Ich sage es zu meinen Freunden ja immer wieder: Es gibt sie noch: Gute, neue Musik. Man muss sie nur finden, dass ist das Problem. Denn im Radio laufen diese Songs meistens nicht. Fisher, die Zweimann(frau)combo um Kathy Fisher ist da ein Paradebeispiel. Die Sängerin arbeit mit dem Komponisten Wassermann zusammen, der eigentlich Werbemusik macht, aber: Wer denkt, das Fishers Musik in diese Richtung geht, der liegt völlig verkehrt. Kathy Fishers Stimme ist in ihrer weichen, warmen Art eigentlich nur mit Natalie Merchant zu vergleichen. Manche Songs haben einen leichten 10.000 Maniac Touch, sind aber doch völlig eigenständig. Ich habe selten ein neues Album so oft durchgehört, wie any way, ohne das es dabei auch nur im geringsten langweilig wurde. Eingängiger Pop wechselt sich mit herrlichen Balladen ab. Dazu Kathys Stimme, die einem nicht mehr aus dem Ohr geht. Ich war von Anfang an völlig weg und denke mal, ich werde nicht der Einzige sein, der Fishers Musik so empfindet. Ein absoluter Volltreffer, den man sich unbedingt antun sollte. Anspieltips: Oblivious, True north und Dirty Girl.