Der Verlauf zieht sich etwas, und man wird irgendwie zu oft damit belastet, wie die Hauptfigur den anderen Charakter nicht leiden kann. Die Geschichte entwickelt sich etwas schleppend und man fragt sich eine Weile, wohin genau es sich nun entwickeln will.
Man landet dann in einer relativ unspannenden Grusel-Geschichte mit irgendwelchen Ghouls und bekommt dann noch ein komisches Dimensionstor oder sowas dazugeworfen und hat dann auf einmal noch geheimnisvolles Wesen im Wasser am Hals, alles zusammen wirkt es wie ein haltloses Flickwerk an den Cthulhu Mythos angelehnt.
Das Ende ist unspektakulär und enttäuschend, hat weder das klassische Happy End Erfolgserlebnis, noch das wirklich unterschwellige Lovecraft'sche Gruseln.
Jetzt habe ich gerade Das Druidentor gelesen, und beide Geschichten drehen sich gerne um den Hass und Konflikt zwischen bestimmten Charakteren. Und beide bauen eine mystische Geschichte auf und enden in einem unbefriedigenden Ende, das wirklich hätte besser sein können. Einen ähnlichen Verlauf kenne ich aus Der Widersacher, wo auch mysteriöse Ereignisse aufgebaut werden und das Ende dann flach und abgehackt wird. Ich fürchte fast, es schein ein Hohlbeinscher Standard zu sein, viel aufzubauen und dann kollabieren zu lassen und dabei einen unkreativen, immer ähnlichen Charakterkonflikt einzubauen, der sich durch die Geschichte zieht, wobei der Streit der Personen teilweise wider jeder erwachsenen Vernunft verläuft. Die unglaublichsten Geschehnisse bringen die Personen nicht davon ab, ewig auf ihrem Streit herumzureiten.
Während ich Widersacher und Druidentor noch gerne gelesen habe, ist Anubis eigentlich durchweg schwach und fesselt einen nie in der Art wie andere Bücher.