Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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45 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eckig, hölzern... gut, 30. April 2008
Überraschung. Scarlett Johanssons erstes Album ist nicht das glattgebügelte, durchgestylte Produkt, das um ein Filmsternchen herum produziert wurde. Zweite Überraschung. Anywhere I Lay My Head ist zunächst nicht einmal gefällig. Glatt ins Ohr geht in den hier vorgestellten 45 Minuten gar nichts und das liegt - noch ne Überraschung - weniger an den Songs von Tom Waits, als vielmehr an deren Umsetzung.
Fawn, der erste Titel, ist ein instrumentaler BigBand/Jazz/Orchester/Orgel Auftakt, der einem stimmungsmäßig um die Ohren haut, was man danach zu erwarten hat: eine Scarlett Johansson, die so ganz anders klingt (teilweise auch singt), als man es wahrhaben wollte und einen Sound, der weit weg ist von poppiger Eingängigkeit. Doch eben das macht die CD so hörenswert.
Fast alle Songs kommen im gleichen sperrigen Arrangement mit Orgel, wenigen modernen Effekten und trockenen Gitarren daher. Die Musik zieht mit ihrer spröden Kargheit teils deutliche Parallelen zu sperrigeren Werken nordischer Künstler wie Stina Nordenstam oder Kristofer Aström. Und ist dabei mindestens ebenso faszinierend.
Tom Waits Songs sind ob der Instrumentierung und der dunklen, fast mystisch anmutenden Stimme Johanssons charakterlich völlig verändert, bestechen aber durch ausgezeichnet herausgearbeitete Melodien. Bis auf eine unrühmliche Ausnahme (I Don't Want to Grow Up) setzen sich die Songs nach und nach im Gehörgang fest, ja entwickeln wie Song For Jo (Johanssons Eigenkomposition) richtige Ohrwurmqualität.
Einzelne Titel herauszuheben fällt schwer, denn das Album wirkt ebenso ambitioniert, wie kompakt. Der dramatisch, melodiöse Titeltrack mit seiner flächigen Orgel und dem Bontempi-Rhythmus im Hintergrund? I Wish I Was In New Orleans mit Spieluhrbegleitung und den einzigen höheren, gesungen Tönen Johanssons? Das herrlich rustikale Green Grass oder das schleppende, krachige aber melodiöse No One Knows I'm Gone? Sie sind wirklich alle wie aus einem Guß und fast gleichrangig gut.
David Bowies seltener Zweitstimmeneinsatz hätte nicht unbedingt sein müssen, aber insgesamt ist Anywhere I Lay My Head eine gelungene Überraschung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anders, irgendwie..., 8. Juli 2009
Ich musste dieses Album mehrmals hören, bevor ich verstand, dass Scarlet Johansson keinesfalls nur eine Schaupielerin ist, die sich auch einmal an Musik versucht. Scarlet lebt ihre Songs irgendwie, sie wirkt natürlich und echt. Ihre Stimme ist schon mal sehr interessant, zum Glück auch nicht so glattgebügelt. Sie singt sehr kraftvoll, emotional und ausdrucksstark.
Man findet aber nur schwer den Zugang zu ihrer Musik. Der Plastik-Pop verwöhnte Britney-Konsument wird nichts mit Scarlet Johansson anfangen können. "Anywhere I Lay My Head" ist eine sehr ungewöhnliche, kantige Mischung diverser Stilelemente. Raubeinig und fremdartig. Dabei weiter weg von Pop als nur irgend möglich.
Die Stücke sind erfrischend anders. Ich habe mich sofort verloren. Man kann sie wieder und wieder anhören, ohne dass das Staunen nachlässt. Sie versetzt mich beim Hören immer wieder an einen Ort, wo Sonne scheint und Menschen lachen und Hunde bellen und...
Stellenweise erinnert sie mich ein wenig an Milla Jovovich oder an Sinead O'Connor. Das soll aber nicht unbedingt was Schlechtes bedeuten... Anspieltipps sind #08 "I Wish I Was in New Orleans" und #09 "I Don't Want to Grow Up", einfach genial!
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grad las ich auf amazon.com ein Review..., 29. Mai 2008
...welches mir aus der Seele spricht:
Many people don't like this album because, 1) they don't wanna see someone succeed and 2) because she's wasn't produced to be unrecognizable like all the rest of the flash in the pan bubble gum pop stars.
I love it. I think she sounds great.
Tja, ich denke viele waren einfach zu sehr enttäuscht, dass sie nicht das zu hören bekamen, was man von Scarlett erwartet hätte. Simpel gestrickte Musik, radiofreundlich. Ich muss auch mal anmerken: Es scheint so, als ob viele die CD nicht mal probegehört haben vor dem Kauf - sich dann so über die CD aufzuregen ist echt etwas daneben. Und die CD nicht mal bis zum Ende zu hören...dazu muss man ja auch nichts mal sagen. Man muss den Songs schon die Chance geben, sich zu entfalten.
Und nein, Ms. Johansson hatte nicht vor mit ihrer CD in den Charts zu landen. In zahlreichen Iterviews sagt sie, es war ein langgehgeter Wunsch, den sie SICH schon lange erfüllen wollte. Und sie wäre froh wenn andere ihre Musik noch entdecken - und so ist es eben: Diese Musik muss man entdecken, man muss sich reinhören, und dann kann man erst ein richtiges Review geben.
Alles andere ist nicht ernst zu nehmen. Ich bewerte ja auch keine Filme, von denen ich nur die ersten 10 Minuten kenne.
Ich muss aber auch zugeben, dass es nicht jedermanns Sache ist - ich finde nur manche Kommentare echt etwas übertrieben.
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