Carolyn Mahaney, Pastorenehefrau und Mutter von vier Kindern versucht anhand des Bibeltextes Titus 2, Verse 3-5 ein christliches Frauenbild zu zeichnen, dass ihrer Meinung nach "biblisch" ist. Ihre Sichtweise leugnet die zeit- und kulturgebundene Gültigkeit dieses Textes. Das gründet meiner Meinung nach auf einem einfältigen fundamentalistischen Glauben, der ein wörtlich gültiges Bibelverständnis voraussetzt.
Demnach soll eine christliche Frau absolut selbstbeherrscht sein (Seite 68 "Essen zur Ehre Gottes"), dem Mann ständig sexuell verfügbar (Seite 94 "mein Körper gehört meinem Ehemann"), tagsüber soll sie von ihrem Mann träumen (Seite 96 "alles an ihm ist begehrenswert"), ihre Erfüllung als Hausfrau finden (Seite 109 "Gott hat uns diesen Auftrag gegeben"). Den Höhepunkt dieses naiven Schwachsinns bildet das 8. Kapitel "Unterordnung macht schön". Die Unterordnung der Frau ist eine Idee Gottes, schreibt Carolyn Mahaney. Doch wer liebe Frau Mahaney schrieb die Bibel, Gott oder waren es Männer? Und falls doch Zweifel in den gesunden Verstand einer Frau kommen, empfiehlt die Autorin, "Gott zu vertrauen den er wird uns befähigen, damit unser Mann uns führen kann."
Mein Fazit: Dieses Buch sollten alle Männer kennen, um ihre "aufbegehrenden" christlichen Frauen noch effizienter biblisch-fundiert in die Schranken weisen zu können. Hier wird ein absolut rückständiges und weltentrücktes Frausein gepredigt, dass die Frau in eine klischeehafte Rolle zwängt und der Vielfalt des Lebens und der Menschen (Mann und Frau) in keiner Weise gerecht wird. Lesen Sie lieber ein aufbauendes Buch
Hühnersuppe für die Seele: für Frauen.