt) finde ich sie schon. Der erste Song um das "Undiscovered Land" ist hübsch komplex und bietet eine gute Übersicht über das, was einen im Album insgesamt erwartet.
Die ruhigen Stücke sind allesamt toll, die kann man auch seiner Freundin vorspielen, wenn sie ansonsten nicht auf Metal steht: "The Final Curtain", "As Far As Eyes Can See" oder "Where Silence Has Lease" könnte man bequem in einen Kuschelrock-Sampler mogeln.
Im Gegensatz zu Nightwish, die ja neudings offenbar gar keine Gitarrensoli mehr spielen, sind hier ein paar sehr schöne Gitarren-Gniegleien hineingefrickelt. Deswegen wird Lanvall zwar nicht gleich zum "Satriani ehrenhalber" ernannt, aber trotzdem gibt's ein Extralob.
Wo wir gerade beim Extraloben sind, möchte ich den knalligen Refrain von "Deadend Fire" hervorheben (der putzigerweise "Skyward I stare..." beginnt, was schon im Titel 2 ("Skyward" vorkommt) - da sind Lanvall wohl die Texte ausgegangen... aber musikalisch erste Sahne!
Da die CD insgesamt an einigen Stellen etwas belanglos vor sich hinrackelt, gibt's nur vier Sterne - naja, dafür sind auf dem Cover ja noch ein paar abgebildet.