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Apex [Broschiert]

Colson Whitehead , Nikolaus Stingl
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 190 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1 (12. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596183170
  • ISBN-13: 978-3596183173
  • Originaltitel: Apex Hides the Hurts
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.010.120 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

kulturnews.de

5"Wenn die Produkte floppten, sagte er sich, dass es an den Marketing-Leuten lag. An den dämlichen Konsumenten. An dem Scheißprodukt selbst." Zahnpasta, Autos, Pflaster für unterschiedliche Hautfarben: Der Held in Colson Whiteheads neuem Roman "Apex" sorgt für fette Gewinne, denn er findet für jedes Produkt den perfekten Namen. Doch dann erlebt er einen Zusammenbruch, und nur mit einem ganz besonderen Auftrag kann ihn seine Firma zurück ins Business holen: Eine verschlafene Kleinstadt im Mittleren Westen braucht einen Namen. Soll sie nach der traditionellen Industriellenfamilie benannt werden oder lieber im Sinne des Software-Tycoons, der sein Imperium vor Ort aufbauen will? Man könnte sie aber auch Freedom nennen, so wie ehemalige Sklaven es bei der Stadtgründung geplant hatten. Nach seinem Bestseller "John Henry Days" rechnet Whitehead in diesem Roman erneut mit der New Economy ab. Doch wenn der 37-jährige New Yorker die berechnende und gleichzeitig inhaltsleere Sprache der Werber parodiert, interessiert er sich nicht nur für die Perversionen der Gegenwart. Sein intelligentes und mehrbödiges Spiel mit Ironie schlägt immer wieder den Bogen zu Schattenseiten der US-Geschichte. (cs) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

" ... wunderbar eingefädelte Satire auf die einträgliche Scharlatanerie der Werbebranche." Thomas David, Die Zeit, 22.03.07 "Colson Whiteheads wunderbarer neuer Roman 'Apex' erzählt von einer schönen neuen Welt, in der sich alles nur um Geld dreht." Welf Grombacher, Hamburger Abendblatt, 03./04.03.07 "Mit detektivischem Spürsinn entwirft Whitehead das Diagramm einer Provinzmentalität, die sich in den Bann einer trügerischen Vision begibt."Andrea Köhler, Focus, 07.04.07 "Mit manchmal zynischem Witz und mit Hilfe eines Phantomzehs als Symbol einer Identitätskrise hat Whitehead eine Satire auf die Warenwelt geschrieben." Frankfurter Rundschau, 12.05.07 "Wieder einmal erweist sich Whitehead als hervorragender Beobachter in jenem Naturschutzgebiet, das sich weiße Mittelschicht nennt." Silja Ukena, Kultur-Spiegel, 05/07 "Whiteheads Gespür für die Widersprüche des amerikanischen Traums sowie die Fähigkeit, seine Erkenntnisse witzig zu formulieren, haben ihm einen prominenten Platz unter den amerikanischen Schriftstellern seiner Generation erobert." Thomas Leuchtenmüller, Neue Züricher Zeitung, 30.06. - 01.07.07 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von C. Stotz
Format:Gebundene Ausgabe
Ein schon ein wenig abgetakelter Namensdesigner soll einer amerikanischen Klainstadt durch einen neuen Name neuen Schwung und damit neue Investoren bringen.

Was sich zunächst anhört wie ein neues Kapitel aus "Nichts ist unmöglich" wird jedoch zusehends komplizierter, je länger und je intensiver sich der namenlos Held der Geschichte mit seinem Auftrag befasst.

Zusehends muss er erkennen, dass jeder Traum, der verwirklicht wird, damit bezahlt wird, dass an anderer Stelle ein anderer Traum zerstört wird, dass Ziele durchsetzen und erreichen nicht selten auch bedeutet, Schuld auf sich zu laden.

Colson Whitehead erzählt diese Episode mit einer distanziert-lakonischen Sprache, der es manchmal ein wenig sehr an Tempo fehlt. So bleibt die Handlung ohne Dynamik - und leider auch ohne Anteilnahme. Der Leser wird so aber nicht von diesem Buch gefesselt und in seinen Bann gezogen. Aus diesem Grund nur drei Sterne.
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Von W. Öschelbrunn TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Apex bedeutet im Lateinischen Spitze. Für die Hauptfigur in Colson Whiteheads gleichnamigem Roman steht Apex gleich im doppelten Sinne für Spitze. Von Beruf Berater für Namensgebung stellt die Benennung eines fleischfarbenen Pflasters mit dem Kunstbegriff "Apex" den Höhepunkt seines Berufsweges dar. Mit Preisen ausgezeichnet, von den Kollegen beneidet, ging es für ihn danach nur noch bergab. Nun steht er als Rekonvaleszent nach Amputation eines Zehs vor einer ganz neuen Herausforderung: Er soll keinen Namen vergeben, sondern zwischen drei Namen entscheiden.

Winthrop, eine kleine Gemeinde im Nirvana des US-amerikanischen Mittleren Westens ist in die Jahre gekommen. Benannt nach einem Clan von Industriellen, die mit Stacheldraht ein Vermögen für sich und die Gemeinde verdient haben, ist nach dem Niedergang dieser Fabrik auch der bisherige Name scheinbar nicht mehr en vogue. Der aufstrebende Besitzer eines Computerunternehmens will aus Winthrop eine ebenso aufstrebende Gemeinde der New Economy machen. Dafür muss aber erstmal ein zukunftsweisender Name her. Der Vorschlag der Namensberater lautet "New Prospera". Wäre da nicht noch die farbige Bürgermeisterin, die eine Rückbenennung in den Gründungsnamen der Gemeinde bevorzugt. Aufgebaut von befreiten Sklaven war der Ort seinerzeit "Freedom" genannt worden. Nun liegt es am Hauptprotagonisten zu entscheiden, welcher Name am ehesten zu diesem Fleckchen Land und seinen Bewohnern paßt. Wie wird er sich entscheiden?

Colson Whitehead nimmt den Leser mit zu einem brain storming über die Bedeutung von Namen. Natürlich sollte dem Leser die feine Ironie nicht entgehen, dass ein Ort gegründet von befreiten Sklaven benannt ist nach einem weißen Stacheldrahtproduzenten. Die besondere Bedeutung der freien Namenswahl für befreite Sklaven, die zuvor von Ihren Besitzern benannt worden waren, ist einer dieser Gedanken, der den Roman durchzieht. Dass die Hauptfigur des Romans namenlos bleibt, sei nur am Rande erwähnt.

Genauso geht es aber auch um den Wahn der Moderne, Namen zu verändern, wenn der alte Name scheinbar nicht mehr der Zeit angemessen erscheint. Es geht um die Mode vollkommen bedeutungsleere Kunstnamen zu verwenden, um eine neue Marke zu schaffen. Aus Raider wird jetzt Twix. Eine sehr aktuelles Thema denkt man nur an gegenwärtigen Beispiele zur Umbenennung von Unternehmen, um die Vergangenheit abzustreifen: So wird aus der Citibank über Nacht die Targobank, um die marketingschädlichen Versäumnisse bei der Beratung der Kunden zu Lehmann-Zertifikaten vergessen zu machen.

Es resultiert nicht weniger als ein gut geschriebener, kurzweiliger Roman. Aber auch nicht mehr. Lobend zu erwähnen ist, dass Autor und Verlag erkannt haben, dass der Roman mit seinen gerademal 190 Seiten genau die richtige Länge hat. Mehr hätte das Thema und die Figuren nicht hergegeben.

Der Ton des Roman ist sartirisch, in einigen Szenen auch gelungen komisch. Der eher zukunftsskeptische Leser wird das eine oder andere Mal wissend mit dem Kopf nicken. "Apex" ist aber auch eines dieser Bücher, von denen nach dem Lesen der letzten Seite nichts zurückbleibt. Zu blass sind die handelnden Personen, zu gekünstelt das eigentliche Thema des Buches und zu dünn die resultierende Handlung, um bleibende Spuren zu hinterlassen. Nicht nur Namen sind manchmal Schall und Rauch.

Insgesamt komme ich daher auf 3 Sterne. Ein gutes Buch für einen ruhigen Sonntag oder eine längere Flug- oder Zugreise. Nicht mehr und nicht weniger.

PS Für Leser denen "Apex" gefallen hat, wäre John von Düffels "Ego" sicherlich einen Blick wert.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wow! 1. Februar 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Ein amerikanischer Kritiker meint, der Sound von Colson Whitehead höre sich an wie Franz Kafka, zusammen auf der Bühne mit Thelonius Monk, ein wildes Saxophon-Solo spielend - recht hat er! Colson Whitehead ist einfach ein begnadeter Erzähler.

Ganz klar: Five points!
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